Warum Achilles nie nachdachte
Die fragile Geschichte des menschlichen Innenlebens — und ihr Ende durch Künstliche Intelligenz


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Man stelle sich eine Welt vor, in der niemand allein mit den eigenen Gedanken ist. In der jede wichtige Entscheidung nicht aus eigenem Willen entspringt, sondern aus Stimmen, die real sind wie Donner oder Wind. Stimmen von Göttern, die befehlen, von Königen, die durch sie sprechen, von Ahnen, die durch die Luft dringen. Man kennt keine Zweifel, weil es kein »Ich« gibt, das zweifeln könnte. So lebten unsere Vorfahren, nicht vor Millionen Jahren in der Savanne, sondern vor wenigen Jahrtausenden in den ersten Städten. Sie kannten kein bewusstes Handeln; Selbstreflexion, wie wir sie kennen, existierte nicht.1



