Hippokrates verschrieb es gegen Fieber. Avicenna nahm es in den Kanon auf. Russische Kliniken behandeln damit seit siebzig Jahren Asthma, Hypertonie, Autoimmunerkrankungen, Schizophrenie. Angefangen hat es im belagerten Leningrad, wo Hunderttausende unfreiwillig hungerten. Auf den Krankenstationen verschwanden Asthma und Gelenkrheumatismus. Keiner konnte das erklären. Russische Ärzte forschten weiter, legten klinische Studien vor, heilten Tausende. Die deutsche Medizin hat die Studien nie gelesen — und warnt. Tote Patienten sind ihr lieber als russische Studien.
In dreißig Jahren werden sie unsere Onkologen studieren wie wir heute deutsche Ärzte studieren, die hustenden Säuglingen Heroin gaben. Wie wir deutsche Psychiater studieren, die unruhigen Kindern den Frontallappen herausschnitten. Wie wir deutsche Professoren studieren, die Aktion T4 unterschrieben und danach Lehrstühle behielten. Sie werden sich fragen, warum wir Krebspatienten fütterten und Sterbenden Zucker ins Blut pumpten. So wie wir uns fragen, warum man Schwangeren Contergan gab und danach die Kinder versteckte. Warum man Schwarzen sagte, sie würden behandelt, während die Syphilis ihre Gehirne zerfraß. Warum man Gefangene bei vollem Bewusstsein sezierte und die Protokolle gegen Straffreiheit tauschte.
Man kann einem Menschen das Leben retten, indem man ihm das Essen wegnimmt. Man kann ihn töten, indem man ihm Medikamente gibt. Jede Epoche organisiert ihre Verbrechen. Wir begehen sie mit Einverständniserklärung.
Trockenfasten erreicht einen Mechanismus, den Wasserfasten nicht auslöst. Er heißt hypertoner Stress.1 Ohne Wasserzufuhr wird das Blut salziger. Die Zelle reagiert auf das salzigere Milieu, indem sie ihre Transportwege aufreißt und neu verlegt. Die Reinigung dauert Minuten.2
Wasserfasten entzieht der Zelle Nahrung. Trockenfasten entzieht ihr Nahrung und Wasser. Der zweite Entzug aktiviert einen eigenen Signalweg, der alle bekannten Fasteneffekte intensiviert.3 Schon eine Stunde hypertoner Stress reicht, und die Zellen räumen sich fünfzig Prozent schneller auf.4 Der Umbau bleibt erhalten.
Trockenfasten aktiviert sechs Arten der Autophagie gleichzeitig. Die Makroautophagie räumt den Großteil ab. Die Mikroautophagie verschlingt Material direkt aus dem Zellinneren. Die Pexophagie zerlegt verschlissene Peroxisomen (zelluläre Werkstätten für die Fettsäurespaltung), die Ribophagie überschüssige Ribosomen (Eiweißfabriken der Zelle). Die Mitophagie zerstört kaputte Mitochondrien, genau die, die freie Radikale produzieren und das Zellinnere vergiften. Die schärfste Form heißt chaperon-vermittelte Autophagie. Sie sucht sich gezielt aus, was sterben muss. Sie beginnt nach zehn Stunden Fasten und erreicht ihre volle Kraft nach drei Tagen5, wenn beim Trockenfasten die erste azidotische Krise einsetzt. Beim Wasserfasten tritt diese Krise frühestens an Tag sieben ein, wenn überhaupt.6 All das setzt ein funktionierendes Immunsystem voraus. Meins greift seit 2017 meinen Körper an. Der übliche Reinigungsweg ist blockiert. Trockenfasten öffnet einen zweiten.
Der Körper fastet in drei Phasen. Jede hat ihre eigene Chemie. In den ersten 24 bis 48 Stunden leert der Körper seine Zuckerspeicher, dann verbrennt er siebzig Prozent Fett, dreißig Prozent Protein — aus Aminosäure-Pools und Organgewebe, nicht aus dem Skelettmuskel. Ketose schließt den Muskel ab. Ab hier brennen nur noch die Fettdepots. Erst wenn das Fett auf unter zehn Prozent des Körpergewichts gefallen ist, greift der Körper den Muskel an. Bis dahin vergehen Wochen.7
In einer Zehn-Tage-Fastenstudie stieg der Muskelabbau-Marker anfangs, fiel dann auf den Ausgangswert zurück. Gleichzeitig stieg Apelin um das Achtzehnfache. Apelin zwingt den Muskel, Fett zu verbrennen.8
Eine Studie an Bahá’í-Männern bestätigte den Befund beim Menschen. Sie trockenfasten neunzehn Tage im Jahr, jeden Tag von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Körperfett nahm ab, Muskelmasse blieb. Im Fettgewebe stiegen Durchblutung und Fettabbau. Der Körper verarbeitete Zucker effizienter als vor dem Fasten. Die Zellen reagierten wieder auf Insulin.9 Was die Wissenschaft jetzt misst, haben Muslime, Juden, Christen und Hindus seit Jahrtausenden gewusst. Die jüngste Religion der Welt liefert heute die Studienpopulation.
Wasserfasten liefert den Gegenbeweis selbst. Beim Wasserfasten trinkt man weiter, und der Körper kann nicht in den Reparaturmodus schalten. Die Autophagie bleibt auf niedrigem Niveau. Der Muskelabbau ist höher relativ zum Fettabbau. Die azidotische Krise verzögert sich auf Tag sieben statt Tag drei. Das zugeführte Wasser verhindert den osmotischen Stress, der den zweiten Autophagie-Signalweg aktiviert. Wasser hält den Verdauungstrakt nicht still. Die Nieren filtern weiter, die Schleimhäute produzieren weiter. Der Körper hat keinen Grund, metabolisches Wasser aus Fett zu synthetisieren, wenn von außen Wasser kommt. Wasserfasten ist Fasten mit eingebauter Sabotage.
Wer wasserfastet, fastet nicht wirklich.
Im Fett liegen die Gifte. DDT, Dioxine, Mikroplastik, Schwermetalle, Pestizide. Die Gifte verschwinden, weil ihr Lager verschwindet. Was der Körper über Jahre weggeschlossen hat, brennt jetzt mit.
Beim Wasserfasten landen die Gifte im Blut. Leber, Niere, Schweiß schleusen sie aus. Oft mit Übelkeit, Schwäche, Kopfschmerz. Der Körper vergiftet sich, während er sich entgiftet. Beim Trockenfasten neutralisieren die Lysosomen die Gifte in der Zelle, bevor sie den Kreislauf erreichen. Weniger muss durch Leber und Niere. Wasserfasten entgiftet, indem es rückvergiftet. Trockenfasten verbrennt den Müll vor Ort.
Wasserfasten belagert den Feind und wirft ihm gleichzeitig Versorgungspakete über die Mauer. Patienten hatten nach dreißig Tagen Wasserfasten lebende Parasiten im Körper. Dreißig Tage ohne Essen: die Parasiten überlebten. Das Wasser hatte die Parasiten gerettet.10
Jede Entzündung ist an Wasser gebunden. Eine gewöhnliche Grippe brennt beim Trockenfasten innerhalb von zwei Tagen aus. Die Entzündung verdurstet. Mit Wasser dauert es länger. Wer trinkt, kühlt den Entzündungsherd und hält ihn am Leben.11
Was für Erreger gilt, gilt für den Darm insgesamt. Der Darm schweigt. Kein Wasser, keine Nahrung, vollständige Ruhe im gesamten Gastrointestinaltrakt. Zum ersten Mal seit Jahren passiert nichts mehr. Die Stammzellen der Darmwand können sich teilen, ohne dass die nächste Mahlzeit dazwischenfährt. Verdauung und Regeneration schließen sich aus. Der Körper hat sich jahrzehntelang für Verdauung entschieden. Jetzt entscheidet er sich für Reparatur.
Der Körper dehydriert beim Trockenfasten nicht. Er stellt sein Wasser selbst her. Jedes Gramm Fett liefert mehr metabolisches Wasser, als das Fett selbst wog. Zwischen 1,07 und 1,14 Gramm, je nach Sorte.12
Forscher in Krakau teilten Zebrafinken in drei Gruppen. Eine bekam Wasser und Futter. Eine nur Wasser. Eine nichts.13 Die Vögel ohne Wasser verbrannten achteinhalbmal mehr Fett als die mit Wasser. Und waren gleich gut hydriert. Ohne einen Tropfen von außen. Hätten sie das Wasser aus Protein gewonnen, hätten sie ein Drittel ihrer Flugmuskeln zerlegt und wären flugunfähig geworden.
Aquaporine sind regulierbare Wasserkanäle in den Zellmembranen. Sie bestimmen, wie schnell Wasser in eine Zelle ein- und ausfließt. Eine Studie an Mäusen zeigte, dass Fasten die Anzahl dieser Kanäle hochreguliert, spezifisch nach Gewebetyp. Aquaporin 1 nahm in den Blutgefäßen zu, Aquaporin 7 in den Fettzellen. Mehr Wassertransport in den Gefäßen, mehr Schleusen für Glyzerin im Fett. Der Körper registriert Dehydration und Hunger und baut seine Infrastruktur um. Er optimiert sich für die bevorstehende Aufgabe. Mäuse ohne das Gen für AQP7 hatten deutlich größere Fettzellen. Fasten schaltet einen molekularen Beschleuniger für den Fettabbau an.14
Die Biochemie der Fettoxidation ist bei Vögeln und Säugetieren identisch. Trockenfasten verbrennt Fett aus zwei Gründen. Aus Energiehunger und aus Wasserdurst. Wasserfasten kennt nur den ersten. Der zweite macht das Tempo. Der Körper greift das Fett an, nicht den Muskel, weil das Fett mehr Wasser liefert. Erfahrene Trockenfastende verlieren ein Kilo pro Tag.
Der Mensch wird zum Kamel.
In der Wüste gedeihen. Im Garten verkümmern.
Die azidotische Krise ist der Wendepunkt. Der fastende Körper verbrennt sein Fett, aber ohne Kohlenhydrate als Zündholz verbrennt es unvollständig — es schwelt. Aus dem Fett entstehen drei Ketonkörper. Acetoacetat, Beta-Hydroxybutyrat, Aceton. Sie sind sauer. Der Körper verteidigt seinen pH-Wert wie nichts sonst. Zwischen 7,35 und 7,45 darf er sich bewegen. Beim Fasten reißt diese Verteidigung. Der pH fällt unter 7,35. Das ist die Azidose.
Die Krise entsteht, weil der Körper die Ketonkörper schneller produziert, als er sie verbrennen kann. Sie stauen sich im Blut. Gleichzeitig setzt die Fettverbrennung alles frei, was im Fett lag. Schwermetalle, Pestizide, Weichmacher, Medikamentenreste. Das ganze Lager eines Lebens.
Saures Blut und freigesetzte Gifte bewirken Kopfschmerzen, Übelkeit, Mundgeruch nach Aceton, Schwäche, Schwindel, Herzrasen, manchmal Fieber. Der Mund schmeckt metallisch. Der Urin wird dunkel. Der ganze Körper stinkt. Er reinigt sich von innen nach außen. Und Müllverbrennung stinkt. Erst in der Azidose schalten die Lysosomen auf volle Kraft. Sie brauchen Säure, um zu funktionieren. Vorher war alles Schonbetrieb.
Dieselbe Säure programmiert das Immunsystem um. Makrophagen, die bei Asthma und Autoimmunerkrankungen das Falsche angreifen, feuern nicht mehr. Die Azidose zwingt sie, Zellschrott abzubauen statt Phantome zu jagen. Die Armee kehrt zurück, baut die Stadt wieder auf.15
Für mich war das der einzige Ausweg.
Filonov beschreibt zwei azidotische Krisen. Die erste kommt zwischen Tag drei und fünf. Sie markiert die vollständige Umstellung auf Ketose. Die zweite zwischen Tag neun und elf. Hier erreicht die Autophagie ihr Maximum. Filonov nennt den neunten Tag den entscheidenden. Wer vorher abbricht, verpasst die zweite Krise. Und nur die zweite heilt.
Nach der Krise ist der Körper still. Chronische Schmerzen lösen sich. Die Haut wird ruhig. Als hätte jemand den Fernseher ausgeschaltet, der seit Jahren im Hintergrund lief.
So weit die Erfahrung. Jetzt die Zahlen.
Die erste peer-reviewte Trockenfasten-Studie außerhalb Russlands stammt aus Griechenland.16 Zehn Probanden fasteten fünf Tage ohne Nahrung und Wasser. Tägliche medizinische Überwachung.
Die Medizin warnt vor Nierenversagen. Die Nieren arbeiteten besser als zuvor. Blutdruck, Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung blieben durchgehend normal.17 Kreatinin, Harnstoff, Kalium, Natrium, Glukose — alles im sicheren Bereich. Die antioxidative Kapazität des Blutes stieg um achtzig Prozent. Die Harnsäure verdoppelte sich. Albumin stieg um 18 Prozent, die roten Blutkörperchen um 13 Prozent. In fünf Tagen verloren die Teilnehmer sieben Kilo und acht Zentimeter Bauchumfang.
Erythropoietin (EPO), das Hormon der Blutbildung, fiel unter Bedingungen, in denen es normalerweise steigt, um 65 Prozent. Der Körper versorgt sich so effizient mit Sauerstoff, dass er EPO nicht mehr braucht. Weniger Blutvolumen bei gleicher Immunzellzahl ergibt höhere Konzentration pro Milliliter. Das Blut wird dichter, nicht schwächer.
Fünf Jahre später erschien die nächste Studie derselben Gruppe. Sie bestätigte alles. IGF-1 stieg, ein Wachstumsfaktor. Die Insulinresistenz fiel. Leber und Muskel blieben unangetastet. Die Nieren arbeiteten weiterhin besser.18
Zwei Studien, fünf Jahre auseinander, dasselbe Ergebnis. Trockenfasten ist nicht gefährlich. Es ist wirksam. Letzteres ist der Grund, warum Ersteres behauptet wird.
Dumm nur, dass Trockenfasten niemand anderes reich macht. Eine Sitzung in einer hyperbaren Sauerstoffkammer kostet zwischen 150 und 600 Euro. Sichtbarkeit folgt dem Geld. Trockenfasten erledigt die hyperbare Sauerstofftherapie — achtzig Prozent mehr antioxidative Kapazität gegen messbare oxidative Schäden.19
Trotzdem existiert die hyperbare Sauerstofftherapie noch. So wie Flaschenwasser noch existiert. So wie Antidepressiva noch existieren. Der Grund ist kein medizinischer. Die Pharmaindustrie versucht, Autophagie künstlich nachzubauen. Der Körper baut sie seit Millionen Jahren.
Was die Zahlen nicht zeigen, spürt der Körper.
Fettgewebe ist kein totes Lager. Es feuert Entzündungssignale in den ganzen Körper. Verschwindet das Fett, verschwinden die Marker.20 Das Gehirn wird klar, weil der Beschuss aufhört. Der Hippocampus schrumpft als Erstes, wenn der Körper vergiftet ist. Und wächst als Erstes nach, sobald die Vergiftung aufhört. 203 Kubikmillimeter Unterschied.21 Depression gehört dazu. Sie ist eine chronische Entzündung des Gehirns.22
Mit dem Fett verließen mich Giftlager. Die Gifte im Fett hatten meine Neurochemie umgebaut. Mehrere Kilo Giftdepot heißen mehrere Kilo Hormonsabotage. Verschwindet das Depot, schaltet das Hormonsystem zurück. Cortisol, Östrogen, Testosteron, Schilddrüse. Jedes war verzerrt. Jedes fand zurück. Nach dem Gewichtsverlust war ich ein anderer Mensch. Stabiler, wacher, schneller im Denken. Und mit den Hormonen das Verhalten.
Charakter ist Ergebnis von Exposition. Fehlt der Stoff, fehlt das Verhalten. Der Effekt reicht in die Gene.
Trockenfasten verlängert das Leben auf zwei nachweisbaren Ebenen. Der genetischen und der muskulären. Beta-Hydroxybutyrat öffnet Gene, die im Alltag geschlossen bleiben. Gene für Stressresistenz und den Aufbau neuer Mitochondrien.23 Gleichzeitig reguliert das Fasten zwei Langlebigkeitsgene hoch. SIRT1 und SIRT3.24
Mikhail Blagosklonny hat in über vierhundert Publikationen gezeigt, warum das entscheidend ist. Alterung ist kein Verschleiß. Sie ist ein Wachstumsprogramm, das nicht abgeschaltet wird, wenn das Wachstum endet. Der Schalter heißt mTOR. Er treibt Zellwachstum, Proliferation, Insulinresistenz, Entzündung, Krebs. Alles, was nach der Reproduktionsphase weiterläuft, obwohl es aufhören müsste. Fasten hemmt mTOR. Trockenfasten hemmt es härter, weil der hypertone Stress einen zweiten Hemmweg öffnet, den Wasserfasten nicht erreicht.25
Myostatin ist das Protein, das verhindert, dass Muskeln grenzenlos wachsen.26 Fasten schaltet es ab.27 Nach zwei Wochen Fasten blieb Myostatin drei Monate lang unterdrückt.28 Drei Monate, in denen der Körper Muskeln besser aufbaut als zuvor. Das Fasten ist längst vorbei, und der Effekt läuft weiter. Gleichzeitig steigt das Wachstumshormon beim Fasten um das Zwölffache.29 Der Muskel bleibt.30
Beim Trockenfasten kommen Nährstoffentzug und hypertoner Stress zusammen. Wasserfasten dämpft die Bremse. Trockenfasten reißt sie heraus. Fett verbrennen, Muskel schützen, Wachstumsbremse senken, Gene öffnen. Keine andere Methode trifft alle vier.
Muskelmasse und Griffkraft sind heute die schärfsten Langlebigkeitsmarker, die die Forschung kennt. Eine Lancet-Studie an 140.000 Menschen hat gezeigt, dass fünf Kilo weniger Griffkraft die Gesamtsterblichkeit um 16 Prozent erhöhen.31
Der Effekt hält Monate. In derselben Zeit, in der herkömmliche Diäten den Muskel verzehren, baut der trockenfastende Körper neuen auf. Kein Proteinpulver. Kein Kreatin. Kein Studio.
Zwei griechische Studien haben es gemessen. Was russische Ärzte seit den fünfziger Jahren an Tausenden dokumentieren, erreichte die westliche Fachliteratur siebzig Jahre später. Auf Griechisch, nicht auf Deutsch.
Wissenschaft verteidigt ihre Methode unabhängig vom Standort. Eine Druckkammerstudie in Sankt Petersburg ist genauso valide wie eine an der Charité. Die griechischen Studien haben die russischen Befunde nach westlichem Standard bestätigt. Wer sie an die Herkunft koppelt, hat mit Wissenschaft so viel zu tun wie ein Astrologe mit einem Teleskop. Das ist struktureller Rassismus, der in Deutschland vor allem russische Forschung trifft. Vor fünf Jahren traf es chinesische, vor sechzig Jahren sowjetische, vor 85 Jahren jüdische. Die Liste der Länder, deren Wissenschaft in Deutschland aus Reflex disqualifiziert wurde, ist lang. Die Liste der Erkenntnisse, die dabei verloren gingen, länger.
1933 traf es Einstein und Meitner. Heute trifft es russische Fastenforscher, deren Studien in Deutschland nicht zitiert werden.
In Russland praktiziert man die Methode, die Krebs, Asthma, Hypertonie und Autoimmunerkrankungen erreicht. Sie kostet nichts. In Deutschland schluckt man Antidepressiva. Wartet auf den nächsten Schub. Generiert Umsatz.
Daten haben keine Nationalität.
Blagosklonny wurde in Sankt Petersburg ausgebildet und forschte in den USA. Sein Name steht in jeder ernsthaften Diskussion über Alterung und mTOR. Die klinische Fastenforschung seiner Landsleute bleibt unsichtbar.32
Die russische Medizin hat seit den 1950er Jahren systematisch erforscht, was im deutschen Sprachraum bis heute ignoriert wird. 84 Dissertationen zum therapeutischen Fasten zwischen 1960 und 2010. Pulmonologie, Kardiologie, Neurologie, Psychiatrie. Staatliche Leitlinien seit 1969. 2005 wurde Trockenfasten offizielle Leitlinie.33
Der Pathophysiologe Vladimir Pashutin schrieb bereits 1902 über Fasten ohne Wasser. Manuil Pevzner, Gastroenterologe, erweiterte es 1958. Den eigentlichen Durchbruch brachte ab den 1950er Jahren der Psychiater Yuri Nikolayev am Moskauer Forschungsinstitut für Psychiatrie. Nikolayev behandelte über 8.000 Patienten mit therapeutischem Fasten, überwiegend mit psychiatrischen Erkrankungen. Siebzig Prozent der Schizophrenen besserten sich. Sechs Jahre später hielten 47 Prozent diese Besserung noch aufrecht.34 Nikolayev entwickelte aus diesen Befunden die RDT-Methode, die bis heute in russischen Fastenkliniken angewendet wird.35
In Deutschland bekommen sie Ziprasidon und Akathisie. Der Suizid überrascht dann alle.
Zwei russische Doktorarbeiten gingen dem Trockenfasten direkt nach. Valery Zakirov teilte 375 Asthmapatienten in drei Gruppen. Medikamente. Wasserfasten. Kombiniertes Trocken-Wasser-Fasten.36 Die Kombinationsgruppe schnitt in allen Endpunkten am besten ab.
Igor Khoroshilov erhielt 1994 den Auftrag einer russischen Militärbehörde, die wissen wollte, ob Soldaten ohne Wasser drei Tage überleben können.37
Er führte die Studie in einer Druckkammer durch, mit vollständiger metabolischer Erfassung. Kein einziges Körpersystem zeigte Schäden. Bei Patienten, die bereits wasserfasteten, ergänzte er ein bis drei Tage Trockenfasten. Der therapeutische Effekt verstärkte sich. Aus derselben Dissertation stammt die Formel, die heute ohne Quellenangabe durch die Trockenfasten-Literatur geistert. Ein Tag Trockenfasten ist drei Tage Wasserfasten.
1993 testete eine staatliche Expertenkommission aus sechs Professoren die neuntägige Trockenfasten-Methode von Leonid Shchennikov an zwanzig Patienten. Lungenkrebs, Asthma, Hypertonie, Uterusmyome, Magengeschwüre, Immunschwäche. Sechzehn verschiedene Diagnosen. Shchennikov war Autodidakt mit Krankenhauserfahrung. Er hatte seine Methode über zwei Jahrzehnte an sich selbst erprobt. Bis zu 21 Tage am Stück. Die Kommission empfahl das Patent. Es wurde 1993 erteilt.38
Mitte der 1990er Jahre führte die Staatliche Akademie Iwanowo eine klinische Studie zum Trockenfasten bei Krebs und schwerer Immunschwäche durch.39 Trockenfasten erzeugt höhere Konzentrationen biologisch aktiver Substanzen, Hormone und Immunzellen als Wasserfasten. Die Gruppe sah »ernsthafte Perspektiven« für die Krebstherapie.
Das Leningrader Forschungsinstitut für Pulmonologie unter Alexey Kokosov behandelte über tausend Asthmapatienten und veröffentlichte mehr als hundert Fachartikel. Das ist die größte systematische Untersuchung des therapeutischen Fastens bei Bronchialasthma in der Weltliteratur. Das Institut gab offizielle Leitlinien heraus.40
Trockenfasten hat denselben Defekt wie DMSO. Beide funktionieren, sind billig und nicht patentierbar. DMSO stoppt zerstörerische Entzündungen, macht als irreversibel geltende Lähmungen rückgängig und bewahrt Organe nach Infarkten vor dem Absterben.41 Kein Arzt kann damit seine Hypothek abzahlen. Oder seine Kinder auf eine Privatschule schicken. In Deutschland müssen es Menschen heimlich nehmen.42
Jeder Patient, der eine Chemotherapie bekommt, ohne dass ihm jemand sagt, was Autophagie ist, ist ein Beweisstück. Gegen den Arzt, der es weiß und schweigt. Gegen die Universität, die es nicht lehrt, weil es nichts kostet. Trockenfasten ist das erste und das letzte Heilmittel.
Das erste, wenn ich krank werde. Das letzte, bevor ich springe.



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Redaktioneller Hinweis: Die wissenschaftlichen Aussagen in diesem Text basieren auf begutachteter Fachliteratur. Biografische Passagen sind Erfahrungsbericht, keine Verallgemeinerung. Es bestehen keine Interessenkonflikte. Meinungen sind kein Ersatz für Daten. Hyperton heißt: salziger als normal. Salz erhöht die Blutosmolalität, ADH mobilisiert Wasser aus dem Fett. Der Effekt entsteht auch ohne Salz — der sicherere Weg.
Paula Nunes, Thomas Ernandez, Isabelle Roth, et al., »Hypertonic stress promotes autophagy and microtubule-dependent autophagosomal clusters«, in: Autophagy, Vol. 9, Issue 4, 04.02.2013, 550—67.
Norito Tamura, Taki Nishimura, Yuriko Sakamaki, et al., »Differential requirement for ATG2A domains for localization to autophagic membranes and lipid droplets«, in: FEBS Letters, Vol. 591, Issue 23, 20.11.2017, 3819—30.
Weiches Trockenfasten erlaubt Hautkontakt mit Feuchtigkeit, hartes nicht. Die harte Form verhindert, dass der Körper über die Haut Wasser registriert und die endogene Produktion drosselt.
Hypertoner Stress verlegt die Mikrotubuli. Die Autophagie läuft schneller, weil die Wege kürzer sind.
Naoki Tamura, Shun Kageyama, Masaaki Komatsu, Satoshi Waguri, »Hyperosmotic Stress Induces Unconventional Autophagy Independent of the Ulk1 Complex«, in: Molecular and Cellular Biology, Vol. 39, Issue 16, 29.07.2019, e00024-19.
Qiao Ye, Yonghong Wu, Yan Gao, et al., »The ›selfish brain‹ is regulated by aquaporins and autophagy under nutrient deprivation«, in: Molecular Medicine Reports, Vol. 13, Issue 5, 11.03.2016, 3842—8. — In Rattenhirnen lag LC3-II bei Trockenfasten fünfzig Prozent höher als bei Wasserfasten.
Susmita Kaushik, Urmi Bandyopadhyay, Sunandini Sridhar, et al., »Chaperone-mediated autophagy at a glance«, in: Journal of Cell Science, Vol. 124, Issue 4, 31.01.2011, 495—9.
Sergej I. Filonov, Сухое лечебное голодание: мифы и реальность, Barnaul/Altai 2008.
Claire Laurens, Franziska Grundler, Anthony Damiot, et al., »Is muscle and protein loss relevant in long‐term fasting in healthy men? A prospective trial on physiological adaptations«, in: Journal of Cachexia, Sarcopenia and Muscle, Vol. 12, Issue 6, 20.10.2021, 1690—703.
Laurens et al. 2021.
Anja Mähler, Carmen Jahn, Lars Klug, et al., »Metabolic Response to Daytime Dry Fasting in Bahá’í Volunteers—Results of a Preliminary Study«, in: Nutrients, Vol. 14, Issue 1, 29.12.2021, 148.
Filonov 2008, Kap. »Противопаразитарное лечение«.
Flaschenwasser, das nicht im Zellverbund von Nahrung aufgenommen wird, ist Entzündung zum Trinken. Die Industrie nennt das Hydration.
Fettsäuren verbrennen zu CO₂ und H₂O. Palmitinsäure (häufigste): C₁₆H₃₂O₂ + 23 O₂ → 16 CO₂ + 16 H₂O. Die zusätzliche Masse kommt aus dem eingeatmeten Sauerstoff. Ausbeute variiert mit Kettenlänge. Hyperton entsteht EZ-Wasser — strukturiert, leitfähig, zelluläre Batterie.
Karina Torres Mojica, Jorge R. Miranda Massari, Jose R. Rodriguez, et al., »Structured Water and Cancer: Orthomolecular Hydration Therapy«, in: Journal of Cancer Research Updates, Vol. 12, 14.03.2023, 5—9.
Joanna Rutkowska, Edyta T. Sadowska, Mariusz Cichoń, Ulf Bauchinger, »Increased fat catabolism sustains water balance during fasting in zebra finches«, in: Journal of Experimental Biology, Vol. 219, Issue 17, 01.09.2016, 2623—8.
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Mariusz T. Skowronski, Agnieszka Skowronska, Aleksandra Rojek, et al., »Prolonged Starvation Causes Up-Regulation of AQP1 in Adipose Tissue Capillaries of AQP7 Knock-Out Mice«, in: International Journal of Molecular Sciences, Vol. 17, Issue 7, 22.07.2016, 1101.
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Chongyang Huang, Jun Wang, Hongbin Liu, et al., »Ketone body β-hydroxybutyrate ameliorates colitis by promoting M2 macrophage polarization through the STAT6-dependent signaling pathway«, in: BMC Medicine, Vol. 20, 15.04.2022, 148.
Ioannis-Eleemon Papagiannopoulos-Vatopaidinos, Maria I. Papagiannopoulou, Vassilis I. Sideris, »Dry Fasting Physiology: Responses to Hypovolemia and Hypertonicity«, in: Complementary Medicine Research, Vol. 27, Issue 4, 20.01.2020, 242—51.
Drei Hormone stabilisierten das System. ADH (plus sechzig Prozent) stoppte die Urinproduktion. Renin (plus 315 Prozent) verengte die Gefäße. Aldosteron (plus 61 Prozent) hielt Natrium und Wasser zurück (Papagiannopoulos-Vatopaidinos et al. 2020).
Papagiannopoulos-Vatopaidinos, Papagiannopoulou, Eleni N. Dotsika, »Hypoglycemia compensation mechanisms in dry fasting«, in: Metabolism Open, Vol. 26, 15.04.2025, 100363.
Die hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) erzeugt oxidativen Stress und hofft auf Adaptation. Die Evidenz spricht dagegen. Drei Sitzungen reichten, um die neutrophile ROS-Kapazität zu erschöpfen.
Silke D. de Wolde, Rick H. Hulskes, Stijn W. de Jonge, et al., »The Effect of Hyperbaric Oxygen Therapy on Markers of Oxidative Stress and the Immune Response in Healthy Volunteers«, in: Frontiers in Physiology, Vol. 13, 31.01.2022, 826163. — Nach 15 Sitzungen stiegen oxidative Marker, während die antioxidativen Enzyme SOD und Katalase sanken.
Serena Benedetti, Antonio Lamorgese, Michele Piersantelli, et al., »Oxidative stress and antioxidant status in patients undergoing prolonged exposure to hyperbaric oxygen«, in: Clinical Biochemistry, Vol. 37, Issue 4, April 2004, 312—7.
Claudia Dennog, Peter Radermacher, Yvonne A. Barnett, Günter Speit, »Antioxidant status in humans after exposure to hyperbaric oxygen«, in: Mutation Research — Fundamental and Molecular Mechanisms of Mutagenesis, Vol. 428, Issues 1—2, 16.07.1999, 83—9.
Für die Wellness-Indikationen der HBO (Entzündungshemmung, Anti-Aging, kognitive Klarheit) liefert Trockenfasten stärkere Ergebnisse: null Kosten, achtzig Prozent mehr antioxidative Kapazität, kein oxidativer Stress (Papagiannopoulos-Vatopaidinos et al. 2020).
Interleukin-6, TNF-alpha.
Ayse L. Mindikoglu, Jihwan Park, Antone R. Opekun, et al., »Dawn-to-dusk dry fasting induces anti-atherosclerotic, anti-inflammatory, and anti-tumorigenic proteome in peripheral blood mononuclear cells in subjects with metabolic syndrome«, in: Metabolism Open, Vol. 16, 01.11.2022, 100214. — ApoB (LDL-Baustein) und CD36 (Plaquebildner) sanken. LSP1 (tumorsuppressiv) stieg, Calmodulin-Proteine (tumorfördernd) sanken. HSPA8 (Hitzeschockprotein, kardioprotektiv) vervierfachte sich.
Felice N. Jacka, Nicolas Cherbuin, Kaarin J. Anstey, et al., »Western diet is associated with a smaller hippocampus: a longitudinal investigation«, in: BMC Medicine, Vol. 13, 08.09.2015, 215.
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Mikhail V. Blagosklonny, »Aging is not programmed: Genetic pseudo-program is a shadow of developmental growth«, in: Cell Cycle, Vol. 12, Issue 24, 15.11.2013, 3736—42; ders., »From rapalogs to anti-aging formula«, in: Oncotarget, Vol. 8, Issue 22, 22.05.2017, 35492—507.
Blagosklonnys Hyperfunction-Theorie: Nicht Verfall tötet, sondern das Weiterlaufen von Programmen, die im Jugendalter nützlich waren. mTOR ist der Treiber. Rapamycin hemmt ihn pharmakologisch, Fasten physiologisch.
Alexandra C. McPherron, Se-Jin Lee, »Double muscling in cattle due to mutations in the myostatin gene«, in: PNAS, Vol. 94, Issue 23, 11.11.1997, 12457—61.
Markus Schuelke, Kathryn R. Wagner, Leslie E. Stolz, et al., »Myostatin Mutation Associated with Gross Muscle Hypertrophy in a Child«, in: New England Journal of Medicine, Vol. 350, Issue 26, 24.06.2004, 2682—8.
Laurens et al. 2021.
Yaqian Hao, Yu Fu, Liangliang Sun, et al., »A novel fasting regimen revealed protein reservation and complement C3 down-regulation after 14-day’s continual dietary deprivation«, in: Frontiers in Endocrinology, Vol. 14, 06.07.2023, 1150547.
Kian Y. Ho, Johannes D. Veldhuis, Michael L. Johnson, et al., »Fasting enhances growth hormone secretion and amplifies the complex rhythms of growth hormone secretion in man«, in: Journal of Clinical Investigation, Vol. 81, Issue 4, April 1988, 968—75.
Mark L. Hartman, Veldhuis, Johnson, et al., »Augmented growth hormone (GH) secretory burst frequency and amplitude mediate enhanced GH secretion during a two-day fast in normal men«, in: Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, Vol. 74, Issue 4, 01.04.1992, 757—65.
Benjamin D. Horne, Jeffrey L. Anderson, Heidi T. May, et al., »Weight loss-independent changes in human growth hormone during water-only fasting: a secondary evaluation of a randomized controlled trial«, in: Frontiers in Endocrinology, Vol. 15, 07.02.2025, 1401780. — Bei niedrigem Ausgangs-HGH medianer Anstieg 1.225 Prozent, bei höherem fünfzig Prozent.
Papagiannopoulos-Vatopaidinos et al. 2020; Mähler et al. 2021. (Körperfett sank, Muskelmasse unverändert.)
Darryl P. Leong, Koon K. Teo, Sumathy Rangarajan, et al., »Prognostic value of grip strength: findings from the Prospective Urban Rural Epidemiology (PURE) study«, in: The Lancet, Vol. 386, Issue 9990, 18.07.2015, 266—73.
Blagosklonny: Erstes Medizininstitut Sankt Petersburg, ab 1994 Roswell Park, Buffalo. Gründer Oncotarget (2010—2017), über 400 Publikationen in Cell, PNAS, Nature Reviews. h-Index unter den höchsten der Alterungsforschung.
Filonov, 20 вопросов и ответов о сухом лечебном голодании, Barnaul/Altai 2008. Englische Übersetzung: 20 Questions and Answers About Dry Fasting, o. O. 2020.
84 Dissertationen nach Fachgebiet: Pulmonologie 19, Kardiologie 19, Neurologie/Psychiatrie 18, Gastroenterologie 10, Physiologie/Pathophysiologie 10, Hämatologie 3, Dermatologie 2, Endokrinologie 1.
Министерство здравоохранения Российской Федерации, Применение разгрузочно-диетической терапии (РДТ) в восстановительной медицине. Методические рекомендации, Moskau 2005.
Metabolische Linie: Gennadi Dorochow, Применение разгрузочно-диетической терапии в комплексном лечении больных алиментарным ожирением, Autoreferat der Dissertation zur Erlangung des Kandidatengrads der medizinischen Wissenschaften, Moskau 1996. — Achtzehn adipöse Patienten, kombiniertes Trockenfasten.
Juri Sergejewitsch Nikolajew, Голодание ради здоровья, Moskau 1973. Englische Rezeption: Allan Cott, Fasting as a Way of Life, New York 1977. — Daten aus Nikolajews Publikationen, Moskauer Forschungsinstitut für Psychiatrie, 1950er—1980er.
РДТ: разгрузочно-диетическая терапия, wörtlich »Entlastungs- und Diät-Therapie«.
Valeri Alexandrowitsch Sakirow, Клинико-функциональная характеристика и особенности лечения больных бронхиальной астмой с сопутствующей патологией внутренних органов с применением разгрузочно-диетической терапии, Autoreferat der Dissertation zur Erlangung des Kandidatengrads der medizinischen Wissenschaften, Moskau 1990. — Drei Gruppen: Medikamente (225), Wasserfasten (120), Trockenfasten kombiniert (30).
Igor Jewgenjewitsch Choroshilow, Клинико-гигиенические аспекты абсолютного (сухого) голодания, Autoreferat der Dissertation zur Erlangung des Kandidatengrads der medizinischen Wissenschaften, Sankt Petersburg 1994. — Auftraggeber: militärmedizinische Forschungseinrichtung. Druckkammer, gesunde Probanden, drei Tage trocken. Vollständige metabolische Erfassung.
Leonid Alexandrowitsch Schtschennikow, Способ оздоровления организма, Patent der Russischen Föderation Nr. 2021860, Moskau 1993.
Staatlicher Test vor Patenterteilung. Sechs Professoren, zwanzig Patienten (20—63 Jahre). Hypertonie, Osteochondrose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenkrebs, Bronchialasthma, Nierensteinleiden, Magengeschwür, Immunschwäche, Uterusmyom. Zwei Tage Vorbereitung, neun Tage Trockenfasten, drei Tage Ausstieg.
Staatliche Medizinische Akademie Iwanowo (Ивановская государственная медицинская академия). Referiert bei Filonov 2008.
Alexej Nikolajewitsch Kokosow, Sergej Georgijewitsch Ossinin, Разгрузочно-диетическая терапия больных бронхиальной астмой, Leningrader Wissenschaftliches Forschungsinstitut für Pulmonologie, Leningrad 1984, erweiterte Neuauflagen bis in die 1990er Jahre. Englische Übersetzung: Therapeutic Fasting in Bronchial Asthma Patients, o. O. 2020.
Zwei Jahrzehnte Forschung, mehr als eintausend Asthmapatienten, mehrere staatliche Kliniken, über einhundert Fachartikel.
Stanley W. Jacob, Robert Herschler, »Pharmacology of DMSO«, in: Cryobiology, Vol. 23, Issue 1, Februar 1986, 14—27; ders., Jack C. de la Torre, Dimethyl Sulfoxide (DMSO) in Trauma and Disease, Boca Raton 2015.
DMSO ist in Deutschland frei verkäuflich, doch wer es medizinisch anwendet, verschweigt es seinem Arzt, weil der sonst aufhört zuzuhören. Wer trockenfastet, verschweigt es seiner Mitwelt, weil die sonst den psychiatrischen Krisendienst ruft. Die Unterdrückung braucht nur eine Handvoll widerlegter Behauptungen (Nierenversagen, Dehydratation, Organschäden), die so oft wiederholt werden, dass sie als Wissen gelten. Wer widerspricht, wird schlicht für verrückt erklärt. Das ist billig.






Vielen Dank für diese Informationsdichte. Wo finde ich die beste Anleitung, dies zu tun? So als Anfänger?
Ich habe bisher nur Wasserfasten gemacht. Allerdings habe ich davor schon ketogen gegessen, so daß ich vorab durch die "Grippe" ging, bevor das eigentliche Fasten begann.
Benutzt du dann auch Glaubersalz o. ä. zu Beginn?
Danke!