Spannend, dass für dich der Alkohol so schlimm war. Ich habe mich auch von allem losgesagt.
Ich muss ehrlich sagen: Für mich war körperlich das schlimmste Koffein. Ich dachte eigentlich, Zucker wäre das Schlimmste, aber tatsächlich war es Koffein. Ich hatte wochenlang Kopfschmerzen und war einfach unfassbar müde, bestimmt drei bis vier Monate lang.
Ich habe gemerkt, je mehr ich mich auf meine Dopaminsüchte fokussiere – das ist quasi das schnelle Dopamin im Alltag, wie Doomscrolling. Obwohl ich nicht mal Social Media benutze, kann man auch woanders Doomscrolling machen. Ich habe auch schon aufgehört, Nachrichten zu schauen und ähnliches.
Allerdings sind Dinge wie YouTube Shorts oder auch eine Serie gucken (was ich eigentlich auch sehr selten mache) Themen, die so subtil sind, dass sie einem am meisten rauben, wenn man alles andere schon aufgegeben hat. Bevor man wirklich an die Arbeit geht, sucht das Gehirn genau danach.
Ganz schlimm für mich neuerdings: Reflexionen mit der KI. Das ist, glaube ich, aktuell meine größte Sucht.
Die Entzugssymptome bei Koffein sind unterschätzt, weil die Gesellschaft die Substanz für harmlos hält. Drei bis vier Monate Müdigkeit sind der Preis für die Reparatur. Danach kommt etwas, das die meisten Kaffeetrinker nie erlebt haben: Wachheit in echt.
Dein letzter Satz ist wichtig. “Reflexionen mit der KI” als größte Sucht. Das Gehirn tauscht eine Dopaminquelle gegen die nächste aus. Erst Koffein, dann Zucker, dann Doomscrolling, dann KI. Jede Stufe subtiler als die vorige. Darüber habe ich in meinem Buch “Erleben ist nicht promptbar” geschrieben.
KI-Reflexion fühlt sich an wie Denken. Ist es aber nicht. Es ist Denken-Outsourcing, das sich als Erkenntnis verkleidet. Du promptest dir dein Selbstbild zusammen und verwechselst die Antwort mit einer Einsicht. Die Maschine widerspricht nie.
Spannend, dass für dich der Alkohol so schlimm war. Ich habe mich auch von allem losgesagt.
Ich muss ehrlich sagen: Für mich war körperlich das schlimmste Koffein. Ich dachte eigentlich, Zucker wäre das Schlimmste, aber tatsächlich war es Koffein. Ich hatte wochenlang Kopfschmerzen und war einfach unfassbar müde, bestimmt drei bis vier Monate lang.
Ich habe gemerkt, je mehr ich mich auf meine Dopaminsüchte fokussiere – das ist quasi das schnelle Dopamin im Alltag, wie Doomscrolling. Obwohl ich nicht mal Social Media benutze, kann man auch woanders Doomscrolling machen. Ich habe auch schon aufgehört, Nachrichten zu schauen und ähnliches.
Allerdings sind Dinge wie YouTube Shorts oder auch eine Serie gucken (was ich eigentlich auch sehr selten mache) Themen, die so subtil sind, dass sie einem am meisten rauben, wenn man alles andere schon aufgegeben hat. Bevor man wirklich an die Arbeit geht, sucht das Gehirn genau danach.
Ganz schlimm für mich neuerdings: Reflexionen mit der KI. Das ist, glaube ich, aktuell meine größte Sucht.
Koffein schlimmer als Zucker. Natürlich.
Die Entzugssymptome bei Koffein sind unterschätzt, weil die Gesellschaft die Substanz für harmlos hält. Drei bis vier Monate Müdigkeit sind der Preis für die Reparatur. Danach kommt etwas, das die meisten Kaffeetrinker nie erlebt haben: Wachheit in echt.
Dein letzter Satz ist wichtig. “Reflexionen mit der KI” als größte Sucht. Das Gehirn tauscht eine Dopaminquelle gegen die nächste aus. Erst Koffein, dann Zucker, dann Doomscrolling, dann KI. Jede Stufe subtiler als die vorige. Darüber habe ich in meinem Buch “Erleben ist nicht promptbar” geschrieben.
KI-Reflexion fühlt sich an wie Denken. Ist es aber nicht. Es ist Denken-Outsourcing, das sich als Erkenntnis verkleidet. Du promptest dir dein Selbstbild zusammen und verwechselst die Antwort mit einer Einsicht. Die Maschine widerspricht nie.
Das ist ihr Suchtpotenzial.