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Avatar von Lukas Schreibt Shite

Ich hatte dir in deiner Note zu deinen abnehmenden Subscriber Zahlen nach dem Veröffentlichen dieses Artikels gesagt, ich sei neugierig diesen zu lesen. Das habe ich getan, und hier nun meine Meinung dazu.

Erstmal vertraue ich darauf, dass deine Quellen alle richtig sind. Dennoch finde ich, dass der Artikel einseitig ist, und sehr geprägt von deinen negativen Erfahrungen mit Cannabis Konsumenten. Ich stimme dir sofort bei folgenden Dingen zu: ausufernder Cannabis Konsum in der frühen Jugend ist schädlich, und die Folgen können sich bis ins Erwachsenenalter hinziehen. Dauerkonsum ist schädlich, und weißt auf andere Probleme hin, die damit betäubt werden sollen. Die gängige Verharmlosung und Verteidigung von Cannabis Konsum ist einseitig und unterkomplex. Die enorm erhöhte Potenz von modernem Cannabis ist ein großes Problem, das viel zu selten angesprochen wird. Und ein Punkt, der ebenfalls ziemlich gut nachgewiesen ist, aber hier fehlt ist, dass grade Konsumenten, in deren Familie Schizophrenie eine Rolle spielt, Gefahr laufen diese Veranlagung zu fördern.

Dennoch bin ich dagegen Konsumenten und die Legalisierung nur negativ darzustellen. Ja, ich kenne auch diese Fälle, die du in deinem Bekanntenkreis beschreibst. In meiner Umgebung, haben diese Erfahrungen bei 90% dieser Fälle zum Glück dazu geführt, dass sie den Konsum eingestellt haben, denn sie bekamen Hilfe, und realisierten, dass Cannabis ihre Probleme fördert und nicht bekämpft. Ich denke zur Legalisierung gehört eben auch die Ausweitung von Hilfsangeboten und eine erhöhte Aufklärung. Diese darf sich aber nicht nur auf die Folgen des Konsums beschränken, sondern sollte auch über die Droge selber aufklären. Jeder weiß, dass ein Bier trinken, etwas anderes ist als eine 0.33l Glas Wodka. Aber ich würde behaupten, kaum einer weiß, wieviel THC in welcher Sorte steckt, und was die Wirkungen der einzelnen Sorten ist. Das sollten wir offener und offensiver behandeln. Ebenso fehlen uns soziale Normen für den Konsum, die wir bei Alkohol haben. Klar, das hilft nur bedingt, schaut man sich die Statistiken zu Alkoholkonsum an, aber dennoch halte ich das für besser, als gar nicht über den Konsum zu reden, oder nur die Extremfälle zu thematisieren.

Es tut mir wirklich Leid, dass du in deiner Umgebung so viele tragische Erlebnisse mit dem Konsum von Cannabis hattest, und ich verstehe deine Einstellung dazu. Aber es sollte nicht unterschlagen werden, dass Drogenkonsum jeglicher Art oft ein Symptom für etwas tiefer liegendes ist, und nicht ausschließlich die Ursache für Probleme. Dabei liegt die Betonung auf ausschließlich, denn ich will nicht verneinen, dass es eine Ursache sein kann. Dennoch respektiere ich deine Meinung, und danke dir für diesen Text, so wie die Einblicke in viele neue Studien. Aber auch dabei sollte nicht unterschlagen werden, dass Cannabis mit die größte Datenbasis bietet, um Studien durchzuführen, was durchaus zu einem Missverhältnis gegenüber anderen Drogen führen kann.

Avatar von Margot Dimi, das Wortweib🖋️

Deckt sich ziemlich genau mit meinen Beobachtungen.

Meine Erfahrung mit Anfang 20 war, dass ich einschlafe, damit war es für mich uninteressant.

Ich werde deine Quellen genauer studieren, gerade das mit dem steigenden THC-Anteil finde ich interessant.

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