Danke mal wieder für diesen Beitrag, für den du von den Pharma-Gläubigen wahrscheinlich wieder ordentlich zerpflückt werden wirst. Von all den Menschen, die sich entkoppelt haben von den Kräften der Selbstheilung.
Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen:
Fasten ist eines der wirksamsten Mechanismen unseres biologischen Körpers und wirkt auch auf allen anderen Ebenen, wie z.B. der energetischen und geistigen.
Das, was viele Menschen beim Fasten als Qual (statt als Heilung) betrachten, passiert nicht im Körper, sondern in deinen Gedanken.
Denn Fasten ist die absolute Konfrontation mit dir selbst, mit deinen eigenen Gewohnheiten und Konditionierungen, der dich gnadenlos konfrontiert, mit dem, was dich von dir selbst und einem artgerechten Leben entfernt hat. Mit dem, wie und was du mit Essen kompensierst und wieweit dieses inzwischen von wirklicher Nahrung und dem, was dir in Wahrheit dient, entfernt ist.
Deshalb ist Fasten nicht einfach nur Verzicht auf Essen und Trinken, sondern ein tiefer, innerer Prozesses der Rückverbindung mit deinem Wesenskern. Und das ist Selbstheilung.
Die Konfrontation mit Gewohnheiten und Mustern, ist der häufigste Grund für den Abbruch. Wenn der Körper von Wachstum auf Reparatur schaltet, fühlt sich das mental wie eine Begegnung mit sich selbst an, weil dieselben Signalwege, die den Körper steuern, auch das Gehirn steuern.
Bei mir bleibt es bei dem, was sich messen lässt.
Die Wirkung von Fasten braucht keine spirituelle Erklärung. Die Biologie ist eindeutig und daher ausreichend. Und ehrlich gesagt sind Wissenschaft und Medizin spektakulär genug.
Ehrlich gesagt gibt es dazu wenig Gescheites. Deswegen schreibe ich gerade selbst eins. Medizinisch fundiert und praktisch umsetzbar. Erscheint voraussichtlich im Juni, ich stelle es hier vor. Bis dahin findest du meine bisherigen Bücher hier: kokos-und-zitrone.de/p/bucher
Nach meinem Erleben ist der Prozess des Fastens absolut individuell. Ich bin damals der Empfehlung gefolgt - und möchte sie als solche weitergeben - sich nicht vorher mit Wissen vollzustopfen, keinen Do‘s & Dont‘s zu folgen, sondern den Prozess als bewusste Körper- und Selbsterfahrung zu erleben.
Ich finde diesen Artikel klasse und auch echt gut untermalt. Wenn ich eine solche Erkrankung bekäme, würde ich sehr ähnlich handeln. Vor Jahren habe ich den Lichtbahrungsprozess mit Jasmuheen erlebt und weiss um das Potenzial. Aber ich hatte einen an Krebs erkrankten Bekannten, der es versucht hat, den (noch lokal begrenzten) Tumor auszuhungern. Und das ist damals gescheitert. Es gehört viel Mut und vielleicht noch ein paar mehr Faktoren dazu, in einer akuten Situation sich für diesen Pfad zu entscheiden. Aber ja, er ist sicher eine mehr als valide Möglichkeit anstatt den Giftcocktails.
3. Die Wirksamkeit einer ketogenen Diät i.V.m Fasten ist nicht ausreichend geklärt.
de Groot, S., Pijl, H., van der Hoeven, J.J.M. et al. Effects of short-term fasting on cancer treatment. J Exp Clin Cancer Res 38, 209 (2019). https://doi.org/10.1186/s13046-019-1189-9
Das ist der erste Kommentator unter Hunderten, der tatsächlich Studien mitbringt. Allein dafür könnte ich weinen vor Freude.
Jetzt zu den Studien.
Erstens: DeBerardinis und Chandel beschreiben metabolische Flexibilität. Existiert. Aber der Warburg-Effekt ist so robust, dass die gesamte PET-Diagnostik darauf basiert. Onkologen finden Tumore, indem sie radioaktive Glukose injizieren und schauen, wo sie sich anreichert. Die Methode funktioniert, weil Krebszellen Glukose gierig aufnehmen. Solange die Radiologie ihre Geräte nicht abschaltet, ist “zuckersüchtig” keine Übertreibung.
Deine erste Studie widerspricht also dem Text nicht, sondern bestätigt seine Grundlage.
Zweitens: Liberti und Locasale differenzieren den Warburg-Effekt. Widerlegen tun sie ihn ebenfalls nicht. Sie erklären bloß, warum Krebszellen Gärung bevorzugen: Tempo und Bauteile für Zellteilung. Und das steht wörtlich in meinem Text. Du zitierst also eine Studie als Gegenargument, die tatsächlich ein weiterer Beleg ist.
Ich werde sie in meinen Text aufnehmen. Vielen Dank für die Zuarbeit.
Drittens: De Groot und Kollegen sagen, dass Hinweise vorhanden sind, und größere Studien nötig seien. In meinem Text steht, warum: dass große Studien ausbleiben, weil niemand sie finanziert. Das macht die Studie aber zu keinem Gegenargument, sondern zu einem weiteren Beleg für meine Systemkritik.
Wir sind uns also einig. Du hast es nur noch nicht gemerkt.
Im Mai 2025 habe ich das letzte Mal fünf Tage Wasserfasten gemacht. "Zufällig" bahnte sich direkt am Morgen des ersten Tages eine Erkältung an. Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen. Doch ich hatte schon zuvor davon gehört, dass das Fasten ein Weg sein kann, einer Erkältung schnell Einhalt zu gebieten. Schließlich wird das Wasserfasten auch Heilfasten genannt. Also fastete ich weiter, obwohl meine Vorprägung (= meine innere Stimme alter Muster) mir weiß machen wollte, dass ich jetzt Nährstoffe und Nahrung brauche.
Nach vier Stunden Fastenwandern (eine Abkürzung, um innerhalb weniger Stunden anstatt mehrerer Tage in den Fettstoffwechsel (Ketose) zu kommen) fühlte ich mich belebt, nicht schwach. Nach zwei weiteren Tagen war die Erkältung verschwunden. Ohne Medikamente, ohne Naturheilmittel, ohne Supplements. Nur durch die Heilkraft meines eigenen Körpers.
Ich habe keine medizinischen Studien dazu erstellt, aber ich bin jetzt umso motivierter, diese Erkenntnisse in einem Beitrag zu teilen.
Und ich will auch unbedingt das Trockenfasten im Vergleich ausprobieren.
Ob Fasten die Verträglichkeit der Chemotherapie verbessert, ist vermutlich von den genauen Randbedingungen (Art des Chemotherapeutikums, Art des Fastens u.a. ) abhängig. Ich habe es in Kombination mit Trastuzumab-Deruxtecan getestet. In diesem Kontext hat begleitendes Fasten (Wasserfasten 24h vor bis 24h nachher) die Verträglichkeit so verschlechtert, dass ich das Fasten abbrechen musste. Ich war eigentlich überzeugt von der Datenlage und suchte im Internet nach weiteren Infos, die den Fehlschlag erklären könnten. In englischsprachigen Selbsthilfeforen zu dem Therapeutikum fand ich den Hinweis, dass die Therapie auf nüchternen Magen schlecht verträglich ist (das gilt auch im Verlauf, mit ausreichend Essen können die Nebenwirkungen eher im Griff behalten werden). Mittlerweile weiß ich z.B., dass ich jeden Tag bis spätestens 18:00 Uhr Abendessen muss. Ich möchte daher darauf hinweisen, dass Fasten die Verträglichkeit individuell auch verschlechtern kann.
Du schreibst: „Krebs ist ein Konstruktionsfehler. Und oft genug einer, den man selbst bestellt hat.“
Krebspatient:innen suchen schon von sich aus oft die Schuld bei sich. Das ist selten hilfreich. Natürlich gibt es klassische Risikofaktoren (Rauchen, Alkohol, Übergewicht, ungesunde Ernährung…). Aber viele hat der/die Einzelne nicht in seiner Kontrolle (Mikroplastik, Pestizidbelastung, Weichmacher mit hormonell aktiven Substanzen, Feinstaub, genetische Faktoren, das Alter usw.). Abgesehen davon, auch wenn man alle klassischen Risikofaktoren meidet, kann man erkranken, denn Krebs ist leider oft auch: Einfach Zufall.
Dass Fasten bei Trastuzumab-Deruxtecan die Verträglichkeit verschlechtert hat, ist gewiss so. Die Studienlage bezieht sich auf klassische Zytostatika. Antikörper-Wirkstoff-Konjugate funktionieren anders. Diese Differenzierung fehlt leider, weil Forschung nicht finanziert wird.
Deine Erfahrung belegt, warum das ein Problem ist.
Zu “selbst bestellt”. Gemeint sind Lebensgewohnheiten. Rauchen, Zucker, Alkohol, Schlafmangel. Er meint nicht dich oder Menschen, die alles richtig gemacht haben und trotzdem erkrankt sind. Krebs kann unverschuldet auftauchen, das ist wahr. Nur oft genug ist Krebs kein Zufall, und es wäre unwissenschaftlich und naiv, das zu bestreiten. Es muss ausgesprochen werden.
Das auszuhalten, ist schwer. Aber nur wer beide Möglichkeiten benennt, bewegt sich auf der Höhe des Problems. Alles andere wäre unseriös.
Es gibt nicht DEN Krebs, sondern es gibt ganz viele unterschiedliche Ursachen, unterschiedliche Arten von Krebs, unterschiedlich betroffene Organe, unterschiedliches Zellwachstum und unterschiedliche Stadien. Da zu behaupten, es gäbe ein einziges Mittel, was alle diese Varianten heilt, widerspricht meinem logischen Menschenverstand. Ich behaupte nicht, dass alles, was du geschrieben hast, vollkommen falsch ist. Aber es ist nicht die ganze Wahrheit. Die ist viel komplexer.
Mein Text behauptet nicht, dass es ein einziges Mittel gibt, das alle Krebsarten heilt. Er beschreibt eine metabolische Schwachstelle, die Krebszellen teilen, den Warburg-Effekt, und zeigt mit Studien, dass Fasten als Ergänzung zur Chemotherapie die Wirksamkeit verbessern und Nebenwirkungen senken kann.
Wie ist denn die Studienlage in Asien? Die wenigsten Menschen dort sind übergewichtig, in Japan leben Menschen länger als sonst wo auf der Welt. Gibt es im Vergleich weniger Krebserkrankungen in Japan? Der Zusammenhang zwischen Ernährung (Komplexität des Darmmikrobioms), Autophagie, (Fasten) und Gesundheit wird in der Longevity-Forschung diskutiert - da kann damit Geld verdient werden.
Danke für den Hinweis. Japan beweist die These in beide Richtungen.
Traditionelle japanische Ernährung, wenig Fleisch, viel Fisch, Soja, pflanzliche Lebensmittel, geht mit der höchsten Lebenserwartung unter den G7-Ländern einher. Das ist sehr auffällig. Hauptsächlich wegen niedriger Sterblichkeit an Herzerkrankungen und Krebs. Brust- und Prostatakrebs sind in Japan super selten. Das hat zu tun mit der mitunter niedrigsten Adipositas-Rate weltweit.
Seit sich der Lebensstil in Japan verwestlicht, steigen aber die adipositas-assoziierten Krebsarten. Darmkrebs, Brustkrebs, Prostatakrebs vor allem. Darmkrebsraten unter japanischen Männern haben die Raten der USA schon erreicht. Sobald Japan isst wie Amerika, stirbt Japan wie Amerika. Die Korrelation ist kausal.
Longevity-Forschung ist auch wichtig. Arbeite ich viel drüber. Patentiertes Pulver, das Fasten simuliert, für 250 Euro pro Zyklus, ist natürlich Quatsch. Nicht essen kostet null Euro. Aber wer daraus ein Produkt macht, hat immerhin verstanden, dass Menschen lieber kaufen als verzichten.
Und um dein persönliches Beispiel zu ergänzen: ich hatte vor 10 Jahren Brustkrebs. Ich habe Chemotherapie bekommen, mir sind die Haare ausgefallen und dann wieder gekommen. Ich habe mich nicht einmal erbrochen und mein Gewicht konstant gehalten.
Dass du Brustkrebs überlebt hast, freut mich aufrichtig. Dass du die Chemotherapie gut vertragen hast, ist deine persönliche Erfahrung. Sie widerlegt keine Studienlage. Und mein Text hätte dir nicht geraten, die Chemotherapie abzusetzen. Er hätte dir geraten, parallel zu fasten, damit dein Körper die Behandlung besser übersteht.
Hervorragender Artikel. So gut, dass ich mich beim Lesen frage, ob ich das meinen Patienten sagen darf oder mich damit strafbar (via Ärztekammer) mache. Gut, dass es russische Studien dazu gibt. Traurig, dass die Deutschen völlig russophob sind. Russische Studien sind nämlich nie Pharma-gesponsert.
Dass du dich als Arzt fragst, ob du deinen Patienten evidenzbasierte Informationen über Fasten geben darfst, ohne dich strafbar zu machen, ist der erschreckendste Satz in dieser gesamten Kommentarsektion. Und gleichzeitig die beste Zusammenfassung meines Textes, die ich mir wünschen könnte.
Zur Herkunft von Studien: Gute Forschung hat keinen Pass. Es geht um Methodik. Ob eine Studie aus Russland, den USA oder Deutschland kommt, ist irrelevant, solange das Design stimmt und die Daten replizierbar sind.
Ich habe nicht gesagt, ich gäbe es nicht weiter. Ich habe mein Gefühl der Bedrohung beschrieben, die mich schon bei den offiziellen Corona Maßnahmen geleitet hat. Aber auch da wollte es kaum jemand hören.
Absolut. Und es bleibt perfide, solange Ärzte es beschreiben, statt dagegen zu handeln. Du hast Patienten. Du hast jetzt die Studien. Die Ärztekammer kann dir Heilversprechen verbieten. Sie kann dir nicht verbieten, Literatur weiterzugeben.
Wie das MSCC-Protokoll durch metabolische Therapie auf Krebs abzielt
1. Einführung in das Protokoll
Das Mitochondrial Stem Cell Connection (MSCC) Protocol ist ein hybrides orthomolekulares Modell zur Erforschung der integrativen Krebsbehandlung, das von Baghli et al. entwickelt und im Zeitschrift für
Orthomolekulare Medizin (Vol. 39, Nr. 3, 2024). Dieses Protokoll basiert auf der aufkommenden MSCC-Theorie und betont den Zusammenhang zwischen der beeinträchtigten oxidativen Phosphorylierung
(OxPhos) in Stammzellen und der Entstehung von Krebsstammzellen (CSCs), von denen angenommen wird, dass sie eine zentrale Rolle beim Tumorwachstum, der Behandlungsresistenz und der Metastasierung
spielen.
Das von einem multidisziplinären Team aus Forschern und Klinikern entwickelte MSCC-Protokoll kombiniert Orthomoleküle (z. B. Vitamine C, D, Zink), umfunktionierte Medikamente (z. B. Ivermectin, Mebendazol),
Ernährungsstrategien (Fasten, ketogene Diät) und ebensstilinterventionen (Bewegung, hyperbare Sauerstofftherapie). Sein Ziel besteht darin, die Mitochondrienfunktion zu verbessern, fermentierbare Brennstoffe zu begrenzen und CSCs und Metastasen zu unterdrücken.
Wichtig ist, dass dieses Protokoll ausschließlich zu Bildungszwecken bereitgestellt wird und kein präskriptiver Behandlungsplan ist.
Danke für den Hinweis. Ich bleibe bei Fasten als Adjuvans zur Chemotherapie, zumal die Studienlage belastbar ist. Bei umfunktionierten Medikamenten wie Ivermectin und Mebendazol fehlt nach wie vor die klinische Evidenz.
Ich kenne das Journal of Orthomolecular Medicine. Es ist in der akademischen Onkologie nicht als methodisch streng anerkannt. Ich verfolge das aufmerksam und bin offen für neue Daten, aber ich bleibe bei dem, was sich kontrolliert nachweisen lässt.
Danke mal wieder für diesen Beitrag, für den du von den Pharma-Gläubigen wahrscheinlich wieder ordentlich zerpflückt werden wirst. Von all den Menschen, die sich entkoppelt haben von den Kräften der Selbstheilung.
Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen:
Fasten ist eines der wirksamsten Mechanismen unseres biologischen Körpers und wirkt auch auf allen anderen Ebenen, wie z.B. der energetischen und geistigen.
Das, was viele Menschen beim Fasten als Qual (statt als Heilung) betrachten, passiert nicht im Körper, sondern in deinen Gedanken.
Denn Fasten ist die absolute Konfrontation mit dir selbst, mit deinen eigenen Gewohnheiten und Konditionierungen, der dich gnadenlos konfrontiert, mit dem, was dich von dir selbst und einem artgerechten Leben entfernt hat. Mit dem, wie und was du mit Essen kompensierst und wieweit dieses inzwischen von wirklicher Nahrung und dem, was dir in Wahrheit dient, entfernt ist.
Deshalb ist Fasten nicht einfach nur Verzicht auf Essen und Trinken, sondern ein tiefer, innerer Prozesses der Rückverbindung mit deinem Wesenskern. Und das ist Selbstheilung.
Danke.
Die Konfrontation mit Gewohnheiten und Mustern, ist der häufigste Grund für den Abbruch. Wenn der Körper von Wachstum auf Reparatur schaltet, fühlt sich das mental wie eine Begegnung mit sich selbst an, weil dieselben Signalwege, die den Körper steuern, auch das Gehirn steuern.
Bei mir bleibt es bei dem, was sich messen lässt.
Die Wirkung von Fasten braucht keine spirituelle Erklärung. Die Biologie ist eindeutig und daher ausreichend. Und ehrlich gesagt sind Wissenschaft und Medizin spektakulär genug.
Liebe Grüße
Kannst du Literatur empfehlen, die ein Fasten begleitet und gut durchdacht ist?
Ehrlich gesagt gibt es dazu wenig Gescheites. Deswegen schreibe ich gerade selbst eins. Medizinisch fundiert und praktisch umsetzbar. Erscheint voraussichtlich im Juni, ich stelle es hier vor. Bis dahin findest du meine bisherigen Bücher hier: kokos-und-zitrone.de/p/bucher
Liebe Grüße
Nach meinem Erleben ist der Prozess des Fastens absolut individuell. Ich bin damals der Empfehlung gefolgt - und möchte sie als solche weitergeben - sich nicht vorher mit Wissen vollzustopfen, keinen Do‘s & Dont‘s zu folgen, sondern den Prozess als bewusste Körper- und Selbsterfahrung zu erleben.
Im Großen und Ganzen passt das auch eher zu meinem alltäglichen Vorgehen. Danke für diese Verstärkung!
Gut, dass TG das Thema so fundiert ausgearbeitet hat und sie das Grundlegende angesprochen hat.
Lieben Dank für deine Antwort!
Gerade wollte ich meine Frage nochmal bearbeiten: Ich hatte nicht mal ein „Bitte“ eingefügt!!
Gerne. Das Bitte war nicht nötig. Die Frage war gut genug.
Ich finde diesen Artikel klasse und auch echt gut untermalt. Wenn ich eine solche Erkrankung bekäme, würde ich sehr ähnlich handeln. Vor Jahren habe ich den Lichtbahrungsprozess mit Jasmuheen erlebt und weiss um das Potenzial. Aber ich hatte einen an Krebs erkrankten Bekannten, der es versucht hat, den (noch lokal begrenzten) Tumor auszuhungern. Und das ist damals gescheitert. Es gehört viel Mut und vielleicht noch ein paar mehr Faktoren dazu, in einer akuten Situation sich für diesen Pfad zu entscheiden. Aber ja, er ist sicher eine mehr als valide Möglichkeit anstatt den Giftcocktails.
Danke für diesen Artikel.
Fasten kann sicher für manche Krebsarten hilfreich sein, es gibt zumindest eine gute Evidenz für metabolische Risiken bei einer schlechten Ernährung.
Aber es ist definitiv kein Therapieersatz. Hier sind ein paar Quellen, die ein etwas anderes Bild abgeben, als es hier geschildert wurde.
1. Krebsstoffwechsel ist flexibel, nicht „zuckersüchtig“:
Ralph J. DeBerardinis, Navdeep S. Chandel
Fundamentals of cancer metabolism.Sci. Adv.2,e1600200(2016).DOI:10.1126/sciadv.1600200
2. „Krebszellen vergären Zucker … oxidative Phosphorylierung wäre effizienter … nimmt man Zucker weg, verhungern sie“
So dumm sind Krebszellen leider nicht:
Maria V. Liberti, Jason W. Locasale,
The Warburg Effect: How Does it Benefit Cancer Cells?,
Trends in Biochemical Sciences, Volume 41, Issue 3, 2016, Pages 211-218, ISSN 0968-0004, https://doi.org/10.1016/j.tibs.2015.12.001.
3. Die Wirksamkeit einer ketogenen Diät i.V.m Fasten ist nicht ausreichend geklärt.
de Groot, S., Pijl, H., van der Hoeven, J.J.M. et al. Effects of short-term fasting on cancer treatment. J Exp Clin Cancer Res 38, 209 (2019). https://doi.org/10.1186/s13046-019-1189-9
Das ist der erste Kommentator unter Hunderten, der tatsächlich Studien mitbringt. Allein dafür könnte ich weinen vor Freude.
Jetzt zu den Studien.
Erstens: DeBerardinis und Chandel beschreiben metabolische Flexibilität. Existiert. Aber der Warburg-Effekt ist so robust, dass die gesamte PET-Diagnostik darauf basiert. Onkologen finden Tumore, indem sie radioaktive Glukose injizieren und schauen, wo sie sich anreichert. Die Methode funktioniert, weil Krebszellen Glukose gierig aufnehmen. Solange die Radiologie ihre Geräte nicht abschaltet, ist “zuckersüchtig” keine Übertreibung.
Deine erste Studie widerspricht also dem Text nicht, sondern bestätigt seine Grundlage.
Zweitens: Liberti und Locasale differenzieren den Warburg-Effekt. Widerlegen tun sie ihn ebenfalls nicht. Sie erklären bloß, warum Krebszellen Gärung bevorzugen: Tempo und Bauteile für Zellteilung. Und das steht wörtlich in meinem Text. Du zitierst also eine Studie als Gegenargument, die tatsächlich ein weiterer Beleg ist.
Ich werde sie in meinen Text aufnehmen. Vielen Dank für die Zuarbeit.
Drittens: De Groot und Kollegen sagen, dass Hinweise vorhanden sind, und größere Studien nötig seien. In meinem Text steht, warum: dass große Studien ausbleiben, weil niemand sie finanziert. Das macht die Studie aber zu keinem Gegenargument, sondern zu einem weiteren Beleg für meine Systemkritik.
Wir sind uns also einig. Du hast es nur noch nicht gemerkt.
Liebe Grüße
💡👌
Krebs ist die teuerste pharmaökonomische Konstruktion unserer Zeit.
Ich danke dir für die fachkundige und sehr engagierte Aufbereitung dieses Themas.🩷🪽
Mir hat besonders gut gefallen, dass die Intelligenz und die Möglichkeit des Körpersystems ein Zentrum in deiner Ausführung gebildet haben.
Es holt mich an einem meiner zentralen Ansätze ab, dem Thema der "Pflege des Regenerationssystems".
Danke. “Pflege des Regenerationssystems” ist ein guter Begriff.
Im Mai 2025 habe ich das letzte Mal fünf Tage Wasserfasten gemacht. "Zufällig" bahnte sich direkt am Morgen des ersten Tages eine Erkältung an. Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen. Doch ich hatte schon zuvor davon gehört, dass das Fasten ein Weg sein kann, einer Erkältung schnell Einhalt zu gebieten. Schließlich wird das Wasserfasten auch Heilfasten genannt. Also fastete ich weiter, obwohl meine Vorprägung (= meine innere Stimme alter Muster) mir weiß machen wollte, dass ich jetzt Nährstoffe und Nahrung brauche.
Nach vier Stunden Fastenwandern (eine Abkürzung, um innerhalb weniger Stunden anstatt mehrerer Tage in den Fettstoffwechsel (Ketose) zu kommen) fühlte ich mich belebt, nicht schwach. Nach zwei weiteren Tagen war die Erkältung verschwunden. Ohne Medikamente, ohne Naturheilmittel, ohne Supplements. Nur durch die Heilkraft meines eigenen Körpers.
Ich habe keine medizinischen Studien dazu erstellt, aber ich bin jetzt umso motivierter, diese Erkenntnisse in einem Beitrag zu teilen.
Und ich will auch unbedingt das Trockenfasten im Vergleich ausprobieren.
Ob Fasten die Verträglichkeit der Chemotherapie verbessert, ist vermutlich von den genauen Randbedingungen (Art des Chemotherapeutikums, Art des Fastens u.a. ) abhängig. Ich habe es in Kombination mit Trastuzumab-Deruxtecan getestet. In diesem Kontext hat begleitendes Fasten (Wasserfasten 24h vor bis 24h nachher) die Verträglichkeit so verschlechtert, dass ich das Fasten abbrechen musste. Ich war eigentlich überzeugt von der Datenlage und suchte im Internet nach weiteren Infos, die den Fehlschlag erklären könnten. In englischsprachigen Selbsthilfeforen zu dem Therapeutikum fand ich den Hinweis, dass die Therapie auf nüchternen Magen schlecht verträglich ist (das gilt auch im Verlauf, mit ausreichend Essen können die Nebenwirkungen eher im Griff behalten werden). Mittlerweile weiß ich z.B., dass ich jeden Tag bis spätestens 18:00 Uhr Abendessen muss. Ich möchte daher darauf hinweisen, dass Fasten die Verträglichkeit individuell auch verschlechtern kann.
Du schreibst: „Krebs ist ein Konstruktionsfehler. Und oft genug einer, den man selbst bestellt hat.“
Krebspatient:innen suchen schon von sich aus oft die Schuld bei sich. Das ist selten hilfreich. Natürlich gibt es klassische Risikofaktoren (Rauchen, Alkohol, Übergewicht, ungesunde Ernährung…). Aber viele hat der/die Einzelne nicht in seiner Kontrolle (Mikroplastik, Pestizidbelastung, Weichmacher mit hormonell aktiven Substanzen, Feinstaub, genetische Faktoren, das Alter usw.). Abgesehen davon, auch wenn man alle klassischen Risikofaktoren meidet, kann man erkranken, denn Krebs ist leider oft auch: Einfach Zufall.
Danke. Dieser Kommentar ist wichtig.
Dass Fasten bei Trastuzumab-Deruxtecan die Verträglichkeit verschlechtert hat, ist gewiss so. Die Studienlage bezieht sich auf klassische Zytostatika. Antikörper-Wirkstoff-Konjugate funktionieren anders. Diese Differenzierung fehlt leider, weil Forschung nicht finanziert wird.
Deine Erfahrung belegt, warum das ein Problem ist.
Zu “selbst bestellt”. Gemeint sind Lebensgewohnheiten. Rauchen, Zucker, Alkohol, Schlafmangel. Er meint nicht dich oder Menschen, die alles richtig gemacht haben und trotzdem erkrankt sind. Krebs kann unverschuldet auftauchen, das ist wahr. Nur oft genug ist Krebs kein Zufall, und es wäre unwissenschaftlich und naiv, das zu bestreiten. Es muss ausgesprochen werden.
Das auszuhalten, ist schwer. Aber nur wer beide Möglichkeiten benennt, bewegt sich auf der Höhe des Problems. Alles andere wäre unseriös.
Ich wünsche dir von Herzen alles Gute.
Es gibt nicht DEN Krebs, sondern es gibt ganz viele unterschiedliche Ursachen, unterschiedliche Arten von Krebs, unterschiedlich betroffene Organe, unterschiedliches Zellwachstum und unterschiedliche Stadien. Da zu behaupten, es gäbe ein einziges Mittel, was alle diese Varianten heilt, widerspricht meinem logischen Menschenverstand. Ich behaupte nicht, dass alles, was du geschrieben hast, vollkommen falsch ist. Aber es ist nicht die ganze Wahrheit. Die ist viel komplexer.
Mein Text behauptet nicht, dass es ein einziges Mittel gibt, das alle Krebsarten heilt. Er beschreibt eine metabolische Schwachstelle, die Krebszellen teilen, den Warburg-Effekt, und zeigt mit Studien, dass Fasten als Ergänzung zur Chemotherapie die Wirksamkeit verbessern und Nebenwirkungen senken kann.
Krasser Artikel - danke 🙏🏼
Also ich erfreue mich oft an Artikeln. Das ich dankbar bin, einen gelesen zu haben, das ist selten.
Wow spannend. Danke!
Dankeschön für deinen Text!
Danke! 🙏
Wie ist denn die Studienlage in Asien? Die wenigsten Menschen dort sind übergewichtig, in Japan leben Menschen länger als sonst wo auf der Welt. Gibt es im Vergleich weniger Krebserkrankungen in Japan? Der Zusammenhang zwischen Ernährung (Komplexität des Darmmikrobioms), Autophagie, (Fasten) und Gesundheit wird in der Longevity-Forschung diskutiert - da kann damit Geld verdient werden.
Danke für den Hinweis. Japan beweist die These in beide Richtungen.
Traditionelle japanische Ernährung, wenig Fleisch, viel Fisch, Soja, pflanzliche Lebensmittel, geht mit der höchsten Lebenserwartung unter den G7-Ländern einher. Das ist sehr auffällig. Hauptsächlich wegen niedriger Sterblichkeit an Herzerkrankungen und Krebs. Brust- und Prostatakrebs sind in Japan super selten. Das hat zu tun mit der mitunter niedrigsten Adipositas-Rate weltweit.
Seit sich der Lebensstil in Japan verwestlicht, steigen aber die adipositas-assoziierten Krebsarten. Darmkrebs, Brustkrebs, Prostatakrebs vor allem. Darmkrebsraten unter japanischen Männern haben die Raten der USA schon erreicht. Sobald Japan isst wie Amerika, stirbt Japan wie Amerika. Die Korrelation ist kausal.
Longevity-Forschung ist auch wichtig. Arbeite ich viel drüber. Patentiertes Pulver, das Fasten simuliert, für 250 Euro pro Zyklus, ist natürlich Quatsch. Nicht essen kostet null Euro. Aber wer daraus ein Produkt macht, hat immerhin verstanden, dass Menschen lieber kaufen als verzichten.
Liebe Grüße
Und um dein persönliches Beispiel zu ergänzen: ich hatte vor 10 Jahren Brustkrebs. Ich habe Chemotherapie bekommen, mir sind die Haare ausgefallen und dann wieder gekommen. Ich habe mich nicht einmal erbrochen und mein Gewicht konstant gehalten.
Dass du Brustkrebs überlebt hast, freut mich aufrichtig. Dass du die Chemotherapie gut vertragen hast, ist deine persönliche Erfahrung. Sie widerlegt keine Studienlage. Und mein Text hätte dir nicht geraten, die Chemotherapie abzusetzen. Er hätte dir geraten, parallel zu fasten, damit dein Körper die Behandlung besser übersteht.
Hervorragender Artikel. So gut, dass ich mich beim Lesen frage, ob ich das meinen Patienten sagen darf oder mich damit strafbar (via Ärztekammer) mache. Gut, dass es russische Studien dazu gibt. Traurig, dass die Deutschen völlig russophob sind. Russische Studien sind nämlich nie Pharma-gesponsert.
Dass du dich als Arzt fragst, ob du deinen Patienten evidenzbasierte Informationen über Fasten geben darfst, ohne dich strafbar zu machen, ist der erschreckendste Satz in dieser gesamten Kommentarsektion. Und gleichzeitig die beste Zusammenfassung meines Textes, die ich mir wünschen könnte.
Zur Herkunft von Studien: Gute Forschung hat keinen Pass. Es geht um Methodik. Ob eine Studie aus Russland, den USA oder Deutschland kommt, ist irrelevant, solange das Design stimmt und die Daten replizierbar sind.
Ich habe nicht gesagt, ich gäbe es nicht weiter. Ich habe mein Gefühl der Bedrohung beschrieben, die mich schon bei den offiziellen Corona Maßnahmen geleitet hat. Aber auch da wollte es kaum jemand hören.
Dann sind wir uns einig. Dass es Mut braucht, das zu tun, wofür man ausgebildet wurde, sagt alles.
Es zeigt wie perfide das System funktioniert.
Absolut. Und es bleibt perfide, solange Ärzte es beschreiben, statt dagegen zu handeln. Du hast Patienten. Du hast jetzt die Studien. Die Ärztekammer kann dir Heilversprechen verbieten. Sie kann dir nicht verbieten, Literatur weiterzugeben.
Es gibt eine ganzheitliche Studie
Wie das MSCC-Protokoll durch metabolische Therapie auf Krebs abzielt
1. Einführung in das Protokoll
Das Mitochondrial Stem Cell Connection (MSCC) Protocol ist ein hybrides orthomolekulares Modell zur Erforschung der integrativen Krebsbehandlung, das von Baghli et al. entwickelt und im Zeitschrift für
Orthomolekulare Medizin (Vol. 39, Nr. 3, 2024). Dieses Protokoll basiert auf der aufkommenden MSCC-Theorie und betont den Zusammenhang zwischen der beeinträchtigten oxidativen Phosphorylierung
(OxPhos) in Stammzellen und der Entstehung von Krebsstammzellen (CSCs), von denen angenommen wird, dass sie eine zentrale Rolle beim Tumorwachstum, der Behandlungsresistenz und der Metastasierung
spielen.
Das von einem multidisziplinären Team aus Forschern und Klinikern entwickelte MSCC-Protokoll kombiniert Orthomoleküle (z. B. Vitamine C, D, Zink), umfunktionierte Medikamente (z. B. Ivermectin, Mebendazol),
Ernährungsstrategien (Fasten, ketogene Diät) und ebensstilinterventionen (Bewegung, hyperbare Sauerstofftherapie). Sein Ziel besteht darin, die Mitochondrienfunktion zu verbessern, fermentierbare Brennstoffe zu begrenzen und CSCs und Metastasen zu unterdrücken.
Wichtig ist, dass dieses Protokoll ausschließlich zu Bildungszwecken bereitgestellt wird und kein präskriptiver Behandlungsplan ist.
Danke für den Hinweis. Ich bleibe bei Fasten als Adjuvans zur Chemotherapie, zumal die Studienlage belastbar ist. Bei umfunktionierten Medikamenten wie Ivermectin und Mebendazol fehlt nach wie vor die klinische Evidenz.
Die Sache ist sehr gut belegt
https://isom.ca/article/targeting-the-mitochondrial-stem-cell-connection-in-cancer-treatment-a-hybrid-orthomolecular-protocol/
Ich kenne das Journal of Orthomolecular Medicine. Es ist in der akademischen Onkologie nicht als methodisch streng anerkannt. Ich verfolge das aufmerksam und bin offen für neue Daten, aber ich bleibe bei dem, was sich kontrolliert nachweisen lässt.