Ich möchte dir keineswegs einfach dreist als uninformierter Laie widersprechen, ich bin nur neugierig, wie du das einordnest oder wo du Probleme siehst, als jemand, der dazu andere Untersuchungen durchgearbeitet hat.
Das Problem bei Tasdogan ist nicht das Fasten, sondern das Re-Feeding.
Mein Text geht darüber, bestehende Tumore durch Nahrungsentzug zu töten. Nicht davon, was nach dem Fasten im Darm passiert. Das sind zwei grundverschiedene Dinge.
Tasdogan et al. zeigen nichts anderes, als dass Fasten den Stoffwechsel von Krebszellen verändert. Deswegen wird Wiederessen danach kritisch.
Das ist gar kein Argument gegen das Fasten, bestätigt aber viele andere Studien, die ich im Text zitiere: dass die Rückkehr zum Essen nach dem Fasten kontrolliert passieren muss. Filonov hat dafür sogar ein eigenes Protokoll.
Ja, ich verstehe. Ich wollte es auch nicht als Gegenargument anführen, mich hat schlicht dein Input dazu interessiert. Danke, dass du darauf eingegangen bist. Ich sehe jetzt auch deutlicher den Unterschied zwischen der Studie und dem, was du herausgearbeitet hast, es passte tatsächlich nicht direkt deinem Inhalt. Über Filonovs Protokoll muss ich mich mal informieren, guter Hinweis!
Ich persönlich interessiere mich (u.a.) sehr für psychologische Themen, beispielsweise Trauma. Einige aufschlussreiche Bücher ("the body keeps the score", "when the body says no") beschreiben die Beobachtung, dass die psychische Verfassung, sowie eine Lebensweise geformt durch Trauma, das Risiko für verschiedene Erkrankungen erhöht, speziell autoimmunbasierte, aber auch Krebsarten. Dieser Zusammenhang zwischen Psyche und Körper findet in der Medizin leider kaum Anwendung, Psychologie und Medizin sind im Berufsalltag stark getrennt.
Mit Fasten hingegen hatte ich mich bisher nur sehr oberflächlich befasst und wohl mehr die Warnungen als die Benefits im Blick gehabt - wird an meinem ängstlichen Naturell liegen und meinen Schwierigkeiten mit Verzicht auf Essen (so viel zum Thema Psyche).
Ich finde es wirklich sehr aufschlussreich was du hier veröffentlichst, z.B. hat mir dein Artikel zum Thema "Trinke 2-3L am Tag" sehr inspiriert, wieder mehr nach Bedarf zu trinken, statt mit Druck im Hinterkopf.
Freut mich total, dass du nach Bedarf trinkst statt nach Druck, ist genau der Punkt. Van der Kolk und Maté sind gut. In Kapitel 6 meines letzten Buches habe ich ein Unterkapitel zum Traumathema und Introjekten bei Sucht.
Um dein Buch bin ich quasi virtuell schon herumgeschlichen, ich gestehe aber, ich weiß noch nicht, ob ich deiner sehr direkte Art in deinem Buch gewachsen bin. Artikel sind kleine Dosen. Aber ich habe es auf meinem Stapel zu lesender Bücher, weil ich deine fundierten, aber ganz anderen Ansätze extrem interessant finde. Ich mag es sehr, wenn Menschen außerhalb der Schublade denken.
Ich finde das unheimlich interessant. Mich würde interessieren, wie du zu einer Forschung der Medizinischen Fakultät, Uni Duisburg-Essen und des Massachusetts Institute of Technology in den USA stehst: https://dktk.dkfz.de/aktuelles/meldungen/fasten-veraendert-den-stoffwechsel-krebszellen - hier noch die eigentliche Originalpublikation: https://www.nature.com/articles/s41586-024-07840-z%20https://dktk.dkfz.de/aktuelles/meldungen/fasten-veraendert-den-stoffwechsel-krebszellen
Ich möchte dir keineswegs einfach dreist als uninformierter Laie widersprechen, ich bin nur neugierig, wie du das einordnest oder wo du Probleme siehst, als jemand, der dazu andere Untersuchungen durchgearbeitet hat.
Danke dir. Die Studie kenne ich.
Das Problem bei Tasdogan ist nicht das Fasten, sondern das Re-Feeding.
Mein Text geht darüber, bestehende Tumore durch Nahrungsentzug zu töten. Nicht davon, was nach dem Fasten im Darm passiert. Das sind zwei grundverschiedene Dinge.
Tasdogan et al. zeigen nichts anderes, als dass Fasten den Stoffwechsel von Krebszellen verändert. Deswegen wird Wiederessen danach kritisch.
Das ist gar kein Argument gegen das Fasten, bestätigt aber viele andere Studien, die ich im Text zitiere: dass die Rückkehr zum Essen nach dem Fasten kontrolliert passieren muss. Filonov hat dafür sogar ein eigenes Protokoll.
Ja, ich verstehe. Ich wollte es auch nicht als Gegenargument anführen, mich hat schlicht dein Input dazu interessiert. Danke, dass du darauf eingegangen bist. Ich sehe jetzt auch deutlicher den Unterschied zwischen der Studie und dem, was du herausgearbeitet hast, es passte tatsächlich nicht direkt deinem Inhalt. Über Filonovs Protokoll muss ich mich mal informieren, guter Hinweis!
Ich persönlich interessiere mich (u.a.) sehr für psychologische Themen, beispielsweise Trauma. Einige aufschlussreiche Bücher ("the body keeps the score", "when the body says no") beschreiben die Beobachtung, dass die psychische Verfassung, sowie eine Lebensweise geformt durch Trauma, das Risiko für verschiedene Erkrankungen erhöht, speziell autoimmunbasierte, aber auch Krebsarten. Dieser Zusammenhang zwischen Psyche und Körper findet in der Medizin leider kaum Anwendung, Psychologie und Medizin sind im Berufsalltag stark getrennt.
Mit Fasten hingegen hatte ich mich bisher nur sehr oberflächlich befasst und wohl mehr die Warnungen als die Benefits im Blick gehabt - wird an meinem ängstlichen Naturell liegen und meinen Schwierigkeiten mit Verzicht auf Essen (so viel zum Thema Psyche).
Ich finde es wirklich sehr aufschlussreich was du hier veröffentlichst, z.B. hat mir dein Artikel zum Thema "Trinke 2-3L am Tag" sehr inspiriert, wieder mehr nach Bedarf zu trinken, statt mit Druck im Hinterkopf.
Freut mich total, dass du nach Bedarf trinkst statt nach Druck, ist genau der Punkt. Van der Kolk und Maté sind gut. In Kapitel 6 meines letzten Buches habe ich ein Unterkapitel zum Traumathema und Introjekten bei Sucht.
Um dein Buch bin ich quasi virtuell schon herumgeschlichen, ich gestehe aber, ich weiß noch nicht, ob ich deiner sehr direkte Art in deinem Buch gewachsen bin. Artikel sind kleine Dosen. Aber ich habe es auf meinem Stapel zu lesender Bücher, weil ich deine fundierten, aber ganz anderen Ansätze extrem interessant finde. Ich mag es sehr, wenn Menschen außerhalb der Schublade denken.
Die Kapitel funktionieren auch eigenständig. Das wir mir sehr wichtig.