Es ist die einzige Droge, die wir »Lebensmittel« nennen, und einer der bestgeschützten Stoffe unserer Konsumkultur. Wäre es kein Lebensmittel, sondern ein weißes Pulver, würden wir es anders behandeln. Käme es heute neu auf den Markt, mit diesem Wirkprofil, keine Behörde würde es durchwinken. Wir haben Opiate reguliert, wir haben Kokain verboten, wir haben Tabak besteuert. Und wir haben Saccharose industrialisiert: Stoffwechselstörungen zum Frühstück, Kindesmisshandlung in Pastellfarben, normalisierte Körperverletzung im Supermarktregal.
Die meisten chronischen Krankheiten beginnen nicht mit einem Knall, sondern mit einem Löffel. Als ich vor zehn Jahren anfing zu studieren, hörte ich auf, Zucker zu essen, um denken zu können. Ich schwitze von Zucker. Ich zittere. Ich sehe Auren. Mein Körper behandelt Zucker wie das, was er ist, und reagiert entsprechend. Ich kannte die Forschung damals nicht, wusste aber aus meinem Leben, dass mich Zucker unfähig macht, etwas zu lernen und klar zu bleiben. Das hat Zucker mit Koffein gemeinsam. Man glaubt sich kurz konzentriert, dann stürzt man ab. Zehn Jahre später hatte ich an vier Exzellenzuniversitäten studiert. Ohne Zucker.
Die Menschheit hat Erfahrung darin, gefährliche Dinge erst Heilmittel zu nennen und später Katastrophe.
Coca-Cola enthielt Kokain, bis man es 1903 aus der Rezeptur nahm.1 Mrs. Winslow’s Soothing Syrup war ein Beruhigungsmittel für Säuglinge — mit Morphin.2 Bayer verkaufte Heroin als Hustensaft.3 Ärzte verschrieben radiumhaltiges Wasser namens Radithor als Heilgetränk.4 Man schluckte Quecksilber, rieb es auf die Haut, injizierte es. Gegen Syphilis, Melancholie, Verstopfung. Bis heute wird dentales Amalgam als Füllmaterial verwendet.5 Weil’s billig ist natürlich.
It’s economy, stupid.
Rattengift (Strychnin) wurde als Potenzmittel dosiert. In geringen Mengen, versteht sich. Manchmal waren die Mengen nicht gering genug.6 Mumienpulver war eine Delikatesse. Man zermalmte ägyptische Mumien und verkaufte sie als Medizin. Jahrhundertelang.7
Der Unterschied zwischen Zucker und allem anderen auf dieser Liste?
Zucker hat gewonnen.
Industriezucker ist die einzige Droge, die man Kindern zum Frühstück serviert und dann so tut, als sei das normal. Warum ist Zucker überhaupt in Lebensmitteln? In fast jedem verarbeiteten Produkt im Supermarkt steckt zugesetzter Zucker, obwohl ihn weder die Kunden noch die Produkte brauchen.
Die Antwort hat nichts mit Geschmack zu tun.
Zucker ist ein Geschäftsmodell. Er verlängert Haltbarkeit, verbessert Textur, kompensiert minderwertige Rohstoffe8 und löst im Gehirn genau das Signal aus, das zum Wiederkauf führt9. Vier Funktionen, jede einzelne Profit.
Der eigentliche Skandal ist, dass man das Belohnungssystem nutzt, um industrielle Logistikprobleme zu lösen. Dein Dopaminsystem ist Teil der Lieferkette.
Die Römer kochten Traubenmost in Bleigefäßen ein, bis ein Sirup entstand, den sie sapa nannten. Er machte Wein haltbar und süß. Dass Blei giftig war, wussten Ärzte seit der Antike. Man ignorierte sie, weil das Zeug praktisch war und der Profit stimmte. 1696 dokumentierte der Ulmer Stadtarzt Eberhard Gockel, dass ganze Klöster an bleiversüßtem Wein starben. Der württembergische Herzog ließ einen Bericht verfassen. Er wurde unterdrückt. Der Weinhandel ging vor. Die Praxis hielt sich siebzehn Jahrhunderte.10 Kein Feind musste die Tore einrennen. Die Römer beendeten sich selbst.
It’s money, stupid.
Profitmaximierung nutzt jede biologische Schwäche, die Rendite verspricht. Das ist Thermodynamik. In der Bilanz heißt das Wiederkaufsrate. Im Körper heißt es, ich brauche die Substanz, um mich normal zu fühlen. Ob man das Sucht nennt oder Kundenbindung, hängt davon ab, auf welcher Seite der Bilanz man steht. Die Mechanik ist dieselbe. Der Profit ist sofort, privat, skalierbar. Die Schäden sind verzögert, gesellschaftlich, externalisiert. Ob Kunden daran erkranken, ist buchhalterisch irrelevant. Es steht in keiner Bilanz, also existiert es nicht.
Die eigentliche Perversion ist nicht die Legalität. Es ist das Etikett.
Der Körper verhandelt nicht mit Zucker. Er zahlt. Was wie Energie schmeckt, ist nur Entzündung in Zeitlupe. Fruktose fährt die Leber hoch wie Alkohol ohne Rausch: Fettproduktion rauf, Darmbarriere runter, Entzündung an.11 Und während der Körper innen verfettet, baut das Gehirn ab. Gedächtnis, Konzentration, mentale Klarheit — alles, was Zucker angeblich fördert, wird von ihm abgetragen.12
Wenn ich Zucker trinke, trinke ich ein Signal. Insulin, Entzündung, Alterung. Und das Signal reicht bis zu den Telomeren: Hohe Zufuhr zuckerhaltiger Getränke ist mit kürzeren Telomeren assoziiert, dem Marker zellulären Alterns.13 Du stirbst nicht am Zucker. Du alterst an ihm.
Es gibt keinen legalen, frei verkäuflichen Stoff in unserer Konsumkultur, der den Körper zuverlässiger zerstört als Industriezucker. Und keinen, den man offener bewirbt. Die Medizin hat einen Begriff dafür, wenn Entzündung nicht mehr aufhört: Inflammaging.14 Zucker wirkt als Entzündungs-Hintergrundmusik.15 Man hört sie nicht. Die Organe schon.16 Und das Argument, dass es auf die Dosis ankomme, stimmt zwar formal, verschleiert aber, dass die kulturell normale Dosis bereits im toxischen Bereich liegt. Wer sich an den Durchschnitt hält, hält sich an die Norm einer chronisch kranken Population.
Wer das für übertrieben hält: Hoher Zuckerkonsum ist mit erhöhter kardiovaskulärer Sterblichkeit assoziiert.17 Die WHO empfiehlt, freie Zucker unter zehn Prozent der täglichen Energie zu halten.18 Besser unter fünf. Der Durchschnitt liegt weit darüber.
Intermittierender Zuckerzugang zeigt Abhängigkeitsmuster: wiederholte Dopaminfreisetzung im Nucleus accumbens19, Entzugssymptome nach Abstinenz20. Die Mechanismen sind dieselben, die wir von Koffein, Alkohol und Kokain kennen. Der Unterschied ist das Etikett.
Beim Menschen beschreibt die Forschung zu ultra-verarbeiteten Lebensmitteln suchtartige Konsummuster mit Craving, Kontrollverlust und Weiterkonsum trotz Schaden — Kriterien, die Substanzgebrauchsstörungen definieren.21 Zucker programmiert das Gehirn auf Wiederholung. In gleicher Weise wie Kokain, nur ohne das Stigma. Wer das für eine Frage des Willens hält, hat nicht begriffen, gegen was er antritt. Cannabis ist eine Pflanze. Tabak ist eine Pflanze. Industriezucker ist eine hoch verarbeitete Designerdroge.
Mein früherer Mitbewohner trank nicht nur täglich Wein, rauchte Cannabis bis zur Besinnungslosigkeit und nahm am Wochenende MDMA. Er trank auch jeden Tag mehrere halbe Liter Monster Energy. Vierzehn Teelöffel Zucker pro Dose, mehr als das Doppelte dessen, was die WHO für einen ganzen Tag empfiehlt, kombiniert mit Koffein, Taurin, Guarana. Das Koffein verstärkt die Dopaminwirkung im Belohnungszentrum. Der Zucker liefert den Spike dazu. Zusammen ergibt das keinen Energieschub, sondern einen pharmakologischen Doppelschlag aufs Belohnungssystem, verpackt in einer Dose, die aussieht wie ein Softdrink und schmeckt wie flüssige Gummibärchen. Die Kundenbindung ist entsprechend. Sie heißt Sucht.22
Das ist ein 21-Milliarden-Euro-Markt in Europa, der jährlich um sieben Prozent wächst und aggressiv an Jugendliche vermarktet wird.23 Sechzig Prozent der deutschen Zehn- bis Achtzehnjährigen trinken Energy Drinks.24 Jedes fünfte Kind zwischen sechs und zehn. Dokumentiert sind Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle, Nierenversagen und Todesfälle im Zusammenhang mit der Zuckerplörre.25 Allein die kardiovaskuläre Fachliteratur zählt 34 Todesfälle durch Herzstillstand und QTc-Verlängerung.26 Ein Produkt, das zwei Suchtmechanismen in einer Dose kombiniert.
Wer täglich Energy Drinks trinkt, konsumiert eine Droge. Sie steht halt nur neben Orangensaft.
Süße ist kein Naturphänomen des Zuckers. Sie ist ein sensorisches Arrangement. Säure, Kohlensäure, Bitterstoffe, Textur, Aromakomplexität — all das kann Süße erzeugen, ohne dass eine einzige Glukosekurve steigt.
Ich weiß das, weil ich ein Getränkeunternehmen besitze. Ich habe zwei Matrizen entwickelt, eine aus sechzehn, eine aus über zwanzig Destillaten und Extrakten, die süß schmecken. Ohne Zucker. Ohne Süßstoffe. Ohne Alkohol. Eine Kalorie pro hundert Milliliter. Die Süße ist weder metallisch wie Aspartam noch bitter wie Stevia. Sie fühlt sich richtig an, weil sie das ganze Erlebnis bietet, ohne dass mein Körper schreit: Du tust mir weh. (Nein, das ist kein Marketing. Du kannst das Getränk nicht kaufen.)
Es geht ohne Zucker. Die Frage ist, warum es so selten ohne geht. Ohne Zucker macht nicht süchtig. Die Leute hängen nicht mehr am Produkt wie andere an der Nadel. Und Süchtige kaufen wieder. Freie Menschen nicht.
It’s you, stupid.
Und wenn du deine Privattherapie bezahlen musst, hilft das der Wirtschaft ja auch.
Wer täglich Zucker nimmt, bemerkt die Wirkung oft nicht mehr, weil das Nervensystem sie als Normalzustand interpretiert. Zucker macht abhängig vom Zustand, den er selbst erst erzeugt. Du hast vergessen, wie sich normal anfühlt.
Warum verteidigen Leute Zucker so irrational?
Ich hatte mal einen anderen Mitbewohner. Der kokste. Sein Lieblingssatz war: »Ich hab es unter Kontrolle.«
Das ist der Kernsatz jeder Substanzabhängigkeit.27 Und er klingt exakt wie jeder, der sagt: Ich esse halt gern süß.
Niemand kontrolliert eine Droge. Die Droge kontrolliert den Süchtigen.
Einmal wäre er fast in unserer Wohnung gestorben. Ich presste ihm einen halben Liter Zitronensaft aus und rettete ihm damit vermutlich das Leben. Danach nahm er alles weiter. Rauchte weiter. Ernährte sich weiter von Tiefkühlpizzen und Bier. Kokste weiter. Aber eine Sache blieb: Er presste sich nun jeden Morgen frischen Zitronensaft. Als hätte irgendwo in ihm etwas überlebt, das noch nicht so zerfressen war wie seine Schleimhaut.
Bei Zucker kommt dazu, dass der Stoff sozial unsichtbar ist. Kein Dealer, kein Stigma. Nur »Essen«. Menschen verteidigen ihr Normalitätsgefühl.28 Und das ist schwerer aufzugeben als jede Substanz, weil man dafür zugeben müsste, dass der eigene Alltag eine Abhängigkeit enthält, die man nie als solche erkannt hat.
Identität plus Gewohnheit plus Dopamin ergeben irgendwann Persönlichkeit. Der Slot im Alltag bleibt besetzt, egal welche Substanz ihn füllt. Bei Zucker merkt niemand, dass es ein Slot ist.
Zucker ist das einzige Toxin, bei dem wir die Toten nicht zählen.
Nicht weil es keine gibt.
Sondern weil es zu viele sind.
Redaktioneller Hinweis: Dieser Text basiert auf begutachteter Fachliteratur. Es wurden keine Zahlungen, Produkte oder Leistungen von Unternehmen angenommen. Es bestehen keine Interessenkonflikte. Meinungen sind kein Ersatz für Daten.Mark Pendergrast, For God, Country, and Coca-Cola: The Definitive History of the Great American Soft Drink and the Company That Makes It, New York 1993.
James Harvey Young, The Toadstool Millionaires: A Social History of Patent Medicines in America before Federal Regulation, Princeton 1961.
David T. Courtwright, Dark Paradise: A History of Opiate Addiction in America, Cambridge (MA) 2001, 85—109 [Kapitel 4].
»Heroin« ist übrigens ein Marketingbegriff — von »heroisch«, weil sich die Patienten so gut fühlten.
Eben Byers trank es jahrelang täglich. Als er starb, fiel ihm der Kiefer ab.
Roger M. Macklis, »The Great Radium Scandal«, in: Scientific American, Vol. 269, No. 2, 01.08.1993, 94—9.
Augentropfen und Verhütungsmittel enthalten ebenfalls Quecksilber.
Meiling Zhao, Yi Li, Zhang Wang, »Mercury and Mercury-Containing Preparations: History of Use, Clinical Applications, Pharmacology, Toxicology, and Pharmacokinetics in Traditional Chinese Medicine«, in: Frontiers in Pharmacology, 02.03.2022, Vol. 13, 807807.
Thiomersal, ein quecksilberhaltiges Konservierungsmittel, kommt in Impfstoffen vor.
Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Thimerosal and Vaccines.
Die Behauptung der Impfgegner, Thiomersal verursache Autismus, ist jedoch wissenschaftlich widerlegt.
Lydia Kang, Nate Pedersen, Quackery: A Brief History of the Worst Ways to Cure Everything, New York 2017, Kap. »Plants & Soil«.
Ebd., Kap. »Cannibalism & Corpse Medicine«.
Konservierung durch Senkung der Wasseraktivität, Texturgebung (Bräunung, Volumen, Gelatinisierung), Geschmacksmaskierung/Palatabilität.
Kara R. Goldfein, Joanne L. Slavin, »Why Sugar Is Added to Food: Food Science 101«, in: Comprehensive Reviews in Food Science and Food Safety, Vol. 14, Issue 5, 03.08.2015, 644—56.
Dass eine lebensmittelwissenschaftliche Fachzeitschrift diese Frage überhaupt stellen muss, ist bereits die halbe Antwort.
Ashley N. Gearhardt, Nassib B. Bueno, Alexandra G. DiFeliceantonio, et al., »Social, clinical, and policy implications of ultra-processed food addiction«, in: BMJ, Vol. 383, 09.10.2023, e075354.
Josef Eisinger, »Lead and wine. Eberhard Gockel and the colica Pictonum«, in: Medical History, Vol. 26, Juli 1982, 279—302.
Blei trug möglicherweise zum Untergang des Reichs bei. Nriagu argumentiert, dass die chronische Vergiftung Unfruchtbarkeit, kognitive Beeinträchtigung und Gicht in der römischen Aristokratie verursachte.
Jerome O. Nriagu, »Saturnine Gout among Roman Aristocrats — Did Lead Poisoning Contribute to the Fall of the Empire?«, in: New England Journal of Medicine, Vol. 308, No. 11, 1983, 660—3.
Roms Trinkwasser enthielt 100-fach mehr Blei als natürliche Quellen.
Hugo Delile, Janne Blichert-Toft, Jean-Philippe Goiran, et al., »Lead in ancient Rome’s city waters«, in: PNAS, Vol. 111, Issue 18, 06.05.2014, 6594—9.
Siyu Yu, Chunlin, Guang Ji, Li Zhang, »The Contribution of Dietary Fructose to Non-alcoholic Fatty Liver Disease«, in: Frontiers in Pharmacology, Vol. 12, 18.11.2021, 783393.
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Claudio Franceschi, Paolo Garagnani, Paolo Parini, et al., »Inflammaging: a new immune–metabolic viewpoint for age-related diseases«, in: Nature Reviews Endocrinology, Vol. 14, Issue 10, 25.07.2018, 576—90.
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Fruktose treibt auch hepatische Lipogenese und steht mit Darmbarriereschäden und Endotoxämie in Verbindung.
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Avena et al. 2008.





Sehr stark recherchiert und auch eine starke Meinung dazu. Und hab mich auch mal wieder ertappt gefühlt. Habe meine Nikotinsucht gegen eine Zuckersucht eingetauscht und knabber da wirklich dran das wieder los zu werden. Magst du vielleicht ein bisschen Tipps geben bzgl der Süsse die du in deinen Getränken verwendest?
Auf ARTE findet sich eine Doku, die die Geschichte von Zucker unter dem Aspekt Kolonialisierung, Zwangsarbeit und Sklaverei beleuchtet. Die Zuckerindustrie beutet Menschen und Ökosysteme aus. Die gesundheitlichen Schäden, Adipositas und Diabetes Typ 2 gelten wegen der weiten Verbreitung als „Volkskrankheiten“, schon Babys nuckeln an Apfelsaftschorle aus dem Fläschchen, was den Zuckergehalt angeht könnte man auch Cola einfüllen. Dahinter steckt noch viel mehr. Danke für den Beitrag (geiler Titel übrigens). Und komme bitte keiner mit: ein Krapfen zu Fasching ist doch nicht so schlimm, daher.