Verstehe ich das richtig, dass diese von dir genannten Stoffe angeblich besser wirken würden als Chrom, Zimt, Maulbeerblattextrakt - und falls ja, woher weißt du das? Und inwiefern gibt es dann keinen "Trick", wenn es doch scheinbar Nahrungsergänzungsmittel gibt, die durchaus unterstützen können?
"Ein Anti-Spike-Supplement, das tatsächlich wirkt, kombiniert Enzyme und Pflanzenstoffe so, dass sie sich gegenseitig verstärken. Zum Beispiel Kurkuma, NAC, Bromelain, Nattokinase, Grüntee-, Ingwer- und Schwarzer-Pfeffer-Extrakt. Unabhängig laborgeprüft, studienbasiert dosiert."
Es geht doch nicht darum, einen Trick durch einen anderen zu ersetzen. Inchauspés Produkt ist klinisch unwirksam, weil zu gering dosiert. Die Studien, auf die sie sich beruft, maßen weit höhere Dosierungen und nur die isolierten Einzelzutaten. Die Kombination, die ich im Text beschreibe, ist ein Gegenbeispiel, wie man ein Supplement richtig baut: unabhängig laborgeprüft, studienbasiert dosiert.
Und zu “woher weißt du das”: Ebendeshalb. Aus der Studienlage. Chrom, Zimt und Maulbeerblattextrakt sind in der klinischen Literatur nicht als wirksame Anti-Spike-Kombination nachgewiesen. Sie sind bloß billiger in der Herstellung als eine wirksame Anti-Spike-Kombination.
Und was eine wirksame Anti-Spike-Kombination wäre, laut Labor und Studien, das habe ich als Beispiel aufgeführt. Diese Stoffe sind kein Geheimwissen. Das ist Pubmed. Es gibt keine Spekulation darüber, dass diese Verbindung hochwirksam ist. Das ist so unbestritten, dass ich mir sogar den Fußnotenapparat gespart habe, weil es hier keinen ernsthaften Angriffspunkt gibt.
Und nichts davon ist ein “Trick”. Kein “Hack”, kein Supplement nimmt dir die Arbeit ab, dein Leben zu ändern, wenn du es ändern willst.
75 Euro für Zutaten auszugeben, die 7 Euro wert sind, und sich dann einzureden, so weitermachen zu können wie bisher, ist charakteristisch für ein sich selbst sabotierendes Gehirn, das alles um die Sucht herum baut, um die Sucht selbst nie anfassen zu müssen.
Wenn ich deinen Artikel richtig verstehe, hat die Reihenfolge des Essens keinen großen Einfluss auf die Glucosespikes und Essig zu trinken sei eher negativ als dass die positiven Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel beachtenswert wären. Aber spricht die Studienlage nicht für Meal Sequencing und dafür, Essig zum Essen dazuzuessen, also beispielsweise Salat mit Essig zu würzen, um Spikes zu vermeiden und Insulinresistenz zu vermeiden? Und sind die überwiegend negativen Auswirkungen von Essig nicht eher nur dann der Fall, wenn man es unverdünnt und in größeren Mengen zu sich nimmt? Also bei normalen verdünnten Mengen eher unproblematisch, sodass die positive Wirkung überwiegt?
Zum Meal Sequencing: Inchauspés Erklärung, das Gemüse bilde ein “Netz im Magen”, ist physiologischer Unsinn. Der Magen mixt alles durcheinander.
Ein kurzfristiger Glukose-Effekt durch verlangsamte Magenentleerung existiert. Nur aus anderen Gründen als sie behauptet. Nur bei kleinen Stichproben. Nur akut. Und nur relevant für Menschen mit bereits gestörtem Glukosestoffwechsel.
Für gesunde Menschen ist der Effekt bedeutungslos, weil ihr Körper Spikes selbst reguliert. Und für die Langzeitwirkung, die Inchauspé verspricht, “für immer verändern”, gibt es auch keine Evidenz.
Und zum Essig: Warum Essig trinken, damit ich keine Spikes vom Zucker bekomme, wenn ich den Zucker auch weglassen kann? Ich setze mir doch auch keinen Helm auf, um weiter gegen die Wand zu rennen. Das ist motivated reasoning, um eine Sucht aufrechtzuerhalten.
In einem gesunden Darm kann Essig wirklich vorteilhaft sein. Aber dieser gesunde Darm ist in der Regel nicht vorhanden, aus den im Text genannten Gründen. Und Essig verdünnt mit Wasser macht es doppelt schlimm, weil isoliertes Wasser noch ganz eigene Probleme mitbringt: https://kokos-und-zitrone.de/p/die-teuerste-art-sich-umzubringen
Ich liebe Essig übrigens. Apfelessig, Branntweinessig.
Aber Vorliebe ist kein Argument gegen biologische Realität.
Ich kann die Neigung, sich alles so zurechtzulegen, um bloß nichts ändern zu müssen, psychologisch nachvollziehen. Nur ändert das nichts. Sie sabotiert das Selbst und macht den Körper kaputt.
Und vermutlich ist genau das auch der Grund, warum Pseudowissenschaft und Scharlatanerie so erfolgreich sind.
Es gibt keinen Trick. Aber das lässt sich viel schwerer verkaufen. Ich warte sehnsüchtig auf Hellmuth.
Hellmuth kommt. Genauso wie der Rest. Ich bin schwer loszuwerden.
Ich empfehle beim Lesen dieses Posts sich die Stimme von Rorschach aus Watchmen vorzustellen, für maximale Wirkung.
Kompliment des Monats.
Verstehe ich das richtig, dass diese von dir genannten Stoffe angeblich besser wirken würden als Chrom, Zimt, Maulbeerblattextrakt - und falls ja, woher weißt du das? Und inwiefern gibt es dann keinen "Trick", wenn es doch scheinbar Nahrungsergänzungsmittel gibt, die durchaus unterstützen können?
"Ein Anti-Spike-Supplement, das tatsächlich wirkt, kombiniert Enzyme und Pflanzenstoffe so, dass sie sich gegenseitig verstärken. Zum Beispiel Kurkuma, NAC, Bromelain, Nattokinase, Grüntee-, Ingwer- und Schwarzer-Pfeffer-Extrakt. Unabhängig laborgeprüft, studienbasiert dosiert."
Es geht doch nicht darum, einen Trick durch einen anderen zu ersetzen. Inchauspés Produkt ist klinisch unwirksam, weil zu gering dosiert. Die Studien, auf die sie sich beruft, maßen weit höhere Dosierungen und nur die isolierten Einzelzutaten. Die Kombination, die ich im Text beschreibe, ist ein Gegenbeispiel, wie man ein Supplement richtig baut: unabhängig laborgeprüft, studienbasiert dosiert.
Und zu “woher weißt du das”: Ebendeshalb. Aus der Studienlage. Chrom, Zimt und Maulbeerblattextrakt sind in der klinischen Literatur nicht als wirksame Anti-Spike-Kombination nachgewiesen. Sie sind bloß billiger in der Herstellung als eine wirksame Anti-Spike-Kombination.
Und was eine wirksame Anti-Spike-Kombination wäre, laut Labor und Studien, das habe ich als Beispiel aufgeführt. Diese Stoffe sind kein Geheimwissen. Das ist Pubmed. Es gibt keine Spekulation darüber, dass diese Verbindung hochwirksam ist. Das ist so unbestritten, dass ich mir sogar den Fußnotenapparat gespart habe, weil es hier keinen ernsthaften Angriffspunkt gibt.
Und nichts davon ist ein “Trick”. Kein “Hack”, kein Supplement nimmt dir die Arbeit ab, dein Leben zu ändern, wenn du es ändern willst.
75 Euro für Zutaten auszugeben, die 7 Euro wert sind, und sich dann einzureden, so weitermachen zu können wie bisher, ist charakteristisch für ein sich selbst sabotierendes Gehirn, das alles um die Sucht herum baut, um die Sucht selbst nie anfassen zu müssen.
Wenn ich deinen Artikel richtig verstehe, hat die Reihenfolge des Essens keinen großen Einfluss auf die Glucosespikes und Essig zu trinken sei eher negativ als dass die positiven Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel beachtenswert wären. Aber spricht die Studienlage nicht für Meal Sequencing und dafür, Essig zum Essen dazuzuessen, also beispielsweise Salat mit Essig zu würzen, um Spikes zu vermeiden und Insulinresistenz zu vermeiden? Und sind die überwiegend negativen Auswirkungen von Essig nicht eher nur dann der Fall, wenn man es unverdünnt und in größeren Mengen zu sich nimmt? Also bei normalen verdünnten Mengen eher unproblematisch, sodass die positive Wirkung überwiegt?
Zum Meal Sequencing: Inchauspés Erklärung, das Gemüse bilde ein “Netz im Magen”, ist physiologischer Unsinn. Der Magen mixt alles durcheinander.
Ein kurzfristiger Glukose-Effekt durch verlangsamte Magenentleerung existiert. Nur aus anderen Gründen als sie behauptet. Nur bei kleinen Stichproben. Nur akut. Und nur relevant für Menschen mit bereits gestörtem Glukosestoffwechsel.
Für gesunde Menschen ist der Effekt bedeutungslos, weil ihr Körper Spikes selbst reguliert. Und für die Langzeitwirkung, die Inchauspé verspricht, “für immer verändern”, gibt es auch keine Evidenz.
Spikes reduziert man nicht, indem man die Reihenfolge ändert, sondern indem man den Zucker weglässt: https://kokos-und-zitrone.de/p/entzundung-als-kulturtechnik
Und zum Essig: Warum Essig trinken, damit ich keine Spikes vom Zucker bekomme, wenn ich den Zucker auch weglassen kann? Ich setze mir doch auch keinen Helm auf, um weiter gegen die Wand zu rennen. Das ist motivated reasoning, um eine Sucht aufrechtzuerhalten.
In einem gesunden Darm kann Essig wirklich vorteilhaft sein. Aber dieser gesunde Darm ist in der Regel nicht vorhanden, aus den im Text genannten Gründen. Und Essig verdünnt mit Wasser macht es doppelt schlimm, weil isoliertes Wasser noch ganz eigene Probleme mitbringt: https://kokos-und-zitrone.de/p/die-teuerste-art-sich-umzubringen
Ich liebe Essig übrigens. Apfelessig, Branntweinessig.
Aber Vorliebe ist kein Argument gegen biologische Realität.
Ich kann die Neigung, sich alles so zurechtzulegen, um bloß nichts ändern zu müssen, psychologisch nachvollziehen. Nur ändert das nichts. Sie sabotiert das Selbst und macht den Körper kaputt.
Und vermutlich ist genau das auch der Grund, warum Pseudowissenschaft und Scharlatanerie so erfolgreich sind.