Zitrone, wem Zitrone gebührt.

 

Die meisten Magazine finanzieren sich über Werbeanzeigen. Sie fangen an, sich anzubiedern oder abhängig zu machen. Sie sind brillant darin, eine Leseerfahrung zu versprechen, aber schlecht darin, diese auch einzulösen. Mit der Zeitschrift für geistiges Chlorophyll will ich etwas in die Welt tragen, was über die übliche intellektuelle Belanglosigkeit hinausgeht, Dinge und Themen aus einem Blickwinkel heraus bearbeiten, der nicht um dasjenige kreist, was die Leute ohnehin schon wissen, sondern der auf die eigene Wahrnehmung entgrenzend wirkt – nicht für Werbekunden, die nächste Deadline oder das Bedürfnis, anderen zu gefallen, sondern mit Texten, die wie Blumen der Veränderung sind.

 

Von Brokkoli bis Virtual Reality, der Philosophie des Leibes bis hin zu Kuchen als seelisches Regulativ – es geht darum, Selbsterkenntnis zu provozieren, nicht Vorurteile zu bestätigen, sondern die kognitive Belanglosigkeit zu überwinden, geistiges Chlorophyll zu liefern, gängige Dichotomien aufzubrechen – etwa so, wie ein Honiglöffel hochwertige Kost in formbewusste Bahnen lenkt.

 

Vor einiger Zeit bin ich krank geworden, bekam epileptische Anfälle, Bewusstseinsausfälle, Filmrisse. Zweimal befand ich mich im Koma und erlitt Gedächnisverluste. Danach verfiel ich dem Wahnsinn – und damit ist kein kreativer Wahnsinn gemeint, sondern derjenige, der einen ins Grab bringt, wenn man nicht rechtzeitig aus ihm herausfindet. Glücklicherweise vermag ich einfach nicht aufzuhören, und so raffe ich mich auf aus der Finsternis, erhebe mich über den Schmerz körperlicher Symptome. Es mag nicht lange anhalten, aber immerhin kann KOKOS & ZITRONE fortgesetzt werden. Das gesamte Programm findest du auf Patreon, in den Playlists auf YouTube sowie auf dieser Website. Viel Spaß beim Lesen, Hören und Schauen.

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