Sehr interessantes thema. Habe mich auch bestimmt 15 jahre lang chronisch übergessen. Seit fast 2 jahren ist 16:8 bei mir jetzt der standard rhytmus und es fühlt sich sehr gut an.
Mit fasten war ich bisher vorsichtig, weil ich eher untergewicht statt übergewicht habe (was auch schon immer der grund dafür war, dass ich alles in mich reingestopft habe) vor kurzen habe ich jedoch gelernt dass man auch von innen heraus verfetten kann ohne dass sich das äußerlich zum Ausdruck bringt. Trotz vegetarischer und ziemlich cleaner ernährungsweise ohne alkohol ist meine leber ganz leicht verfettet.
Daher möchte ich mich nun mal etwas intensiver an fasten heranwagen und dachte an 1 tag pro woche gar nichts zu mir zu nehmen und schauen wie mein körper reagiert :)
Vegetarisch heißt nicht automatisch leberfreundlich. Fettleber entsteht auch durch Fruktose, Pflanzenöle und raffinierte Kohlenhydrate. Viszerales Fett, das man von außen nicht sieht, produziert permanent Entzündungsbotenstoffe, die die Klarheit reduzieren und die Impulskontrolle senken. Man kann schlank aussehen und innerlich verfetten. Der Leberbefund deutet darauf hin.
Ein Tag Trockenfasten pro Woche ist ein sehr guter Einstieg, empfiehlt auch Filonov. Vor allem wenn du in einer Stadt wohnst.
Seit deinen Texten nähere ich mich diesem Trockenfasten langsam an. Kaffee ist fast komplett raus. Zucker ist noch hartnäckig. Ich arbeite daran, weil ich merke das stimmt, was du du da zusammenträgst.
Freut mich total. In meinem nächsten Buch geht es hauptsächlich über Trockenfasten, da es dazu im Deutschen noch kaum etwas wissenschaftlich Fundiertes gibt.
Dann warte ich da mal drauf. Was mir etwas Kopfzerbrechen bereitet, ist genau der Punkt, den du beschreibst: Man verlernt, die wahren Signale des Körpers zu lesen - wann hat man wirklich Hunger und Durst, wann sagt der Nährstoffhaushalt, dass etwas nicht stimmt. Ansonsten kann ich dem einiges abgewinnen. Ich merke in meinen inzwischen 18:6 Phasen beim Intervallfasten, dass der Körper ziemlich gut klarkommt.
Die Signale waren nie weg. Wenn du das Rauschen reduzierst, durch Fasten, durch Substanzverzicht, wird das Signal wieder hörbar. Und der Hunger, vor dem die meisten Angst haben, verschwindet. Die Welle ebbt ab, der Körper baut das Hormon ab, der Spiegel fällt, der Lärm hört auf.
Toll, hier das mal so aufgedröselt zu bekommen. Genau das habe ich bei meinem Fastenprozess beobachtet. Die ganze Zeit habe ich mir vorgestellt, wie unfassbar gut das wird, wenn ich dann wieder essen kann. Als es dann soweit war, hat mir nix davon geschmeckt und vieles ist mir auch nicht bekommen. Der Körper war wieder wach und signalisierte ganz klar, was er braucht. Das war ein großer Unterschied zu dem, was ich mir eingebildet habe.
Der Text ist stark, aber mir fehlt die Gegenkraft: Essen ist nicht nur Bedarf, Kompulsion oder Betäubung. Essen ist auch Kultur, Beziehung, Sinnlichkeit, Rhythmus, Schönheit und Zugehörigkeit.
Nicht alles, was Freude macht, ist Flucht. Nicht alles, was schmeckt, ist Sucht. Nicht alles, was der Körper will, muss entlarvt werden.
Ein gutes Essen. Ein gedeckter Tisch. Brot, Butter, Olivenöl, Pasta, Wein, Obst, Kaffee in der Sonne.
Nirgends steht, dass Genuss Flucht sei. Nirgends steht ein Grundverdacht gegen irgendetwas. Das hast du erfunden, um dagegen argumentieren zu können.
Mein Text unterscheidet zwischen echtem Hunger und konditioniertem Verlangen, neurochemisch belegt mit achtzehn Fußnoten.
Dann listest du Brot, Butter, Olivenöl, Pasta, Wein, Obst, Kaffee in der Sonne. Brot und Pasta sind entzündungsfördernd und blockieren Ketose. Wein ist Ethanol, Kaffee ein Neurotoxin, zu dem es hier zwei eigene Texte gibt. Evidenzbasiert schädliche Substanzen packst du neben Olivenöl und Sonne, als wäre alles dasselbe.
Dann klebst du es zu und nennst das Paket “Kultur”. Ein Stilleben aus Lebenslügen, hübsch arrangiert und “Sinnlichkeit” genannt. Der gedeckte Tisch als Argument gegen Neurochemie.
Und ausgerechnet jemanden Genussfeindlichkeit vorzuwerfen, für den Sinn durch Sinnlichkeit entsteht, der ohne Verkörperung weder denken noch schreiben kann, der jedes Wort durch seinen Körper zieht, zeigt, dass du den Text offenbar nicht gelesen hast. Du hast deine Augen bewegt, dir vorgestellt, was drinsteht, und angefangen, gegen ein Phantom zu argumentieren.
Deine Antwort ist deutlich persönlicher und abwertender, als mein Kommentar gemeint war.
Mir ging es nicht darum, Neurochemie zu leugnen. Mir ging es um die Einseitigkeit der Deutung: Essen erscheint in deinem Text fast ausschließlich als Hunger, Verlangen, Konditionierung, Betäubung oder Suchtstruktur.
Dass du einen gedeckten Tisch sofort in entzündungsfördernde Stoffe, Ethanol und Neurotoxine zerlegst, bestätigt für mich genau diesen Punkt: Genuss wird nicht als kulturelle, sinnliche oder soziale Erfahrung gelesen, sondern direkt unter Schadensverdacht gestellt.
Neurochemie ist relevant. Aber sie ist nicht die ganze Wahrheit.
Zum dritten Mal diese Woche: Argumentum ad temperantiam.
Du hast eine Liste von Substanzen als Argument gegen meinen Text aufgestellt. Ich habe sie geprüft. Dass du die Prüfung als Beweis für Genussfeindlichkeit liest, bestätigt meinen Text, nicht deinen Einwand.
Mir fällt auf, dass ich deine Perspektive mehrfach gewürdigt habe: Ich habe gesagt, dass dein Text stark ist, dass du Konditionierung, Struktur und Selbstbetrug erkennst und dass diese Analyse wertvoll ist.
Umgekehrt habe ich bisher nicht den Eindruck, dass meine Perspektive als eigenständiger Einwand aufgenommen wurde. Sie wird eher auf einzelne Wörter reduziert — Genuss, Kultur, gedeckter Tisch — und dann auf einem anderen Terrain beantwortet: Substanzen, Ketose, Neurochemie, Fehlschlüsse.
Vielleicht liegt der Unterschied genau hier:
Du liest Essen in diesem Text primär als biochemisch-konditionierten Prozess. Ich lese Essen als menschliches Gesamtphänomen, in dem Biochemie eine relevante Ebene ist — aber nicht die einzige.
Mein Einwand beginnt dort, wo diese Perspektive so total wird, dass Bindung, Trost, Fürsorge, Zugehörigkeit und Genuss nur noch wie nachträgliche Kultur-Erzählungen wirken.
Meine Frage ist nicht: „Kann Essen auch schön sein?“
Sondern: Was geht verloren, wenn Essen fast vollständig durch die Linse von Neurochemie und Selbstbetrug gelesen wird?
Und könnte es sein, dass nicht nur Essen betäuben kann, sondern auch Analyse — besonders dann, wenn sie Bedürfnis, Genuss und Körperempfinden so konsequent zerlegt, dass am Ende kaum noch Vertrauen in den Körper bleibt?
Das ist kein Argumentum ad temperantiam. Ich suche keine künstliche Mitte zwischen schädlich und unschädlich.
Mein Einwand ist ein Kategorien-Einwand: Du beantwortest einen gedeckten Tisch mit biochemischer Zerlegung.
Und bevor wir in eine weitere Schleife aus Begriffen, Substanzen und Logikfehlern gehen: Ich habe nicht behauptet, Brot, Pasta, Wein oder Kaffee seien biochemisch neutral. Das war nie mein Punkt.
Mein Punkt ist: Essen ist für Menschen nicht nur Substanzaufnahme. Ein gemeinsames Essen erfüllt nicht nur Appetit, sondern auch Bindung, Zugehörigkeit, Fürsorge, Trost, Erinnerung, Gastfreundschaft und Co-Regulation. Das ist nicht bloß „Kultur“ als dekorative Erzählung. Das sind reale menschliche Bedürfnisse.
Das Sonntagsessen bei der Großmutter. Das Brot, das man miteinander bricht. Der Kaffee, bei dem ein Gespräch beginnt. Die Pasta im Urlaub. Der gedeckte Tisch, an dem jemand sagt: Bleib noch.
Natürlich kann man Lebensmittel biochemisch prüfen. Aber diese Prüfung beantwortet nicht alles, was Essen für Menschen bedeutet.
Neurochemie ist relevant. Aber Essen ist nicht nur Neurochemie.
Mein Text beantwortet das Sonntagsessen bei der Großmutter nicht. Er beantwortet auch nicht den Sonnenuntergang am Meer oder den ersten Kuss im Regen. Er beantwortet eine Frage, die du nicht gestellt hast, weil du eine andere stellst, die im Text nie aufgeworfen wurde.
Mein Text analysiert, warum Menschen essen, wenn ihr Körper nichts braucht. Dein Einwand ist, dass Essen auch schön sein kann.
Zucker - das Kokain des armen Mannes sagt mein Vater, am liebsten während er sich Marmelade auf seine endlosen Brötchen schaufelt. Mir hilft da ketogene Ernährung zB um am Tag vor dem Fasten schon in die Ketose zu kommen, zwecks Zucker-Dopamin-Entwöhnung
Sehr interessantes thema. Habe mich auch bestimmt 15 jahre lang chronisch übergessen. Seit fast 2 jahren ist 16:8 bei mir jetzt der standard rhytmus und es fühlt sich sehr gut an.
Mit fasten war ich bisher vorsichtig, weil ich eher untergewicht statt übergewicht habe (was auch schon immer der grund dafür war, dass ich alles in mich reingestopft habe) vor kurzen habe ich jedoch gelernt dass man auch von innen heraus verfetten kann ohne dass sich das äußerlich zum Ausdruck bringt. Trotz vegetarischer und ziemlich cleaner ernährungsweise ohne alkohol ist meine leber ganz leicht verfettet.
Daher möchte ich mich nun mal etwas intensiver an fasten heranwagen und dachte an 1 tag pro woche gar nichts zu mir zu nehmen und schauen wie mein körper reagiert :)
Vegetarisch heißt nicht automatisch leberfreundlich. Fettleber entsteht auch durch Fruktose, Pflanzenöle und raffinierte Kohlenhydrate. Viszerales Fett, das man von außen nicht sieht, produziert permanent Entzündungsbotenstoffe, die die Klarheit reduzieren und die Impulskontrolle senken. Man kann schlank aussehen und innerlich verfetten. Der Leberbefund deutet darauf hin.
Ein Tag Trockenfasten pro Woche ist ein sehr guter Einstieg, empfiehlt auch Filonov. Vor allem wenn du in einer Stadt wohnst.
Seit deinen Texten nähere ich mich diesem Trockenfasten langsam an. Kaffee ist fast komplett raus. Zucker ist noch hartnäckig. Ich arbeite daran, weil ich merke das stimmt, was du du da zusammenträgst.
Freut mich total. In meinem nächsten Buch geht es hauptsächlich über Trockenfasten, da es dazu im Deutschen noch kaum etwas wissenschaftlich Fundiertes gibt.
Dann warte ich da mal drauf. Was mir etwas Kopfzerbrechen bereitet, ist genau der Punkt, den du beschreibst: Man verlernt, die wahren Signale des Körpers zu lesen - wann hat man wirklich Hunger und Durst, wann sagt der Nährstoffhaushalt, dass etwas nicht stimmt. Ansonsten kann ich dem einiges abgewinnen. Ich merke in meinen inzwischen 18:6 Phasen beim Intervallfasten, dass der Körper ziemlich gut klarkommt.
Die Signale waren nie weg. Wenn du das Rauschen reduzierst, durch Fasten, durch Substanzverzicht, wird das Signal wieder hörbar. Und der Hunger, vor dem die meisten Angst haben, verschwindet. Die Welle ebbt ab, der Körper baut das Hormon ab, der Spiegel fällt, der Lärm hört auf.
Toll, hier das mal so aufgedröselt zu bekommen. Genau das habe ich bei meinem Fastenprozess beobachtet. Die ganze Zeit habe ich mir vorgestellt, wie unfassbar gut das wird, wenn ich dann wieder essen kann. Als es dann soweit war, hat mir nix davon geschmeckt und vieles ist mir auch nicht bekommen. Der Körper war wieder wach und signalisierte ganz klar, was er braucht. Das war ein großer Unterschied zu dem, was ich mir eingebildet habe.
Genau. Die Vorstellung wird von der Sucht geschrieben wird, nicht vom Körper. Wenn der Körper wieder wach ist, fängt Heilung an.
Der Text ist stark, aber mir fehlt die Gegenkraft: Essen ist nicht nur Bedarf, Kompulsion oder Betäubung. Essen ist auch Kultur, Beziehung, Sinnlichkeit, Rhythmus, Schönheit und Zugehörigkeit.
Nicht alles, was Freude macht, ist Flucht. Nicht alles, was schmeckt, ist Sucht. Nicht alles, was der Körper will, muss entlarvt werden.
Ein gutes Essen. Ein gedeckter Tisch. Brot, Butter, Olivenöl, Pasta, Wein, Obst, Kaffee in der Sonne.
Unterscheidung: ja.
Grundverdacht gegen Genuss: nein.
Nirgends steht, dass Genuss Flucht sei. Nirgends steht ein Grundverdacht gegen irgendetwas. Das hast du erfunden, um dagegen argumentieren zu können.
Mein Text unterscheidet zwischen echtem Hunger und konditioniertem Verlangen, neurochemisch belegt mit achtzehn Fußnoten.
Dann listest du Brot, Butter, Olivenöl, Pasta, Wein, Obst, Kaffee in der Sonne. Brot und Pasta sind entzündungsfördernd und blockieren Ketose. Wein ist Ethanol, Kaffee ein Neurotoxin, zu dem es hier zwei eigene Texte gibt. Evidenzbasiert schädliche Substanzen packst du neben Olivenöl und Sonne, als wäre alles dasselbe.
Dann klebst du es zu und nennst das Paket “Kultur”. Ein Stilleben aus Lebenslügen, hübsch arrangiert und “Sinnlichkeit” genannt. Der gedeckte Tisch als Argument gegen Neurochemie.
Und ausgerechnet jemanden Genussfeindlichkeit vorzuwerfen, für den Sinn durch Sinnlichkeit entsteht, der ohne Verkörperung weder denken noch schreiben kann, der jedes Wort durch seinen Körper zieht, zeigt, dass du den Text offenbar nicht gelesen hast. Du hast deine Augen bewegt, dir vorgestellt, was drinsteht, und angefangen, gegen ein Phantom zu argumentieren.
Deine Antwort ist deutlich persönlicher und abwertender, als mein Kommentar gemeint war.
Mir ging es nicht darum, Neurochemie zu leugnen. Mir ging es um die Einseitigkeit der Deutung: Essen erscheint in deinem Text fast ausschließlich als Hunger, Verlangen, Konditionierung, Betäubung oder Suchtstruktur.
Dass du einen gedeckten Tisch sofort in entzündungsfördernde Stoffe, Ethanol und Neurotoxine zerlegst, bestätigt für mich genau diesen Punkt: Genuss wird nicht als kulturelle, sinnliche oder soziale Erfahrung gelesen, sondern direkt unter Schadensverdacht gestellt.
Neurochemie ist relevant. Aber sie ist nicht die ganze Wahrheit.
Zum dritten Mal diese Woche: Argumentum ad temperantiam.
Du hast eine Liste von Substanzen als Argument gegen meinen Text aufgestellt. Ich habe sie geprüft. Dass du die Prüfung als Beweis für Genussfeindlichkeit liest, bestätigt meinen Text, nicht deinen Einwand.
Mir fällt auf, dass ich deine Perspektive mehrfach gewürdigt habe: Ich habe gesagt, dass dein Text stark ist, dass du Konditionierung, Struktur und Selbstbetrug erkennst und dass diese Analyse wertvoll ist.
Umgekehrt habe ich bisher nicht den Eindruck, dass meine Perspektive als eigenständiger Einwand aufgenommen wurde. Sie wird eher auf einzelne Wörter reduziert — Genuss, Kultur, gedeckter Tisch — und dann auf einem anderen Terrain beantwortet: Substanzen, Ketose, Neurochemie, Fehlschlüsse.
Vielleicht liegt der Unterschied genau hier:
Du liest Essen in diesem Text primär als biochemisch-konditionierten Prozess. Ich lese Essen als menschliches Gesamtphänomen, in dem Biochemie eine relevante Ebene ist — aber nicht die einzige.
Mein Einwand beginnt dort, wo diese Perspektive so total wird, dass Bindung, Trost, Fürsorge, Zugehörigkeit und Genuss nur noch wie nachträgliche Kultur-Erzählungen wirken.
Meine Frage ist nicht: „Kann Essen auch schön sein?“
Sondern: Was geht verloren, wenn Essen fast vollständig durch die Linse von Neurochemie und Selbstbetrug gelesen wird?
Und könnte es sein, dass nicht nur Essen betäuben kann, sondern auch Analyse — besonders dann, wenn sie Bedürfnis, Genuss und Körperempfinden so konsequent zerlegt, dass am Ende kaum noch Vertrauen in den Körper bleibt?
Das ist kein Argumentum ad temperantiam. Ich suche keine künstliche Mitte zwischen schädlich und unschädlich.
Mein Einwand ist ein Kategorien-Einwand: Du beantwortest einen gedeckten Tisch mit biochemischer Zerlegung.
Und bevor wir in eine weitere Schleife aus Begriffen, Substanzen und Logikfehlern gehen: Ich habe nicht behauptet, Brot, Pasta, Wein oder Kaffee seien biochemisch neutral. Das war nie mein Punkt.
Mein Punkt ist: Essen ist für Menschen nicht nur Substanzaufnahme. Ein gemeinsames Essen erfüllt nicht nur Appetit, sondern auch Bindung, Zugehörigkeit, Fürsorge, Trost, Erinnerung, Gastfreundschaft und Co-Regulation. Das ist nicht bloß „Kultur“ als dekorative Erzählung. Das sind reale menschliche Bedürfnisse.
Das Sonntagsessen bei der Großmutter. Das Brot, das man miteinander bricht. Der Kaffee, bei dem ein Gespräch beginnt. Die Pasta im Urlaub. Der gedeckte Tisch, an dem jemand sagt: Bleib noch.
Natürlich kann man Lebensmittel biochemisch prüfen. Aber diese Prüfung beantwortet nicht alles, was Essen für Menschen bedeutet.
Neurochemie ist relevant. Aber Essen ist nicht nur Neurochemie.
Mein Text beantwortet das Sonntagsessen bei der Großmutter nicht. Er beantwortet auch nicht den Sonnenuntergang am Meer oder den ersten Kuss im Regen. Er beantwortet eine Frage, die du nicht gestellt hast, weil du eine andere stellst, die im Text nie aufgeworfen wurde.
Mein Text analysiert, warum Menschen essen, wenn ihr Körper nichts braucht. Dein Einwand ist, dass Essen auch schön sein kann.
Ja. Kann es.
Und?
Die Kaffeeindustrie macht jetzt reichlich Werbung im Fitnesscenter mit Informationen zu Kaffee ist Power. Werde ich vielleicht mal hochladen. ?
Tu das. Die Propaganda dokumentiert sich nicht von selbst.
Zucker - das Kokain des armen Mannes sagt mein Vater, am liebsten während er sich Marmelade auf seine endlosen Brötchen schaufelt. Mir hilft da ketogene Ernährung zB um am Tag vor dem Fasten schon in die Ketose zu kommen, zwecks Zucker-Dopamin-Entwöhnung
Absolut. Ketogen vor dem Trockenfasten mildert den Glykogen-Entzug ab.