50 Kommentare
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Avatar von Falco Aust
Apr 10Bearbeitet

Wunderbares Thema. Ich bin auch damit groß geworden, möglichst viel Wasser zu trinken. So lange, bis mein Urin klar war und meine Elektrolyte vollständig aus dem Körper gespült wurden.

Die Behandlungsempfehlung: mehr Elektrolyte zuführen.

An weniger Wasser trinken hat niemand gedacht. Außer dir.

Avatar von Raffael Schurbohm

Doch in der chinesischen Medizin wird schon lange so damit umgegangen. Chi=Lebensenergie sitzt in den Nieren. Wenn leer da zuviel Flüssigkeit, man sieht es an den Augen, den Tränensäcken = keine Energie,schnelles altern und schnelles Ende

Avatar von Waldstreuner Naturist

Ja auch mir wurde beigebracht, dass ich mindestens 2 Liter am Tag zu mir nehmen soll, allerdings mit dem Nebensatz, dass auch das Wasser in den Lebensmitteln mitgerechnet werden kann. Es kommt bei mir auf die Jahreszeit und die Temperatur an wie viel ich trinke. Allerdings kaufe ich kein Wasser, sondern trinke nur das Wasser aus dem Wasserhahn, da ich schon lange draufgekommen bin, dass es Unsinnig ist, das Wasser teuer nach Hause zu tragen. Ich muss dazu sagen dass wir herrliches Trinkwasser haben.

Auf jeden Fall ein sehr interessanter Artikel der zum Nachdenken anregt.

Avatar von Ticro Goto

Genau. Du machst es richtig. Danke.

Ich muss übrigens dein Profil loben. Yggdrasil mit Runen, hübsch.

Liebe Grüße

Avatar von Waldstreuner Naturist

Vielen Dank 😊

Avatar von Agape Namaste

Herzlichsten Dank, hab mir schon als Kind gedacht, dass das so nicht stimmen kann….. dass die “armen Afrikaner ohne Wasser alle vertrocknen würden”…. weil wir immer Geld zum Brunnen bauen spenden sollten, seit zig Jahrzehnten. Hab nie einen ausgetrockneten Menschen gefunden auf all meinen Reisen, in der sogenannten 3.Welt…ich fand sie immer sehr gut genährt vor, eigentlich in einem “saftigeren” vitalerem Körper, als wir ach so gescheiten weissen zivilisierten, verbildeten Menschen. Behaupten wir stammen vom Affen ab, sind jedoch tief beleidigt, wenn man uns dumme Affen nennt. Dachte dann, die wirklich “Gescheiten” waren die Affen, die einfache Affen blieben….

Avatar von Ticro Goto

Die Beobachtung, dass Menschen in Regionen mit weniger Wasser oft vitaler wirken als wir mit unseren Trinkflaschen, deckt sich mit der Studienlage. Der Körper erträgt keinen Dauerstress.

Avatar von Eckhard Umann

Die Lieferfähigkeit der Britischen Armee in Nordafrika in WKII betrug 2,5l/Kopf. Und da dies in der Hitze funktionierte, wurde es einfach als physiologische Norm genommen.

Avatar von Ticro Goto

Genau.

Parallel dazu die Kommission von 1945 mit der Kennzahl “ein Milliliter pro Kalorie”, die bei 2000 kcal Verbrauch in gemäßigten Temperaturen zwei Liter ergibt. Zwei Ableitungen, beide aus Sonderkontexten.

Liebe Grüße

Avatar von Annette Schneider

Wieder sehr spannende Analyse! Und ein gesunder Durst steht wohl auch mit verschiedenen guten Darmbakterien und der Oxytocinproduktion in Zusammenhang, sprich Bindungsfähigkeit. Lernt man chronisches Dauernuckeln, trainiert man sich den Durst ab. Und….steile Hypothese…wird weniger bindungsfähig.

Alles irgendwie logisch, wenn man evolutionär zurück blickt. Wäre chronisches Trinken kleiner Mengen über den Tag verteilt sinnvoll, hätte uns die Evolution einen 2-Liter-Wassersack samt Trinkröhrchen wachsen lassen. Oder ne Art Höcker, wie beim Kamel. 😏

Avatar von Ticro Goto

Danke.

Die Oxytocin-Hypothese ist interessant. Der Zusammenhang zwischen Darmmikrobiom und Neuropeptiden ist gut belegt.

Ich mag den Wassersack mit Trinkröhrchen. Schönes Bild.

Avatar von Atem Herz Natur

Ich bin mir nicht sicher, aber möchtest du ausdrücken, dass Babys, die viel gestillt werden, bindungsunfähig werden? Das finde ich schon eine sehr steile These.

Avatar von Julia Rudholzner

Muttermilch ist kein Wasser, sondern perfekte Flüssignahrung mit allem drum und dran. Dauernuckeln an Schnullern, Daumen, Fläschchen kommt in meiner Sicht eher bei Kindern vor, die zu wenig gestillt werden bzw einen Mangel an Zuwendung haben...

Avatar von Atem Herz Natur

Sehe ich auch so.

Avatar von SHAYA
Apr 15Bearbeitet

Na da bin ich ja froh, dass ich nicht das Bedüfnis habe viel zu trinken. Ein gesundes Maß eben. Vielen Dank. Grundsätzlich auch nur Wasser aus dem Hahn.

Avatar von Michael Groblewski

Danke für den interessanten Artikel.

Ich mache momentan intermittent Dry Fasting, das heißt, ich esse abends noch mal, trinke vielleicht noch eine Kleinigkeit und dann trinke ich am nächsten Tag bis nachmittags nichts, oder maximal ein bis zwei Espresso, also fluid restricted fasting, für 16 bis 18 Stunden. Danach hydriere ich.

Das mache ich allerdings seit vielen Jahren schon mit bestimmten Salzlösungen beziehungsweise Elektrolyten. Da habe ich schon verschiedene Varianten ausprobiert. Ich werde mal schauen, was passiert, wenn ich mit der Menge noch runtergehe.

Tatsächlich sehr gute Info. Ich frage mich, ob sich auch Organe wie die Blase dann regenerieren. Meine ist nämlich auch schwach geworden. Ich habe auch zeitweise in früheren Jahren wegen Training fünf plus Liter am Tag getrunken, auch viel Bier leidet.. und habe das auch selber als Trainer und Ernährungsberater gepredigt, dass man mindestens seine drei Liter braucht. Also Wasser.

Mittlerweile sehe ich das allerdings ganz anders und glaube auch, dass es vor allem um die Zusammensetzung geht und nicht um die Menge.

Auf jeden Fall sehr inspirierend und auch hier zu sehen, wo eigentlich so Mythen herkommen.

Ich werde das jetzt mal weiter betreiben, dass ich möglichst jeden Tag ein Zeitfenster ohne Trinken und Essen mache, also Intervallfasten, aber halt in dem Fall auch ohne Flüssigkeiten, so wie Ramadan. Das scheint mir einen echt guten regenerativen Effekt zu haben, also intermittent Dry Fasting. Gibt viele positive Erfahrungsberichte. 18 Stunden ohne Wasser merke ich nicht wirklich. Man muss ja dann auch irgendwann nicht mehr auf Toilette.

Auch hier würden natürlich viele ganz entsetzt sagen, dass das ja nicht gesund sein kann. Genau wie Fasten tagsüber. Das zeigt ja wie indoktriniert wir sind, und ist Teil der Problematik gesellschaftlich..

Avatar von Ticro Goto

Dass du als ehemaliger Trainer jetzt umdenkst, finde ich super.

Zur Blase: Ja, die kann regenerieren. Innerhalb bestimmter Grenzen jedenfalls. Und sehr langsam. Verdauung und Regeneration schließen sich aus. Daher hilft Trockenfasten dabei.

Espresso während Trockenfasten hebt den Effekt jedoch auf. Koffein ist ein Diuretikum und ein Neurotoxin. Es entzieht dem Körper Wasser und belastet die Nieren, also genau das Gegenteil dessen, was Trockenfasten bewirken soll. Darüber habe ich hier geschrieben: https://kokos-und-zitrone.de/p/wenn-das-gehirn-die-wahrheit-blockiert Und ausführlich im letzten Buch.

Und zum Trockenfasten selbst schreibe ich gerade ein eigenes Buch. Ich habe schon anderthalb Wochen trockengefastet und der Effekt war nur Heilung. Was du beschreibst, das intermittierende Trockenfasten, ist ein Anfang. Kaskadenfasten wäre eine Erweiterung (36 Stunden am Stück).

Avatar von Michael Groblewski

Finde ich cool, dass du dich mit Dry Fasting beschäftigst.

Ich habe bislang maximal 36 Stunden gemacht, werde aber mehr davon machen. Das mit dem Koffein habe ich aus einem anderen System. Die trinken am Tag zwei Espressi mit bestimmten Kräutern. Das ist natürlich kein reines Dry Fasting, aber fluid restricted. Semi dry.

Ich habe das Gefühl, dass ich trotzdem sehr viele der positiven Effekte des kurzen Trockenfastens mitnehme. Natürlich kickt die wahre Autophagie erst später. Aber für mich selber ist das schon mal ein guter Anfang, das jetzt täglich einzubauen und dann längere Fastenphasen später zu integrieren.

Den Artikel lese ich mir durch, danke für die gute Recherche und Arbeit 👌

Avatar von Ticro Goto

Wenn du bei 36 Stunden bist, bist du ja schon weiter als die meisten. Der Koffeintext wird einiges klären. Welche Kräuter sind das?

Avatar von Michael Groblewski

Habe den Koffein Text durch, sehr gut geschrieben. Habe auch kürzlich Caffeine Blues gelesen. Das ist im Grunde ein einziges Schreckensszenario, was Kaffee angeht, alles wissenschaftlich fundiert.

Dass es in keinster Weise gut ist und dennoch völlig normalisiert, war mir also vorher schon klar.

Was das mit den Kräutern angeht, das ist ein System, welches im Grunde konstant Intermittent Fasting macht, 22 zu 2, 44 zu 4, 66 zu 6, 88 zu 8. Die Leute haben auch gute Heileffekte davon. Da werden aber bestimmte Herbs und Phytonutrients genommen und das nehmen sie halt in expresso shots

Ich würde sie mir nicht nochmal kaufen. Ich glaube auch nicht, dass das nötig ist, aber habe es mal vor ein paar Jahren.

Und da wird halt Espresso benutzt und auch positiv argumentiert wieso, aber mittlerweile glaube ich eh vielen dieser Quellen, egal ob jetzt Mainstream Wissenschaft oder die zahlreichen Alternativen, nichts mehr so ohne weiteres..

Avatar von Ticro Goto
Apr 29Bearbeitet

Die Kräuter und Phytonährstoffe sind gut. Das Problem ist das Vehikel. Espresso als Transportmittel für Heilkräuter ist wie Vodka als Transportmittel für Vitamine. Das eine hebt das andere auf.

Wenn du die Kräuter behalten willst, nimm sie liposomal oder als Tinktur. Dann hast du die Wirkung ohne den Schaden.

Nur eine Einladung. Ausprobieren und gucken, was passiert, ist oft der kraftvollste Nachweis.

Avatar von Kassandra Hohenfels

Total interessante These!

"In den 1980ern ging kein Mensch mit einer Flasche Wasser aus dem Haus. Heute steht auf jedem Schreibtisch eine."

Stimmt das wirklich so? Haben die Leute sich wirklich nichts zu trinken mitgenommen? Haben sie dann stattdessen sich mehr zu essen mitgenommen, also beispielsweise mehrere Äpfel, oder wie ist das zu verstehen?

Und wie war das im Winter, wenn nicht so viel saftiges, frisches Gemüse verfügbar ist? Bei mir hatten die Äpfel schon wenige Monate nach der Ernte kaum mehr "Saft".

Avatar von Ticro Goto

Ja, das stimmt wirklich. Flaschenwasser war vor den 1980ern ein Nischenprodukt für Kurorte und gehobene Gastronomie. Die normalisierte Wasserflasche im Alltag ist eine Erfindung der späten 1990er und 2000er Jahre, getragen von Danone, Nestlé und ab 2008 von der Hydration-for-Health-Lobby. Vorher trank man, wenn man Durst hatte.

Die Frage nach dem “Was haben sie stattdessen getrunken” geht implizit davon aus, dass es einen festen Flüssigkeitsbedarf gibt, den man irgendwie decken muss. Das ist der Mythos. Der reale Bedarf ist viel kleiner, als die Industrie suggeriert. Brot enthält Wasser. Kartoffeln enthalten Wasser. Suppe enthält Wasser. Sogar Käse enthält Wasser. Eine normale Mahlzeit liefert mehrere hundert Milliliter, ohne dass jemand bewusst trinkt.

Zum Winter: Mitteleuropa hat das längst gelöst, ohne Importobst und ohne Flaschenwasser. Eingelegtes Gemüse, Sauerkraut, Wurzelgemüse aus dem Keller, Suppen, Eintöpfe, fermentierte Milchprodukte. Alles wasserreich. Niemand ist im Winter vertrocknet. Die Vorstellung, dass wir ohne PET-Flasche und Wintermelonen aus Spanien hilflos wären, ist die Erfolgsmeldung des Marketings, nicht der Physiologie.

Avatar von Ilka Sommer

Ein wichtiger Text. Ein intensiver Leidensweg. Und dass Du die ursprüngliche Quelle für die 2-Liter-„Regel“ gefunden hast, Chapeau! Mythen aufklären ist so notwendig, aber mühsam.

Wie stark muss die Indoktrination sein, dass Menschen die Hemmung des Schluckreflexes, die physiologische Reaktion, ihr eigenes Körpersignal oder das der ihnen zur Fürsorge anvertrauten übergehen? Oft ist es nur Unwissenheit + Angst, befeuert von interessengeleiteter „Forschung“ und der Meinung, es doch richtig zu wissen, weil „die Wissenschaft“… – Ich stimme Dir in fast allem zu, nur nicht in der drastischen Darstellung von „Wasservergiftung“ und „Verhungern ist ein langsamer Tod. Ertrinken ist ein schneller“. Das ist wahrscheinlich bildlich gemeint. Aber es knüpft an eine starke Angst, denn das eigentliche Ertrinken meint pathophysiologisch Tod durch Hypoxie. – Das ist etwas anderes als die längerfristige Schädigung, die man sich zufügt, wenn man seine Körpersignale ignoriert.

Psychogene Polydipsie – das ist meist ein Begleitsymptom schwererer Erkrankungen, dem man natürlich nicht einfach mit Trinktipps beikommen kann.

Die ernährungstechnisch Unsicheren sollten wir zunächst entängstigen, denn Angst -> Gehirn auf Alarm -> Mandelkern aktiviert Stresshormone und unterdrückt rationale Denkvorgänge im Stirnhirn. Erst wenn der präfrontale Kortex wieder in Ruhe arbeitet, können fachlich fundierte Informationen wirklich aufgenommen werden.

Mach weiter. Aufklärung tut Not. Liebe Grüße

Avatar von Ticro Goto

Danke.

Zwei Punkte muss ich präzisieren, weil sie den Text betreffen.

Zum “Ertrinken”: Das ist nicht bildlich gemeint. Es ist die direkte Konsequenz der Studienlage, die ich im Text zitiere. Saker und Kollegen haben im fMRT gezeigt, dass der Körper das Flüssigkeitsgleichgewicht sogar vor die Energiezufuhr stellt. Selbst eine achtprozentige Zuckerlösung konnte die Schluckhemmung nicht überwinden. Wasservergiftung ist akut tödlich, Verhungern dauert Wochen. Das ist der physiologische Befund, nicht meine Metapher. Im Text sind mehrere Todesfälle dokumentiert, unter anderem bei Marathonläufern, und die Literatur zählt mindestens zwölf bestätigte Fälle, mit Verweis darauf, dass die Dunkelziffer höher liegt.

Zur psychogenen Polydipsie: Sie ist ein eigenständiges Krankheitsbild, nicht nur ein Begleitsymptom. Dass sie gehäuft bei Schizophrenie, Depression und Angststörungen vorkommt, schildere ich im Text ausdrücklich. Aber sie tritt auch isoliert auf und kann tödlich enden. Ich schildere gleich am Anfang des Textes meinen eigenen Fall. Ich bin nicht schizophren.

Den Punkt zur angstarmen Didaktik verstehe ich. Darüber lässt sich streiten. Über die pathophysiologische Realität der Hyponatriämie nicht.

Avatar von Ilka Sommer

Hi, danke für das ausführliche Feedback. - bin Dir dankbar, dass Du das Thema Hyponatriämie so gut recherchiert u ausgearbeitet hast. Hat mir heute sehr genutzt: Patientin, 82 J, erzählt: Hausarzt hat Natrium-Mangel festgestellt. Sie schildert: sitze früh wie apathisch am Tisch, stiere in die Luft, kann nicht denken, habe das Gefühl, die PNP ist schlimmer geworden, gehe wie auf Luftpolstern, taumele, es beginnt auch an den Händen, lasse oft was fallen, nehme vom HA zwei Medikamente gegen restless legs, Blutdruck schwankt stark, immer mit Kopfschmerz verbunden, für sie unerklärlich, für den HA ebenfalls. – Dein Text fällt mir ein. Meine Frage: wie und was trinken Sie? Antwortet sichtlich stolz, dass sie auf jeden Fall auf ihre 1,5 l Wasser komme, ein Glas geht schnell. – Und ich muss ihr erklären, dass sie weniger u langsamer trinken soll, … berate, erkläre, werde dranbleiben.

Zur Psychogenen Polydipsie als eigenständiges Krankheitsbild: ja, so steht es im klin. Lehrbuch. Ja, es ist notwendig, differentialdiagnostisch Krankheitsbilder (wenn möglich) auseinander zu halten. In der Praxis: Krankheitsdiagnosen als „Schubladen“ werden der Komplexität von Krankheitsgeschehen oft nicht wirklich gerecht. Psychogene Polydipsie ist nicht angeboren, sondern eine Dysregulation zentraler Steuerungssysteme, die in einem pathophysiologischen Kontext entsteht.

Liebe Grüße

Avatar von Ticro Goto

Danke. Ich hatte vor Jahren selbst Polyneuropathie. Ich kenne jedes dieser Symptome. Ich schreibe dir eine Direktnachricht dazu.

Avatar von Jeanne dˋ

Wenn ich gerade in den letzten ca. 8 Jahren was gelernt habe…” viele Menschen, sagen viel” die Qualität der Menschen ist? Schau einfach in die Welt! 1000 Bücher 1000 Meinungen die nur konditionierte Gedanken sind. Ich liebe Wasser…ob am Mittelmeer zum Baden…der täglichen Badewanne…mit Salz und Natron - hier nimmt der Körper angeblich schon 2 Liter auf. Und die Masse,trinkt das Wasser der “ Manipulatiren” der Lügner…und Verbrecher,die im Mittelalter schon die Brunnen vergiftet haben. Ich habe 2 Zeiten,wo ich generell Quellwasser trinke. Und natürlich,wenn mein Körper es sagt. Das Wasser sollte rein sein,so fern das überhaupt noch möglich ist,ohne weiteres Geld zu verwenden. Ich wohne am Fuße des Schwarzwaldes und es gibt eine Quelle da. Das muss wiederum heutzutage gar nichts heißen…aber ich sage mir “ das Wasser ist das beste,das ich bekommen kann” ohne wieder Geld ins Spiel zu bringen…im Bioladen das angeblich beste in Europa,aus den Italienischen Hochalpen zu kaufen. Vor Jahren,hab ich es mit geringen mir zur Verfügung stehenden Mitteln getestet (ppm) da Ich natürlich kein Labor habe….und ja: Lauretana war Sehr sehr gut…ebenfalls meine Quelle ( nicht vergleichbar mit den Hochalpen). Es gibt sehr viele Irrlehren über Wasser. Wie überall in dieser Welt der Lüge und Materie!! Da kann man weitermachen bei den Mineralien!!! Im Wasser!!

Letztlich muss man es alles selber heraus finden…aber die Regel,die immer greift: Vertrau nicht der Wissenschaft der Welt und nicht den Mächten der Welt!!

Avatar von Ramona Strobel

Die richtige Balance finden, ist für mich hier wichtig. Bei “gesunden” Menschen stimme ich dir voll und ganz zu, da vertraue ich auf mein Körpergefühl.

Ich habe viele Jahre in der Geronto gearbeitet, da sieht man dann schon, dass Flüssigkeitsmangel gefährlich werden kann …

Wie immer, die Dosis macht das Gift?

Avatar von Ticro Goto
Apr 11Bearbeitet

Ich habe selbst in der Altenpflege gearbeitet, bevor ich studiert habe. Flüssigkeitsmangel im Alter ist durchaus ein Problem. Nur besteht die Lösung nicht darin, ihnen Flaschenwasser einzuflößen.

Wie im Text gesagt: Flaschenwasser ist hypoton. Es trifft die Darmschleimhaut und muss aufwendig reguliert werden. Der Körper muss alles verstellen, Elektrolyte verdünnen, osmotischen Druck anpassen, Ordnung wiederherstellen, zu der ältere Menschen etwaig unfähig geworden sind. Wasser aus Obst und Gemüse kommt in einem physiologisch assimilierbaren Paket. Die Zelle liefert das Wasser anschlussfertig. Der Körper muss nicht erst umbauen, was er aufnimmt.

Also ganz klar bei alten Menschen auf Hydrierung achten. Aber bitte nicht, indem man sie mit toter Flüssigkeit zupumpt. Das verkürzt die Lebenserwartung, statt sie zu verlängern.

Avatar von Julia Rudholzner

Meine Mutter hat mir neulich erzählt, dass sie meine sterbende Großmutter (Ü90), die nichts bei sich behalten konnte, heimlich mit einem Weißbier glücklich gemacht hat. Das blieb drin. Macht auch total Sinn, da es soweit ich weiß, isotonisch ist... Und es gibt sehr leckeres Bier ohne Alkohol. Ich selbst hatte in meiner Schwangerschaft ein Problem, Wasser, Tee, Cola, Saft und feste Nahrung zu behalten und bin letztendlich bei alkoholfreiem Bier gelandet. Davon wurde mir nicht übel. Und ich konnte dann auch wieder andere Sachen essen. 👍🏻

Avatar von Ticro Goto

Ja, das stimmt. Bier zerschießt die Elektrolyte nicht und verdünnt das Natrium nicht. Der Körper nimmt es auf, weil es ein assimilierbares Paket ist, das mehr wie ein Lebensmittel wirkt als wie isoliertes Wasser. Dummerweise bringt Bier dafür andere Probleme mit, über die ich hier auch schon geschrieben habe.

Avatar von Ramona Strobel

Das stimmt. Lieber Gurke als Infusion!

Avatar von Celine

Die DGE rechnet sehr wohl mit ein, dass wir Wasser auch über Nahrung aufnehmen. Außerdem ist es noch nie ein Geheimnis gewesen, dass eine Mischung aus einem Teil Fruchtsaft und 2-3 Teilen Wasser zusammen mit einer Prise Salz am besten hydriert. Sehr interessant, wie viel Unterdrückung und Dummheit du der Allgemeinbevölkerung vorwirfst, einfach weil im Schnitt vielleicht etwas mehr Wasser getrunken wird als nötig.

Natürlich ist es schädlich sich 10 Liter Wasser am Tag einzuflößen, dass eine Wasserintoxikation eine echte Gefahr darstellt leugnet die DGE ebensowenig.

Ein salutogener Beitrag über eine optimierte Hydratation hätte dem gesellschaftlichen Beitrag besser getan als eine Hetztirade gegen die Verantwortlichen.

Ich denke wir haben genug kollektiven Hass entwickelt um jetzt auch noch die Nerven wegen Wasser zu verlieren.

Avatar von Ticro Goto

Vier Manöver in einem Kommentar.

Erstens: Die DGE rechne das ein. — Steht im Text, warum das nicht stimmt. Mit Quellen. Du hast also entweder den Text nicht gelesen oder nicht verstanden.

Zweitens: Vielleicht etwas mehr Wasser als nötig. — Ich zitiere Todesfälle, Hyponatriämie, Wasservergiftung, psychogene Polydipsie. Das ist nicht "etwas mehr".

Drittens: Evidenzbasierte Kritik mit Quellen als "Hetztirade gegen die Verantwortlichen" zu labeln., sagt weniger über meinen Text als über deine Bereitschaft, ihn zu lesen.

Viertens: Den Text als Hassrede zu markieren ("kollektiven Hass entwickeln") ist Denunziantentum. Ein Text über Wasserkonsum mit Hass gleichsetzen, damit man sich nicht mit dem Inhalt auseinandersetzen muss. — Einordnung erübrigt sich.

Avatar von Celine

Nur weil du dir die passenden Quellen zu deinen Argumenten raussuchst heißt das nicht, dass das die ganze Wahrheit ist.

Zugegeben, den ganzen Text zu lesen fiel mir schwer da deine Selbstgefälligkeit präsenter war als wissenschaftliche Objektivität.

Was ich letztlich mit meinem Kommentar ausdrücken will - nur weil du ein paar wenige mit deinen Argumenten abholen kannst heißt das nicht, dass der Beitrag wirklich einen positiven Einfluss auf die Entwicklung gesundheitsbezogener Verhaltensweisen hat. Sie schürt vielmehr Misstrauen in die DGE.

Recht gebe ich dir dennoch was das Vertrauen in körperliche Signale angeht.

Avatar von Ticro Goto

Du hast gerade zugegeben, den Text nicht gelesen zu haben. Das erklärt den Rest deines Kommentars.

Avatar von Celine

„fiel mir schwer“

Avatar von Ticro Goto

Offenbar hat es auch nichts geholfen.

Avatar von Jürgen Podzkiewitz

Du weißt warum der Test auf 10 Liter begrenzt war? Ab 12 Litern stirbst Du mit grosser Wahrscheinlichkeit. Mich nerven die Leute in den Strassen mit ihren Wasserflaschen auch, die keine 10 Meter laufen können, ohne an der Flasche zu Nippeln

Avatar von Ticro Goto

Richtig. Deshalb haben sie bei zehn aufgehört. Und ja, die Flaschen in der Straße sind das sichtbarste Symptom einer Konditionierung, die niemand als solche erkennt, weil alle sie teilen.

Avatar von ClaBla

Ich dachte, mehr trinken ist in unserer heutigen Zeit/ Ernährung wichtig. Kann es sein, dass der Mensch zur Zeit mehr Salz, Zucker und andere Verbindungen aufnimmt, die überhaupt nicht natürlich sind oder auch in der Menge nicht natürlich sind. Könnte Wasser helfen. Danke für dieses Ausführlichen Bericht. Ich habe das vorher noch nie gehört/gelesen. Ich muss das erstmal setzen lassen.

Avatar von Ticro Goto

Tu das. Ich habe einen hohen Preis dafür gezahlt, dass ich es lange nicht glauben wollte. Die Forschungslage ist klar, und die menschliche Biologie noch klarer.

Und nein, Wasser ist nicht die Lösung für zu viel Salz oder Zucker. Es ist die Ausrede, beides nicht zu reduzieren. Im Übrigen spült isoliertes Wasser ohne Matrix den Körper nicht. Es zwingt den Körper, Elektrolyte zu regulieren, statt sich zu reparieren.

Avatar von ClaBla

Vielen Dank!

Avatar von Cat

Wandert nicht hypotoner Stoff eher in die Zellen, da osmotisches Gefälle.

Nachts verliert der Körper ca. 2-3 % seines Hauptbestandteiles: Wasser.

Avatar von Ticro Goto
Apr 15Bearbeitet

Beide Einwände sind offensichtlich falsch.

Erstens.

Dass hypotones Wasser in die Zellen wandert, beschreibe ich im Text. Deshalb schwellen die Zellen an.

Zellen brauchen Wasser, aber kein isoliertes Flaschenwasser, das den Elektrolythaushalt verdünnt. Sondern Wasser in einem assimilierbaren Paket, eingebettet in Mineralien und Zellmatrix. Und dabei geht es nicht um Geschmack, sondern um Osmolarität.

Lies den Text nochmal richtig. De Wardener und Herxheimer haben sich genau das angetan, elf Tage lang. Das Ergebnis waren Skotom, Verwirrtheit, Hirnödem-Symptomatik.

Zweitens.

Die Behauptung “2-3 Prozent Wasserverlust pro Nacht" ist eine der bekannten zentralen Lügen der Flaschenwasserindustrie, die du hier nachplapperst. Ein gesunder Erwachsener verliert über Nacht 0,5 bis 0,7 Prozent seines Körpergewichts an Flüssigkeit. Das ist die belegte Größenordnung in der physiologischen Standardliteratur.

2-3 Prozent über Nacht würden bei einem 70-Kilo-Menschen 1,4 bis 2,1 Liter Wasserverlust bedeuten. Das wäre eine medizinische Notlage.

Du wiederholst Marketing-Slogans und reproduzierst die Sprache der Industrie.

Genau diese Gedankenlosigkeit ist der Grund, warum Menschen jahrzehntelang Flaschen leeren, die ihre Nieren ruinieren, und das Selbstfürsorge nennen.

Bitte erst nachprüfen, bevor du hier öffentlich Desinformationen verbreitest.

Avatar von elisa

Hey, richtig starker Artikel! Hat mich wirklich zum Nachdenken angeregt. Meine Frage wäre jetzt nur, was ist denn schon zu viel Wasser? 2 Liter? Wenn man mal ein bisschen versucht zu recherchieren wird ja wirklich überall genau diese Menge empfohlen, ohne dabei auch noch die Lebensmittel zu beachten.

Irgendwie eine richtig komplexe Thematik, dabei geht es ja eigentlich nur um Wasser ^^

Avatar von Ticro Goto
Apr 14Bearbeitet

Die Frage nach einer Grenze verfehlt den Punkt.

Es gibt keine “sichere Menge” isoliertes Flaschenwasser, unterhalb derer es unbedenklich wäre. Wir wissen, dass der Körper isoliertes Wasser gar nicht erst braucht, wenn die Nahrung stimmt.

Die Zwei-Liter-Regel ist kein medizinischer Befund, sondern ein historischer Lesefehler von 1945, der heute von einer Milliardenindustrie am Leben gehalten wird. Das steht im Text mit Quellen.

Wasser aus Nahrung kommt in einem physiologisch assimilierbaren Paket aus Elektrolyten, Mineralien, Zellmatrix. Der Körper nimmt es auf, ohne regulieren zu müssen.

Isoliertes Flaschenwasser ist hypoton, trifft die Darmschleimhaut und zwingt den Körper, Elektrolyte zu verdünnen und den osmotischen Druck neu einzustellen. Isoliertes Wasser ist also keine Ergänzung, sondern Mehrarbeit.

Wir trinken Flaschenwasser nicht aus Durst, sondern aus Dressur. Und weil alle um uns herum dasselbe tun.

Kein anderes Säugetier trinkt isoliertes Wasser neben der Nahrung. Der Mensch ist die einzige Spezies, die sich das abtrainiert hat.

Die Menge an Flüssigkeit aus Obst, Gemüse und Nahrung, die der Körper tatsächlich braucht, liegt weit unter zwei Litern. Ich habe drei Jahre lang kein einziges Glas isoliertes Wasser getrunken und nur aus Tomaten, Zitrusfrüchten und Kokosnüssen hydriert. Es war die gesündeste Zeit meines Lebens.

Je weniger isoliertes Wasser, desto besser. Null ist möglich und biologisch der Idealfall. Der Schaden ist nicht an eine Schwellenmenge gebunden, sondern proportional zur Menge.