Bürgergeld heißt, du nimmst Drogen
Warum fast jeder Sozialhilfeempfänger süchtig ist und warum das niemand sagen darf.
Bürgergeld ist die einzige Sozialleistung der Welt, die zuverlässig in den Magen ihrer Empfänger gelangt, zumindest in flüssiger Form.
Ein leiser Massenmord.
Er findet statt, ohne dass jemand die Hand hebt. Die Opfer bezahlen die Tatwaffe selbst, der Staat überweist ihnen das Geld dafür, die Industrie lächelt höflich an der Kasse, und die Statistik zählt fünf Millionen »bedauerliche Einzelfälle«, deren einzige verlässliche Tätigkeit darin besteht, ihren eigenen präfrontalen Kortex zu zersetzen.
Was niemand liefert, ist die Diagnose.
Ich hatte einen Mitbewohner. Er arbeitete, als er einzog, in einem normalen Job und funktionierte leidlich im Alltag. Die Schwelle lag bei aufrecht und angezogen. Er trank jeden Tag, kiffte jeden Tag, nahm MDMA am Wochenende, schüttete sich literweise Energydrinks rein. Seine größte Leistung war, nicht umzukippen. Dann ging er nicht mehr zur Arbeit. Erst ein Tag, dann eine Woche, dann gar nicht mehr. Endlich hatte er Zeit für sein eigentliches Berufsbild. Er fing wieder mit dem Rauchen an, als hätte sein Körper eine offene Stelle ausgeschrieben.
Er bekam jetzt Bürgergeld. Endlich bezahlte der Staat die Betäubung, die er sich vorher selbst finanziert hatte. Er nannte es Entschleunigung, nachdem er mir monatelang erzählt hatte, wie stressig doch alles sei.
Irgendwann ist ein Einzelfall kein Einzelfall mehr, sondern ein Muster. Einen Einzelfall kann man bedauern. Hundert Einzelfälle muss man obduzieren. Wer lange genug kifft oder säuft, hat bald mehr mit seiner Couch gemeinsam als mit seiner Gattung.
Dann kommt Bürgergeld.
Bürgergeld ist kein Sozialproblem, sondern die größte staatlich finanzierte Drogenvertriebskette Europas. Ich habe es hundertfach gesehen. Und natürlich hat das alles gar nichts mit den Drogen zu tun. Es hat nie etwas mit den Drogen zu tun. So wie ein Hausbrand nichts mit dem Benzinkanister zu tun hat.
Ich habe mit ihnen zusammengelebt. Ich sah es nicht am Einzugstag. Am Auszugstag roch ich es. Am Ende verwalten sie nur noch ihr zerschossenes Transmittersystem. Was übrig bleibt, ist eine Apparatur für Nachschub, die zufällig noch atmet — ein Mensch, dessen einzige Tagesleistung darin besteht, fünf Monster Energy, drei Joints und eine Flasche Weißwein zu konsumieren. Man braucht ein funktionierendes Gehirn, um zu erkennen, dass das Gehirn nicht mehr funktioniert. Die Waffe vernichtet den Zeugen. Was bleibt, ist eine Trägheit, die sich anfühlt wie Persönlichkeit. — Der Parasit hat gelernt, sich für den Gastgeber zu halten.
Jemand muss das bezahlen. Mit seinem eigenen Geld.
Der Staat meldet sich freiwillig.
Ach ja, der Staat hat ja gar kein eigenes Geld.
Er hat Steuergeld. Die Steuerzahler zahlen. Also ich. Alle, die arbeiten, finanzieren den freien Fall mit Polsterung.
5,4 Millionen Menschen. Jeden Monat.1 Davon reden wir. Von einer Zahl, die größer ist als die Einwohnerzahl von Berlin. Fünf Millionen Gehälter für Leute, deren einzige Arbeitsleistung darin besteht, ihre Gehirne zu kompostieren. Das nennt man dann Grundsicherung.
Unfreiwillig beforsche ich das seit langem. Mit vierzehn hat das Jugendamt mich aus einem Haushalt geholt, in dem Erziehung und Körperverletzung Synonyme waren. Seitdem lebe ich in Wohngemeinschaften. Ich habe gesehen, wie Menschen leben, die arbeiten. Und ich habe gesehen, wie Menschen leben, die es nicht mehr tun. Ich habe beobachtet, was sie morgens trinken und was sie abends rauchen und wie sie nach drei Jahren aussehen. Fünfzehn Jahre Soziologie-Studium in meiner eigenen Wohnung und die Befunde sind immer dieselben.
Ich habe noch nie einen Sozialhilfeempfänger gesehen, der keinen Alkohol trinkt. Die meisten rauchen. Selbstverständlich. Ich habe noch nie jemanden gesehen, der regelmäßig kifft und seinen Job behält. Ich habe neben ihnen geschlafen, gegessen, gelebt. Man lernt dabei mehr über Neurologie als in jedem Hörsaal. Sie werden langsamer, verwaschener, irgendwann psychotisch. Ihre Sprache wird lallend, vernuschelt. Ihr Blick wird ölig, glasig. Ihre Lider hängen auf halbacht, als hätte jemand das Betriebssystem heruntergefahren, aber vergessen, den Bildschirm auszuschalten. Am Ende landen sie alle im Sozialsystem. Ohne Ausnahme. Und wir alle wissen es insgeheim.
Du auch.
Aber niemand traut sich, es auszusprechen. Alle sehen es. Alle riechen es. Keiner sagt es. Das Schweigen hat denselben Geruch wie die Wohnung, in der mein früherer Mitbewohner heute lebt.
Anderthalb Jahrzehnte, und ich wusste, wie es ausgeht, lange bevor sie selbst es wussten. Ich brauchte sie nur in der Küche zu sehen, um sagen zu können, wie viel von ihnen übrig bleibt. Und wie wenig davon noch arbeiten kann.
Die Statistik scheint mir Unrecht zu geben. Nur zehn Prozent der Bürgergeldempfänger haben offiziell eine Suchterkrankung.2 Das ist die Zahl, die das System sich leistet, ohne rot zu werden. Eine Zahl, die niemand glaubt, der jemals einen Bürgergeldempfänger im Treppenhaus gerochen hat. Niemand in dieser Population muss zum Arzt. Kein Chef will ein Attest. Keine Versicherung will eine Diagnose. Keine Karriere wartet am Ende der Therapie. Es gibt keinen Grund, zum Arzt zu gehen. Die restlichen neunzig Prozent riechen genauso. Sie sind nur nie untersucht worden.
Die Dunkelziffer ist keine Dunkelziffer, sondern die Mehrheit. Es gibt zwei Sorten Bürgergeldempfänger: die offen Süchtigen und die noch nicht diagnostizierten Süchtigen. Im Antrag auf Bürgergeld steht unter Kündigungsgrund »betriebsbedingt«. Im Blut steht der wahre Grund.
Selbst wer aufhört, bekommt sein Gehirn nicht zurück. Bei der Hälfte bis drei Vierteln der Entgifteten behält das Gehirn seine Dellen. Die Entgiftung hat den Alkohol entfernt, die Löcher lässt sie da.3 Exekutivfunktionen, Arbeitsgedächtnis, Impulskontrolle — alles, was einen Job möglich macht. Was bleibt, reicht für Anwesenheit. Mehr verlangt Bürgergeld nicht. Jemand mit herunterreguliertem Dopamin sitzt zwanzig Minuten auf der Bettkante und verhandelt mit sich selbst, ob Zähneputzen die Mühe lohnt. Er verliert die Verhandlung.
Dasselbe gilt für Cannabis. Bei jungen Männern gehen bis zu dreißig Prozent aller Schizophreniediagnosen auf den Konsum zurück. Jeder dritte psychotische junge Mann in diesem Land hat sich seine Psychose selbst gedreht.4 Ich habe an Cannabis viele Freunde verloren; alle wurden psychotisch. Hochpotentes Cannabis verfünffacht das Psychoserisiko.5 Diese Menschen arbeiten nicht mehr, weil ihr Gehirn nicht mehr arbeitet.
Das deutsche Narrativ erzählt es umgekehrt. Mit Absicht. Damit niemand den Mund aufmacht. Es erzählt vom »strukturellen Versagen«. Von »Bewältigungsstrategien«. Von »Vulnerabilität«. Drei Vokabeln, deren einzige Funktion darin besteht, das Verb »selbst« aus dem Satz zu entfernen. Die Kausalrichtung läuft angeblich von der Armut zur Substanz. Eine Lüge, die jeder durchschaut, sobald er aufhört, sie nicht durchschauen zu wollen. Studien gibt es, die den Zusammenhang in genau dieser Richtung finden. Sie überleben den ersten Blick aus dem Fenster nicht.
In Lagos (Nigeria) sortieren Achtjährige Müll auf Halden, die in Neukölln als Umweltkatastrophe gelten würden. Sie arbeiten zwölf Stunden. Sie kommen am nächsten Tag wieder. In Dhaka, in Lima, in Nairobi. Kein Sozialsystem fängt sie auf. Keine Krankenkasse. Keine Wohnungshilfe. Wer nicht arbeitet, isst nicht. Die Infrastruktur funktioniert nicht. Die Polizei ist gekauft. Hitze, Kälte oder Gewalt — irgendetwas versucht jeden Tag, sie zu töten. Und trotzdem stehen diese Menschen morgens auf und arbeiten. Sie verkaufen Gemüse am Straßenrand, sie fahren Mopedtaxi, sie nähen Kleidung in Hinterhöfen. Die Verhältnisse machen jeden deutschen Plattenbau zum Sanatorium.
Was ist der Unterschied?
Sie nehmen keine Drogen.
Was Millionen Deutsche jeden Tag in sich hineinkippen, fehlt in jeder Erzählung über ihren Abstieg. Es ist die einzige Konstante. Und die einzige Variable, die niemand benennt. Sie ist so selbstverständlich geworden, dass sie unsichtbar ist. Wie Sauerstoff.
Nur dass Sauerstoff die Persönlichkeit nicht zerfrisst.
Gesunde Gehirne arbeiten, wie gesunde Lungen atmen, weil Arbeit eine anthropologische Konstante ist. Weil sie sonst verrückt werden. Lass ein Kind fünf Minuten warten, und es produziert ein Universum aus Quatsch. Emeritierte Professoren retten dann halt den Vereinsvorsitz. Weder Rentner noch Lottogewinner noch Empfänger eines bedingungslosen Grundeinkommens stellen Aktivität ein.6 Mit diesem Drang werden wir geboren. Wir werden lebendig geboren, was bedeutet, dass wir wollen. Härteste Umstände machen das Wollen nicht kleiner, sondern größer. Wer überlebt hat, weiß das. Wer aufgegeben hat, hatte ein anderes Problem.
Der Lebenswille sitzt im Körper. Wer ihn loswerden will, muss den Körper zerstören. Es gibt keinen anderen Weg, und die Methode ist im Supermarktregal frei verkäuflich. Dann erst greifen die Ausreden. Dann kommen die Diagnosen vom Hausarzt, die Lebensgeschichten vom Therapeuten, die Überweisungen vom Jobcenter. Drei Berufsstände, die davon leben, dass niemand das Wort Verantwortung sagt.
Ein Blick in den Kühlschrank reicht völlig.
Der REWE bei mir um die Ecke ist eine offene Drogenszene mit Kassensystem. Der Konzernname steht für »Revisionsverband der Westkauf-Genossenschaften«. Buchprüfer am Anfang, Dealer am Ende. Die Genossenschaft hat sich gefunden. Bier. Wein. Leichenteile von Tieren. Tiefkühlpizza. Energydrinks. Die Leute sehen aus wie ihre Einkaufswagen. Vollgepackt mit Müll, aufgedunsen, fahrig, abwesend und nicht mehr lange haltbar. Der Alkohol liegt immer oben. Das sind Menschen ohne Einkommen. Oder mit Einkommen, das bald weg sein wird.
Die Verpeiltheit hat ein neues Niveau erreicht. Der Pfandautomat ist das dafür ehrlichste Soziogramm Deutschlands. Alles blinkt rot. Auf dem Display steht in Versalien »Automat voll, Flascheneingabe nicht möglich«. Dann kommt jemand und schiebt seine Flasche rein. Sie kommt wieder raus. Er schiebt sie nochmal rein. Sie kommt wieder. Er dreht sie um. Schiebt sie anders herum rein. Sie kommt zurück. Er steht da, Flasche in der Hand, Stirn gerunzelt, als hätte die Physik ihn persönlich beleidigt.
Minuten vergehen.
Irgendwann fällt ihm auf, dass da alles rot blinkt. Ein Marienkäfer hätte das in zwei Sekunden begriffen. Der Marienkäfer ist allerdings auch nicht jeden Tag vergiftet. Vor zwanzig Jahren hätte man einen solchen Menschen untersucht. Heute steht er an der Kasse und kauft Nachschub.
An der Kasse konstruiert eine Frau eine Diskussion mit der Kassiererin. Sie redet und redet. Etwas über den Preis, etwas über den Kassenbon, etwas über etwas anderes, was vor zwei Sekunden noch wichtig schien und jetzt nur noch Geräusch ist. Die Frage ergibt keinen Sinn. Die Antwort ergibt keinen Sinn. Zwei Gehirne, beide leck, treffen sich an einem Kassenband und versuchen ein Gespräch zu führen. Die Leute in der Schlange schweigen und warten. Sie wissen, dass es länger dauern wird. Ich weiß, dass es jeden Tag länger dauern wird. Ich schaue in ihren Einkaufswagen. Zwei Kisten Bier, Wein, Schnaps.
Zum Schluss wollte sie noch Zigaretten.
Derweil stellt ein Mann zwanzig Dosen Energydrinks aufs Band, kotzt Sprachfetzen ins Smartphone. Die Haut glänzt, als hätte sie Fieber, das niemand mehr misst. Der Schweiß ist süß. Der Atem riecht nach Eingeweiden, die längst aufgegeben haben. Man riecht den entzündeten Darm durch zwei Lagen Stoff. Drei Meter Sicherheitsabstand reichen nicht.
Die Leute laufen mir vor die Füße. Sie bewegen sich durch den Supermarkt wie Schlafwandler ohne den Schlaf, der das Wandeln entschuldigen würde. Sie sehen mich nicht kommen, auch wenn ich frontal auf sie zugehe und einen halben Meter vor ihnen stehenbleibe. Sie rempeln, stoßen, blockieren. Wenn man ausweicht, weichen sie in dieselbe Richtung aus, als hätte jemand die Steuerung an ein Kleinkind übergeben, das beim Spielen müde geworden ist.
Vor fünfzehn Jahren war das undenkbar. Heute bewegen sich die Leute im REWE so, wie ich es früher nur auf der Geschlossenen gesehen habe. Dieselben Bewegungsmuster, dieselbe Abwesenheit, dieselbe Unfähigkeit, den eigenen Körper im Raum zu verorten. Die Pathologie wurde zur Normalität. Man kann eine Epidemie nicht mehr als Epidemie erkennen, wenn die Mehrheit infiziert ist. Der Gesunde muss sich rechtfertigen.
Ich gehe in den Biomarkt. LPG zum Beispiel. Die Leute zahlen mit Karten, die im Licht funkeln, und mit Geldbörsen, die so dick sind, dass die Hosentasche sich beult. Sie kaufen Obst, Gemüse, Dinge, die noch eine Verbindung zu einem Acker haben. Sie nehmen ihren Körper ernst. Sie bewegen sich, wie Erwachsene sich bewegen, wenn sie wissen, wo ihre Gliedmaßen sind. Sie sprechen, ohne dass die Sätze unterwegs ihre Wörter verlieren. Und sie riechen nach sich selbst, nicht nach dem, was sie hineingekippt haben.
Die Korrelation ist perfekt. Körperumgang und Kontostand. Die Kassenbänder erzählen eine Geschichte, die kein Soziologe hören will. Sie ist zu einfach.
Und zu hässlich.
Wenn Armut die Sucht erzeugen würde, müsste es im Discounter Menschen geben, die arm sind und trotzdem gesund leben. Weil sie aus anderen Gründen arm sind. Schicksalsschläge, Krankheit, Pech. Es müsste im Biomarkt Menschen geben, die reich sind und trotzdem Müll fressen. Weil sie aus anderen Gründen reich sind. Erbschaft, Glück, Beziehungen. Diese Menschen sind so selten, dass jeder, der beim Lesen nach ihnen greift, sich fragen sollte, wovor er gerade flieht.
Der Reflex, immer sofort die Ausnahme zu suchen, ist Teil der Verdrängung. Er schützt das Narrativ, indem er den Randfall ins Scheinwerferlicht stellt, damit der Regelfall im Schatten verschwindet. Das ist das Licht, das die Bühne beleuchtet, auf der fünf Millionen Menschen nicht vorkommen.
Viele Menschen trinken Alkohol und rauchen Zigaretten und arbeiten trotzdem. Deshalb sind Alkohol und Nikotin legal und MDMA nicht. Sie zerstören langsam genug, dass die Leute noch ihre Bewegungen machen. Solange niemand ein Gehirn von ihnen verlangt, reicht das für eine Steuerklasse und eine Rente, die sie nicht mehr erleben werden.
Der logische Zusammenhang ist ein anderer. Nicht alle, die Drogen nehmen, werden arbeitslos. Aber alle, die arbeitslos sind, nehmen Drogen. Das ist Empirie. Der Test dauert zehn Minuten und kostet nichts. Man muss nur in zwei Supermärkte gehen. Im Discounter liegt kein frisches Gemüse in den Einkaufswagen der Armen. Im Biomarkt liegen keine Chipstüten in den Einkaufswagen der Reichen.
Natürlich gibt es Zwischenstufen. Menschen, die regelmäßig trinken oder rauchen und trotzdem ihren Job behalten. Sie erscheinen. Sie machen die Bewegungen. Sie kassieren ihr Gehalt. Aber sie funktionieren in Jobs, die kein intaktes Gehirn verlangen. Und sie funktionieren auf Zeit. Habe ich auch bei Mitbewohnern beobachtet. Und nein, anderthalb Jahrzehnte Beobachtung mit Rückendeckung der Studienlage sind keine Anekdote. Anekdotisch ist, wenn jemand einmal etwas gesehen hat.
Wer nüchtern aufwacht, nüchtern arbeitet, nüchtern einschläft, findet Arbeit. Immer. Sein Gehirn arbeitet, während er arbeitet. Mehr ist es nicht. Er kann planen, durchhalten, Probleme lösen. Das tun Menschen, wenn ihr Gehirn funktioniert. Und wenn sie nichts finden, gründen sie etwas. Notfalls in der Garage. Aber sie sitzen nicht herum und warten, dass jemand sie finanziert.
Wenn morgen jeder Bürgergeldempfänger nüchtern aufwachen würde, hätten wir übermorgen Vollbeschäftigung.
Echte Ausnahmen gibt es. Autoimmunerkrankungen, körperliche Behinderungen, terminale Diagnosen. Ich kenne sie. Ich habe einige davon. Sie sind nicht der Grund, warum fünf Millionen Menschen nicht arbeiten.
Der Standardeinwand lautet, gesundes Essen sei zu teuer für die Armen.
Lagos. Dhaka. Nairobi.
Menschen mit einem Bruchteil des deutschen Bürgergeldes leben von frischem Gemüse und Reis. Sie haben kein Geld für Industriefraß.
Industriefraß ist billig an der Kasse und teuer am Sezierset. Wer Pommes für einen Euro kauft, leiht sich die Differenz vom eigenen Pankreas. In Lagos gibt es keine Supermärkte, die Bier für neunundvierzig Cent verkaufen. Hier kostet der Liter Bier weniger als das Kilo Tomaten.
Mit dem Geld, das im Bürgergeld monatlich in Bier, Cannabis und Zigaretten fließt, könnte ein Mensch sich ernähren wie ein Spitzensportler. Tut er aber nicht. Die Reihenfolge der Ausgaben ist die Diagnose. Sie finanziert das langsame Verlöschen. Und niemand versteht, warum die Bewerbungen leer ankommen. Niemand außer mir und jedem Hausarzt in diesem Land, der nicht darüber reden darf.
Die Folgen lassen sich messen. Seit den 1990ern wird jede Generation in diesem Land objektiv dümmer als die vorige7, und niemand redet darüber, weil niemand mehr klug genug ist, es zu bemerken. Der IQ-Rückgang ist umweltbedingt, nicht genetisch.8 Ursachen von Ernährung über Umweltgifte bis Medienkonsum. Am stärksten trifft es das räumlich-logische Denken.9 Die Teilintelligenz, die man braucht, um den Raum zu begreifen und Gedanken im Geist hin- und herzubewegen, verschwindet. Die Propriozeption, die Wahrnehmung der eigenen Position im Raum, kollabiert bei Millionen. Und genau das sehe ich im Supermarkt. Eine Bevölkerung, die jeden Tag chemisch nachgeladen wird. Leute, die sich bewegen, als hätte ihnen jemand das Innenohr rausgeschnitten.
Alkohol zerstört die Propriozeption. Cannabis löscht die Interozeption. Industriezucker frisst die Signalübertragung. Was in diesen Körpern noch arbeitet, arbeitet für die nächste Dosis. Der Rest verkümmert.
Im reichsten Sozialsystem der Welt hat man sich auf eine Geschichte geeinigt, dass die Umstände die Menschen kaputtmachen. Dass es nicht genug Arbeit gäbe. Dass die Löhne zu niedrig seien. Dass die Gesellschaft versagt habe. Vier Standardsätze, die seit dreißig Jahren auswendig gelernt werden. Ein erheblicher Teil des Bürgergeldes fließt jeden Monat direkt von der Staatskasse in die Kassen der Suchtmittelindustrie. Sie verlassen die Staatskasse als Sozialleistung und erreichen die Konzernbilanz als Umsatz. Dazwischen ein Mensch, der sich vergiftet.
Umstände werfen Menschen in Bürgergeld, und dann sind sie verzweifelt und nehmen Drogen. Diese Geschichte hat alles, was ein gutes Märchen braucht. Ein Opfer. Einen Schurken. Und eine Moral, die niemanden belastet, am wenigsten den Betroffenen. Die Wahrheit läuft umgekehrt. Menschen fallen in Bürgergeld, weil sie schon vorher süchtig waren. Die Sucht war zuerst da. Der Rest ist Konsequenz. Oder anderweitig psychisch krank, was übersetzt süchtig plus Diagnose heißt. Die Sucht ist die Grunderkrankung. Alles andere ist Tinnef, das die Grunderkrankung tarnt.
Nach anderthalb Jahrzehnten kenne ich das Repertoire auswendig. Es ist erschreckend kurz. Weder traumatische Kindheit noch soziale Härten noch Schicksalsschläge erklären den Abstieg. Weder Privilegien noch besonderes Glück noch Bevorzugung erklären den Aufstieg. Beide Narrative sind Lügen.
Es war, was sie jeden Tag taten.
Was sie in den eigenen Körper drückten. Was sie ihrem Gehirn zumuteten. Die Persönlichkeit war nicht mehr da. Da saß ein Organismus, der Zufuhr brauchte. Sie sehen nicht mehr, was ist, und spüren nicht mehr, wer sie sind. Sie sind zu Spektatoren ihrer eigenen Auflösung geworden, die das Schauspiel nicht einmal mehr verfolgen können. Bürgergeld ist der logische Abschluss.
Ich habe Dutzende solcher Menschen kennengelernt. Früher oder später landet man dort, wenn man Drogen nimmt. Ein Bier am Tag genügt für den Anfang vom Ende. Mehr braucht der Treibsand nicht. Man sinkt ein. Jeden Tag ein bisschen weniger fähig. Jeden Tag ein bisschen weniger in der Lage, es zu bemerken. Das Werkzeug, das den Verfall bemerken müsste, ist genau das, was gerade zerstört wird.
Bürgergeld heißt Drogen.
Das amtliche Narrativ erzählt von Schicksalsschlägen, schwierigen Lebensumständen, gebrochenen Biografien. Von Menschen, die arbeiten wollen, aber nicht können. Von einer Gesellschaft, die sie im Stich gelassen hat.
Das Narrativ lügt.
Diese Menschen haben ein einziges Interesse, und es passt in eine Bierdose. Also sucht man sich einen Psychiater, der die richtige Diagnose ausstellt. Die richtige ist die, die das Bürgergeld freischaltet. Man erzählt ihm, was er hören muss. Depression. Bipolare Störung. Autismus-Spektrum. ADHS. Hochsensibilität. Und am Ende der Joker. Neurodiversität. Dann hat man das Alibi. Die universelle Bescheinigung, dass man für alles nichts kann. Man ist krank, man ist unschuldig, man darf weitermachen. Drei Sätze, ein Vertrag, lebenslang gültig, jederzeit kündbar von einer Seite, nämlich der, die ihn nie kündigen wird.
Diese Diagnosen beschreiben keine abstrakten Zustände. Keine Glühwürmchen der Seele, die aus dem Nichts erscheinen. Depression ist eine Gehirnentzündung.10 Bipolare Störung ist eine Gehirnentzündung.11 Angststörung ist eine Gehirnentzündung.12 Die Psychiatrie arbeitet noch mit Modellen aus dem 19. Jahrhundert. Psychische Krankheiten als körperlose Entitäten.13 Man kann die Diagnose nicht stellen, wenn der Diagnostiker dieselbe Krankheit hat. Das System ist befangen, weil es sich selbst diagnostizieren müsste, um ehrlich zu sein. Stattdessen erfindet es eine Vokabel, die seine eigene Krankheit zur Tugend erklärt.
Moderat.
So schiebt sich der Diagnostiker selbst auf die gesunde Seite der Grenze.
Alkohol entzündet das Gehirn. Nikotin entzündet das Gehirn. Cannabis entzündet das Gehirn. Adipositas ist keine passive Masse. Fettgewebe ist ein endokrines Organ. Es schüttet permanent Entzündungsstoffe aus.14
Die Symptome, die daraus entstehen, bekommen Namen. So wie wenn ein Patient mit Herzinfarkt in die Notaufnahme kommt, und der Arzt sagt: Sie sind kardiodivers.
Sehr hilfreich.
Die Leute bekommen ihre Diagnose, und die Diagnose öffnet die Börse des Staates. Mit dem Geld kaufen sie die Verursacher der Entzündung, damit sie nicht abklingt. Wer die Aufgabe nicht erträgt, flieht in den Wal.15 Depression führt zu Bürgergeld führt zu Bier führt zu Depression. Als würde man einem Ertrinkenden ein Kissen reichen. Bequemer wird es. Trockener nicht.
Die Verkleidung wird geschützt durch ein Narrativ, das alle entlastet, die es bezahlen. Die Betroffenen, weil sie keine Verantwortung übernehmen müssen. Die Politiker, weil sie Geld verteilen können, statt Forderungen zu stellen. Die Gesellschaft, weil sie ihren eigenen Konsum nicht in Frage stellen muss. Die Industrie, weil sie ihre Kunden nicht selbst bezahlen muss. Der Staat finanziert die Zerstörung. Anschließend finanziert er die Folgen der Zerstörung. Vom selben Topf. Ein Perpetuum mobile aus Sucht und Sozialhilfe.
Die Frage ist nicht, warum sie nicht arbeiten, sondern warum sie nicht arbeiten müssten, um ihre Sucht zu finanzieren.
Der Abhängige ist die Pipeline. Vom Staat zum Konzern, durch Leber, Lunge, Hirn. Was hinten ankommt, ist Konzernumsatz. Was vorne hineinging, war ein Mensch.
Bewerbungspflicht, Maßnahme, Coaching, Umschulung. Alles verschwendetes Geld, wenn der Mensch, auf den es trifft, sein Gehirn morgens mit Nikotin, mittags mit Koffein und abends mit Alkohol traktiert. Erst wenn ich das Falsche weglasse, geschieht das Richtige. Aber das verlangt etwas, das die Betroffenen längst verloren haben.
Einen funktionierenden präfrontalen Kortex.
Ich kenne dieses System von beiden Seiten. Ich habe in der Psychiatrie gearbeitet. Ich habe gesehen, wie die Diagnosen entstehen. Wie sie ausgehandelt werden. Wer sie braucht und wer sie ausstellt. Es ist immer ein Geschäft. Patient und Arzt gewinnen. Der Steuerzahler zahlt. Die Symptome, die ich heute im Supermarkt sehe, hätten damals für eine Einweisung gereicht. Seit meiner Kindheit studiere ich dieses System von innen.
Und ich kenne Depressionen, Angststörungen, Panikattacken, dissoziative Zustände, das ganze Repertoire, das die Psychiatrie zu bieten hat, aus eigener Erfahrung. Chronische Epilepsie. Autoimmunerkrankung. Man hat mir Diagnosen angeboten wie ein Versicherungsmakler seine Policen. Jede einzelne hätte mein Konto an den Staat angeschlossen. Jede einzelne hätte gereicht, um mich zum Patienten zu machen. Zum Bezieher. Zum Verwalteten. Zum Aktenzeichen.
Ich habe das nicht angenommen.
Ich bin einfach nicht mehr zum Arzt gegangen.
Dann wurde ich gesund.
Die Krankheiten sind geblieben. Die Epilepsie ist geblieben, die Autoimmunerkrankung ist geblieben. Die Substanzen habe ich rausgeworfen, ohne Übergangsphase, ohne Therapeut, und ohne inneres Kind. Sie kamen nicht wieder. Der Unterschied zwischen mir und jenem Mitbewohner besteht in einem einzigen Punkt. Die Substanzen sind bei ihm geblieben. Die Arbeit ist gegangen. Das Bürgergeld kam.
Ich habe die Diagnosen weggeworfen. Ich habe die Kümmerexistenz nicht fortgeführt. Ich wollte leben. Mir war zu viel anvertraut, um aufzugeben. Andere zählten auf mich. Aufgeben war keine Option, weil es nicht nur mich getroffen hätte.
Ich hatte mehr Grund als die meisten, mich fallen zu lassen. Ich habe es nicht getan.
Schon klar, dass ich dafür keinen Applaus bekomme.
Natürlich richten manche Substanzen mehr Schaden an als andere. Aber alle Substanzen, die so auf das Belohnungssystem wirken, sind neurotoxisch. Der Unterschied ist die Dosis, nicht das Prinzip. Wer jeden Tag ein Bier trinkt, zerstört sein Gehirn langsamer als jemand, der jedes Wochenende MDMA einwirft.
Aber beide enden an derselben Wand.
Am Ende steht immer dasselbe. Eine Wahrnehmung, die nur noch dem zustimmt, was die Substanz erlaubt. Eine Bürgergeld-Persönlichkeit, die sich um den nächsten Kick organisiert. Ein Mensch, dessen präfrontaler Kortex die Tür von innen verschlossen hat.
Der Ekel ist eine Beobachtung.
Ich hatte einen Mitbewohner, der täglich soff, kiffte, rauchte. Er stank. Die ganze Wohnung stank nach ihm. Wenn ich den Flur betrat, kam mir die Luft entgegen wie eine warme Wand aus vergorenen Resten. Monatelang diese Wand aus Bier, Schweiß und ungelebtem Leben. Hätte der Staat auch mir Geld gegeben, hätte ich ihn rausgekauft. Sein Körper war ein undichtes Giftfass. Was er nicht abbauen konnte, drückte er nach außen. Durch die Haut, durch den Atem, durch jede Pore. Vier Quadratmeter Oberfläche, die meine Wohnung verpesteten, alle in Vollzeitbeschäftigung als Müllabfuhr. Hepatische Enzephalopathie heißt das beim Alkohol. Exkretion flüchtiger Metaboliten beim Cannabis.16
Mein Mitbewohner kannte den Begriff nicht. Er erwähnte einmal seine Verwunderung darüber, dass er so stark rieche, als wäre das ein Rätsel, das er erst noch lösen müsse. Wir saßen in einem Café. Er trank einen Sauvignon Blanc. Ich sagte ihm, das seien Vergiftungen. Er war erneut verwundert.
Wenn er zu Hause getrunken hatte, ging er danach meist in die Küche und machte sich mit seiner Heißluftfritteuse sogenannte Chicken Wings. Die hat er sich im REWE gekauft. Das sind Körperteile von Hühnern.17 Im REWE gehen sie als Lebensmittel durch. Die macht er sich dann und es stinkt noch mehr. Kurioserweise lüftete er die Küche bei den Hühnerteilen, die Fenster in seinem eigenen Zimmer jedoch hielt er isoliert. Rollabschluss runter, nicht einmal Sonnenlicht kam herein. Vielleicht fürchtete er sich davor, dass die Sonne seinen Dämon verbrennt.
Das ist der Zustand. Man stinkt nach Gift und weiß nicht warum. Man bekommt die Erklärung und versteht sie nicht. Die Interozeption ist weg. Mit ihr die Selbstwahrnehmung. Mit ihr die Person. Man riecht die Sucht. Wer das leugnet, war nie in einem Raum mit einem chronisch Abhängigen. Die Nase weiß Dinge, die der Verstand verweigert.
Man wird einwenden, so einfach sei das nicht. Die Sucht ist stark, die Neuroplastizität braucht Zeit, der Entzug ist brutal.
Ich weiß. Ich kenne den Treibsand von innen.
Ob die Erholung einen Monat oder ein Jahr dauert, ist zweitrangig. Ob das Gehirn vollständig regeneriert oder Narben behält, ist zweitrangig. Ob der Weg raus länger ist als der Weg rein, ist zweitrangig. Entscheidend ist nur eines. Solange die Droge drin ist, ist alles andere Kosmetik.
Sucht kommt vor dem Bürgergeld.




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Redaktioneller Hinweis: Die wissenschaftlichen Aussagen in diesem Text basieren auf begutachteter Fachliteratur. Biografische Passagen sind Erfahrungsbericht, keine Verallgemeinerung. Es bestehen keine Interessenkonflikte. Meinungen sind kein Ersatz für Daten.Ingo Kosick, »Bürgergeld Rekord: Für wen in Deutschland was gezahlt wird und warum die Kosten 2025 explodieren«, in: Bürger & Geld, 04.10.2025. Abgerufen am: 06.04.2026.
Dieter Henkel, Helmut Schröder, »Suchtdiagnoseraten bei Hartz-IV-Beziehenden in der medizinischen Versorgung im Vergleich zu ALG-I-Arbeitslosen und Erwerbstätigen: eine Auswertung der Leistungsdaten aller AOK-Versicherten der Jahre 2007—2012«, in: Suchttherapie, Jg. 16, Heft 3, 2015, 129—35.
Die Studie bezieht sich auf die Vorgängerleistung Arbeitslosengeld II (Hartz IV); die Population entspricht den heutigen Bürgergeldempfängern.
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Mary C. Dufour, Loran Archer, Enoch Gordis, »Alcohol and the Elderly«, in: Clinics in Geriatric Medicine, Vol. 8, Issue 1, Februar 1992, 127—42.
Ticro Goto, Kreativer Suizid. Rauchen, Hunger und die Lüge vom inneren Kind, Berlin 2026, 83—129.
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Rückgang von 4,8 IQ-Punkten pro Jahrzehnt bei der räumlichen Wahrnehmung in deutschsprachigen Ländern. Ausgerechnet die Domäne, in der ich als Kind im IQ-Test am besten abschnitt. 132.
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Hotamisligil weist nach, wie Fettgewebe TNF-α, IL-6 und andere Entzündungszytokine produziert, wie diese die Insulinrezeptor-Signalwege blockieren und wie daraus systemische Insulinresistenz entsteht.
Jona-Komplex — die Flucht in eine größere Macht, die einen festhält, weil man die eigene nicht erträgt.
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Sie bestehen aus dem Schulterteil (Drumette), dem Mittelstück (Flat oder Wingette) und der Flügelspitze (Tip).





