Ein Leben ohne Kaffee, Alkohol, Zucker und tierische Produkte ist möglich - und zwar lustvoll möglich! Die praktische Umsetzung ist einfacher, als man denkt. Aber wie immer: auch ohne, dass man missioniert, triggert ein cleaner Lebensstil die Menschen in Deiner Umgebung. Sie sehen Ihre eigenen Schwächen/ Schatten in Dir. Tatsächlich war ich so euphorisch, als ich clean gelebt habe, dass die Idee von Lichtnahrung gar nicht mehr sooo abstrus erschien. Natürlich nicht in diesem Leben.
Es ist bemerkenswert, wie man sich auch menschlich vertieft und verändert.
Zucker dockt im Gehirn übrigens an denselben Rezeptoren an wie Koks. (Nur so nebenbei.) Und es ist das Lebensmittel, das die biologische Alterung mitunter am stärksten beschleunigt.
Vielleicht sollte ich darüber auch mal etwas arbeiten. Aber da ich nicht selbst betroffen bin oder war (ich hab’s mehr mit dem Salz), würde es mir anmaßend vorkommen.
Ich trinke wirklich gern Kaffee, genieße ihn, aber bleibe auch bei 2 Tassen nach dem Frühstück, weil er später meinen Nachtschlaf stört & der ist mir noch wichtiger.
Sehr interessant. Ich habe lange viel Espresso getrunken. Aus experimentellen Gründen habe ich dann mal auf Kaffee verzichtet. Ich hatte einen ziemlichen Entzug. Fünf Tage spürbar. Mittlerweile trinke ich noch circa 3 Espressi pro Woche, überlege aber auch schon das komplett sein zu lassen.
Zudem gibt es Hinweise, dass er hypomethylierend wirkt. Das will man eigentlich auch nicht. Zusammengefasst beschränkt sich der gesundheitliche Vorteil von Kaffeekonsum wahrscheinlich auf seine hormetische Wirkung alle 10-14 Tage angewandt. Aber wie der Mensch nun mal ist, wenn er hört Kaffee ist gesund. Dann ballert er täglich mehrmals und denkt, er wird gesünder davon.
Danke dir. Ja, der Reflex "aber hat doch auch positive Effekte" ist klassisches motivated reasoning. Das Argument "Koffein wirkt positiv, wenn man es richtig dosiert" ist bekannt, erklärt aber nicht, warum dieselben Personen ohne Koffein unterperformen. Was als Wirkung wahrgenommen wird, ist bei Gewohnheitskonsum fast immer Entzugsumkehr. Regeln geben ein Kontrollgefühl. Sie ändern nicht die Physiologie. Die Quellen stehen im Text (18 Fußnoten).
Bevor wir im Kreis laufen: Die Antwort steht schon im Text. Dein Kommentar zeigt, dass du ihn nicht gelesen hast.
"Kaffee schützt vor Demenz" ist kein Befund, sondern ein epidemiologischer Mythos. Er entsteht aus Beobachtungsstudien mit Verzerrungen und wird dann als Kausalität weitergereicht. Sobald man kausal prüft, bleibt nichts davon übrig.
Die beste Evidenz zur Kausalität (Mendelian Randomization) findet keinen neuroprotektiven Effekt von Kaffee oder Koffein auf Alzheimer oder Demenz. Wenn der Schutz real wäre, müsste er genetisch sichtbar sein. Ist er nicht.
– Larsson et al., 2023, Alzheimer's & Dementia (MR, kein kausaler Schutzeffekt)
– Kwok et al., 2020, Nutritional Neuroscience (genetisch instrumentiert, kein protektiver Effekt auf kognitive Alterung)
Und dann der Teil, den die "aber bei mir nur 6 Stunden vorher"-Religion gern übersieht: Koffein verschlechtert Schlaf objektiv messbar, auch bei Gewohnheitskonsum, auch bei 6 Stunden Abstand. Nicht "gefühlt", sondern gemessen.
– Drake et al., 2013, Journal of Clinical Sleep Medicine (auch 6h vorher signifikant weniger Schlaf)
– Gardiner et al., 2023, Meta-Analyse, Sleep Medicine Reviews (geringere Schlafeffizienz, weniger Schlaf, schlechtere Architektur)
Schlaf ist keine Wellness-Idee, sondern Reparatur. Fragmentierter Tiefschlaf ist mit Demenzrisiko assoziiert und betrifft Mechanismen wie glymphatische Clearance und Amyloid-Dynamik.
– Ju et al., 2014 & 2017, Science / JAMA Neurology
"Neuroprotektion" ist ein Mechanismus-Claim. Adenosinblockade ist kein Schutz, sondern akute Stimulation. Langfristig kommt Toleranz. Mehr Rezeptoren, mehr Schlafdruck, mehr Fragmentierung. Das ist Systemstress, nicht Hirnrettung.
Und weil du "positive Effekte" sagst: Koffein kann akut Leistung und Wachheit pushen. Bei Gewohnheitskonsum ist das aber withdrawal reversal, also Entzugsumkehr, nicht "über Normal".
Wenn du nach diesen Quellen immer noch "positive Wirkung" meinst, sag bitte konkret welche (Gedächtnis, Stimmung, Sportleistung, Demenzrisiko) und bei wem (Nichtkonsumenten vs. Gewohnheitskonsumenten). Sonst ist das wie gesagt nur motivated reasoning: "Meine Substanz hat auch Vorteile, also darf sie bleiben."
Du fragst nach "anderen Infos", aber die im Text (18 Fußnoten) ignorierst du gerade komplett. Die Quellen sind im Übrigen Goldstandard. Es handelt sich fast durchweg um Landmark Studies aus Journals mit hohem Impact Factor.
Ein Leben ohne Kaffee, Alkohol, Zucker und tierische Produkte ist möglich - und zwar lustvoll möglich! Die praktische Umsetzung ist einfacher, als man denkt. Aber wie immer: auch ohne, dass man missioniert, triggert ein cleaner Lebensstil die Menschen in Deiner Umgebung. Sie sehen Ihre eigenen Schwächen/ Schatten in Dir. Tatsächlich war ich so euphorisch, als ich clean gelebt habe, dass die Idee von Lichtnahrung gar nicht mehr sooo abstrus erschien. Natürlich nicht in diesem Leben.
Ohne tierische vor allem. Danke.
Es ist bemerkenswert, wie man sich auch menschlich vertieft und verändert.
Zucker dockt im Gehirn übrigens an denselben Rezeptoren an wie Koks. (Nur so nebenbei.) Und es ist das Lebensmittel, das die biologische Alterung mitunter am stärksten beschleunigt.
Vielleicht sollte ich darüber auch mal etwas arbeiten. Aber da ich nicht selbst betroffen bin oder war (ich hab’s mehr mit dem Salz), würde es mir anmaßend vorkommen.
Unbedingt zu Zucker!
Na gut.
(Das wird aber nicht hübsch.)
Umso besser! Zucker ist ein Gift.
Ich trinke wirklich gern Kaffee, genieße ihn, aber bleibe auch bei 2 Tassen nach dem Frühstück, weil er später meinen Nachtschlaf stört & der ist mir noch wichtiger.
Sehr interessant. Ich habe lange viel Espresso getrunken. Aus experimentellen Gründen habe ich dann mal auf Kaffee verzichtet. Ich hatte einen ziemlichen Entzug. Fünf Tage spürbar. Mittlerweile trinke ich noch circa 3 Espressi pro Woche, überlege aber auch schon das komplett sein zu lassen.
Zudem gibt es Hinweise, dass er hypomethylierend wirkt. Das will man eigentlich auch nicht. Zusammengefasst beschränkt sich der gesundheitliche Vorteil von Kaffeekonsum wahrscheinlich auf seine hormetische Wirkung alle 10-14 Tage angewandt. Aber wie der Mensch nun mal ist, wenn er hört Kaffee ist gesund. Dann ballert er täglich mehrmals und denkt, er wird gesünder davon.
Der Hinweis auf die möglicherweise hypomethylierende Wirkung ist wichtig.
Danke. 😊
Ich trinke 3-4 Espresso und zwei Tassen Kaffe am Tag und ich schlafe blendend. Ist ne Kopfsache und ohne Genuss taugt das Leben nichts
Well… Shit!
Immer diese Wissenschaft. Danke für die Aufbereitung. Ich trinke schon 6-8 gute Tassen am Tag. Vielleicht wollte ich das mal ernsthaft überdenken.
Danke dir. Ja, der Reflex "aber hat doch auch positive Effekte" ist klassisches motivated reasoning. Das Argument "Koffein wirkt positiv, wenn man es richtig dosiert" ist bekannt, erklärt aber nicht, warum dieselben Personen ohne Koffein unterperformen. Was als Wirkung wahrgenommen wird, ist bei Gewohnheitskonsum fast immer Entzugsumkehr. Regeln geben ein Kontrollgefühl. Sie ändern nicht die Physiologie. Die Quellen stehen im Text (18 Fußnoten).
Bevor wir im Kreis laufen: Die Antwort steht schon im Text. Dein Kommentar zeigt, dass du ihn nicht gelesen hast.
"Kaffee schützt vor Demenz" ist kein Befund, sondern ein epidemiologischer Mythos. Er entsteht aus Beobachtungsstudien mit Verzerrungen und wird dann als Kausalität weitergereicht. Sobald man kausal prüft, bleibt nichts davon übrig.
Die beste Evidenz zur Kausalität (Mendelian Randomization) findet keinen neuroprotektiven Effekt von Kaffee oder Koffein auf Alzheimer oder Demenz. Wenn der Schutz real wäre, müsste er genetisch sichtbar sein. Ist er nicht.
– Larsson et al., 2023, Alzheimer's & Dementia (MR, kein kausaler Schutzeffekt)
– Kwok et al., 2020, Nutritional Neuroscience (genetisch instrumentiert, kein protektiver Effekt auf kognitive Alterung)
Und dann der Teil, den die "aber bei mir nur 6 Stunden vorher"-Religion gern übersieht: Koffein verschlechtert Schlaf objektiv messbar, auch bei Gewohnheitskonsum, auch bei 6 Stunden Abstand. Nicht "gefühlt", sondern gemessen.
– Drake et al., 2013, Journal of Clinical Sleep Medicine (auch 6h vorher signifikant weniger Schlaf)
– Gardiner et al., 2023, Meta-Analyse, Sleep Medicine Reviews (geringere Schlafeffizienz, weniger Schlaf, schlechtere Architektur)
Schlaf ist keine Wellness-Idee, sondern Reparatur. Fragmentierter Tiefschlaf ist mit Demenzrisiko assoziiert und betrifft Mechanismen wie glymphatische Clearance und Amyloid-Dynamik.
– Ju et al., 2014 & 2017, Science / JAMA Neurology
"Neuroprotektion" ist ein Mechanismus-Claim. Adenosinblockade ist kein Schutz, sondern akute Stimulation. Langfristig kommt Toleranz. Mehr Rezeptoren, mehr Schlafdruck, mehr Fragmentierung. Das ist Systemstress, nicht Hirnrettung.
Und weil du "positive Effekte" sagst: Koffein kann akut Leistung und Wachheit pushen. Bei Gewohnheitskonsum ist das aber withdrawal reversal, also Entzugsumkehr, nicht "über Normal".
– Rogers 2014; Rogers et al. 2012; Addicott & Laurienti 2009
Wenn du nach diesen Quellen immer noch "positive Wirkung" meinst, sag bitte konkret welche (Gedächtnis, Stimmung, Sportleistung, Demenzrisiko) und bei wem (Nichtkonsumenten vs. Gewohnheitskonsumenten). Sonst ist das wie gesagt nur motivated reasoning: "Meine Substanz hat auch Vorteile, also darf sie bleiben."
Du fragst nach "anderen Infos", aber die im Text (18 Fußnoten) ignorierst du gerade komplett. Die Quellen sind im Übrigen Goldstandard. Es handelt sich fast durchweg um Landmark Studies aus Journals mit hohem Impact Factor.